Autor Thema: Komplette Entmachtung der Bevölkerung beschlossen  (Gelesen 446 mal)

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Komplette Entmachtung der Bevölkerung beschlossen
« am: 5. Jul. 2017 - 19:45:59 »
DRINGENDE EILMELDUNG – Komplette Entmachtung der Bevölkerung beschlossen
5. Juli 2017 Heiko Schrang 10425

Während alle Medien über den G20 Gipfel und dessen Folgen diskutieren, wurden Gesetze verabschiedet, die der Entmachtung der deutschen Bevölkerung gleichkommen. Die Abstimmung über die „Ehe für alle“ war den Abgeordneten so wichtig, dass sie vollständig daran teilnahmen und 393 dafür stimmten. Anschließend stand das Netzwerkdurchsetzungsgesetz von Heiko  Maas auf der Tagesordnung, was einem Ermächtigungsgesetz gleichkommt, da hierdurch die Meinungs- und Freiheitsrechte der Bevölkerung schrittweise aufgehoben werden.

Dazu wurde in den letzten Tagen beschlossen:

– Unliebsame Meinungen können innerhalb von 24 Stunden unter Strafandrohung von 50 Millionen Euro zensiert werden.

– Regierung darf Staatstrojaner auf den Computern und Smartphones der Bevölkerung installieren. Hiermit können Kameras und Mikrofone eingeschaltet werden. Beispiel: Wenn Ihr Nachbar als sogenannter „Reichsbürger“ einzuschätzen ist und sie einmal mit ihm gegrillt haben, dann haben Sie auf einmal den Staatstrojaner auf ihrem Rechner

– Auflösung des Bankgeheimnisses und schrittweise Abschaffung des Bargeldes.

– Fahrverbote wurden ausgeweitet, sie gelten jetzt zum Beispiel auch für „Hate Speech“ im Internet. Mit anderen Worten, wenn Du nicht mehr systemkonform bist, kannst Du den Führerschein verlieren.

Merkels Ermächtigungsgesetz – Heiko Schrang im Interview mit Jo Conrad:
https://www.youtube.com/watch?v=DJ7XGSrJaos

Obwohl diese Abstimmung eine der schwerwiegendsten der letzten Jahrzehnte ist, waren laut Epoch Times bei der anschließenden Abstimmung von den 630 Abgeordneten nur noch 40 – 60 anwesend. Genaue Zahlen verschweigen die Mainstreammedien.

Aber selbst das scheint dem kontrollwütigen Justizminister Maas nicht zu reichen. Nur drei Tage nach der Verabschiedung der Internetzensur (NetzDG) im Bundestag, will er nun durchsetzen, dass bei Google & Co. die Inhalte von ARD und ZDF vorrangig angezeigt werden müssen.  Kritische Stimmen sollen so ins Nirvana verschwinden.

Hierzu soll eine Digitalagentur der Bundesregierung entstehen, die ermächtigt ist, sich in die Algorithmen von Google, Facebook und anderen Unternehmen einzumischen. Heiko Maas begründet dies mit einer „Must-be-Found“-Pflicht, die vorschreibt, dass die „gesellschaftlich relevanten Inhalte“ von ARD und ZDF im Internet gut sichtbar präsentiert werden müssen, um Vorurteile in der Bevölkerung abzubauen. Sein neues Gesetzesvorhaben sei „der Garant dafür, um Diskriminierungen zu verhindern und Selbstbestimmung zu sichern“ so der Justizminister.

Angela Merkel betonte, dieser Schritt sei nötig, um die Stabilität Deutschlands „in einem völlig anderen medialen Umfeld“ zu erhalten, denn es gäbe im Internet immer mehr Seiten, welche die Meinungsbildung verfälschen, sagte Merkel vor einigen Monaten im Bundestag.

In Deutschland entstehen damit Schritt für Schritt Zustände, wie wir sie aus der Türkei oder China kennen.

Fakt ist, dass die Alternativmedien in den letzten Jahren immer mehr Lügen der Regierung und der Mainstreammedien aufgedeckt haben und zu einer ernstzunehmenden Gefahr wurden. Das hat zur Folge, dass demnächst Seiten investigativer Journalisten, wozu auch meine Seite gehört, verschwinden können.

Meldet euch deshalb noch heute zu unserem kostenlosen Newsletter an. Sollte unsere Homepage, sowie die anderen Kanäle von Facebook bis zu Youtube abgeschaltet werden, erhaltet ihr trotzdem den Newsletter per Mail, egal von wo, weltweit.

https://www.macht-steuert-wissen.de/newsletteranmeldung/

Beste Grüße

Erkennen- Erwachen- Verändern

Heiko Schrang

(c) MSW-Verlag Heiko Schrang

Helft auch ihr, die journalistische Unabhängigkeit von SchrangTV, sowie den kostenlosen Newsletter langfristig zu sichern: https://www.macht-steuert-wissen.de/unterstuetze-heiko-schrang/

Quellen:

https://www.heise.de/tp/features/Maas-will-sich-ins-Programmieren-einmischen-3761301.html

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/heiko-maas-will-regulierung-von-internet-konzernen-mit-algorithmen-a-1155570.html

http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/neue-frage-zum-netzdurchsetzungsgesetz-war-der-bundestag-mit-60-abgeordneten-ueberhaupt-beschlussfaehig-a2158086.html

https://www.macht-steuert-wissen.de/2437/dringende-eilmeldung-komplette-entmachtung-der-bevoelkerung-beschlossen/#
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Antw:Komplette Entmachtung der Bevölkerung beschlossen
« Antwort #1 am: 6. Jul. 2017 - 12:22:42 »
Deutschland's und Schweden's Polizei kapitulieren - Beginnt nun die Anarchie???

Ist das der Beginn der bereits seit Langem prophezeiten Anarchie?
https://somethingtothinkabout-de.blogspot.com.es/2017/07/deutschlands-und-schwedens-polizei_5.html
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Antw:Komplette Entmachtung der Bevölkerung beschlossen
« Antwort #2 am: 24. Jul. 2017 - 16:57:30 »
Facebook, WhatsApp und Google etc. agieren als Sargnägel für die Masse
19.7.17 Sozialkritik Edit
Facebook, WhatsApp, und Google etc. horchen die Menschheit gnadenlos aus.

https://somethingtothinkabout-de.blogspot.com.es/2017/07/facebook-whatsapp-und-google-etc.html
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Antw:Komplette Entmachtung der Bevölkerung beschlossen
« Antwort #3 am: 6. Sep. 2017 - 18:12:51 »
 USA: Ein von Google geförderter Think Tank entlässt Google-kritische Wissenschaftler
6.09.2017 • 06:45 Uhr

Bringt Google kritische Stimmen zum verstummen?
Eine Gruppe von US-Wissenschaftlern, geleitet von dem Forscher Barry Lynn, begrüßte die im Juni ausgesprochene Rekordstrafe der EU gegen Google. Nun wurden die Wissenschaftler entlassen. Pikant: Google gehört zu den größten Förderern des Think Tanks.

Seit ihrer Gründung im Jahr 1999 bekam der Think Tank New America Foundation insgesamt mehr als 21 Millionen Dollar von Google sowie von Ex-Google-Chef Eric Schmidt und dessen Familienstiftung. Mit dem Geld schaltete sich die Denkfabrik in politische Debatten ein und unterstützte Google dabei, diese Debatten mitzugestalten.

Als die Europäische Union Ende Juni dieses Jahres eine Rekordstrafe in Höhe von 2,42 Milliarden Euro gegen Google verhängte, veröffentlichte der wissenschaftliche Mitarbeiter Barry Lynn eine Mitteilung, in der er die Strafe ausdrücklich begrüßte. Nach Angaben, die Lynn gegenüber der New York Times gemacht hat, teilte Ex-Google-Chef Eric Schmidt daraufhin der Präsidentin der New America Foundation, Anne-Marie Slaughter, seinen Unmut über die kritische Mitteilung auf der Webseite des Think Tanks mit.

Und tatsächlich verschwand die kritische Äußerung von Lynn daraufhin von der Webseite. Zwar wurde sie ein paar Stunden später ebenso plötzlich und ohne Erklärung wieder online gestellt, doch bei den rund 200 Mitarbeitern der Denkfabrik verbreitete sich die Sorge, Google könnte nun die Förderung streichen.

Mehr lesen:  Preiskrieg in US-amerikanischer Lebensmittelindustrie – Amazon und Google mischen mit

Nur wenige Tage später rief die Direktorin Lynn in ihr Büro. Lynn war zudem Zeitpunkt Chef der Offene-Märkte-Initiative und kritisierte regelmäßig die marktbeherrschende Stellung von Unternehmen wie Google. Slaughter teilte Lynn in dem Gespräch mit, dass sich New America von dessen kompletter Offene-Märkte-Initiative mit knapp zehn Mitarbeitern trennen wolle. In einer Mail an Lynn schrieb die Präsidentin, dass die Entscheidung nicht auf den Inhalt seiner Arbeit zurückgehe, doch er gefährde die Denkfabrik als Ganzes.
Mehr lesen:"Synergieeffekte" - Google-Chef Eric Schmidt berät nun auch das Pentagon

Lynn warf Slaughter daraufhin in einem Interview vor, dass sie sich dem Druck von Eric Schmidt und von Google gebeugt habe. Sie habe damit die Wünsche der Förderer über die intellektuelle Integrität der Denkfabrik gestellt.

    Google ist sehr aggressiv darin, in Washington und Brüssel mit Geld um sich zu werfen und dann die Fäden zu ziehen, sagte Lynn.

Und er ergänzte:

    Die Leute haben jetzt sehr große Angst vor Google.

Google bestreitet jedoch, mit der Kündigung etwas zu tun zu haben. Sprecherin Riva Sciuto sagte, Google unterstütze eine große Auswahl an Denkfabriken und anderen gemeinnützigen Organisationen, auch wenn man nicht immer einer Meinung sei. Auch Slaughter weist die in der New York Times veröffentlichten Vorwürfe von Lynn zurück.

    Wir haben immer viele verschiedene Standpunkte unterstützt und unsere Förderer kennen und unterstützen diese Philosophie,

sagte sie in einer Mitteilung auf der Webseite von New America. Zwar habe ihre Denkfabrik die Offene-Märkte-Initiative von Barry Lynn mit dessen Hilfe im Verlauf der letzten zwei Monate abgewickelt, doch man werde die Arbeit auf diesem Gebiet im Rahmen anderer Programme fortsetzen. Sie habe Lynn zudem bereits im Juni mitgeteilt, dass sie nicht weiter mit ihm zusammenarbeiten könne, weil er sich nicht an die Standards der Offenheit und Kollegialität innerhalb der Institution halte. Ihre fortgesetzten Versuche, eine kooperative Lösung zu finden, seien leider gescheitert.

Im vergangenen Jahr hatte die Offene-Märkte-Initiative von Lynn eine Konferenz organisiert, bei der eine Reihe einflussreicher Persönlichkeiten vor den schädlichen Wirkungen einer Marktbereinigung im Technologiesektor warnten. Darunter auch Senatorin Elizabeth Warren aus dem US-Bundesstaat Massachusetts. Im Vorfeld der Konferenz schrieb Anne-Marie Slaughter in einer E-Mail an Lynn, dass Google befürchte, die Ansichten des Unternehmens auf der Konferenz nicht darstellen zu können. Zudem wurde kritisiert, dass Google nicht frühzeitig über die Konferenz in Kenntnis gesetzt worden sei.
Mehr lesen:Mit Künstlicher Intelligenz in den Krieg: Pentagon und Silicon Valley greifen nach den Algorithmen

    Wir sind dabei zu versuchen, unsere Beziehungen mit Google im Hinblick auf einige absolut entscheidende Punkte auszuweiten, schrieb Slaughter in der E-Mail an Lynn und ermahnte ihn:

    DENK einfach mal darüber nach, wie du die Fördergelder für andere in Gefahr bringst.

Google finanziert mittlerweile zahlreiche Branchen, die in der Informationsbranche eine Rolle spielen. So fördert Google unter anderem auch seit einigen Jahren mit der Digital News Initiative zahlreiche Medienhäuser in Europa. Der Internetriese setzte allein in der ersten Jahreshälfte dieses Jahres 9,5 Millionen Dollar für Lobbyarbeit ein, so viel wie kein anderes US-Unternehmen.

Zu den effektivsten Mitteln von Google gehören Fördergelder an gemeinnützige Organisationen in den USA. Im Jahr 2010 hatte Google erstmals die Zahl der geförderten Organisationen angegeben. Damals waren es 45. Heute fördert das Unternehmen laut den Angaben auf seiner Webseite 170 derartige Gruppen. Googles Förderung von Denkfabriken und Lobbygruppen hat die Kritik an dem Unternehmen in den USA in den letzten Jahren praktisch verstummen lassen, sagt Marc Rotenberg, Präsident des Electronic Privacy Information Center, das keine Fördergelder von Unternehmen annimmt.

Die Organisation spielte eine wichtige Rolle dabei, die Verletzungen der Privatsphäre durch Google und anderen Technologieunternehmen an die Öffentlichkeit zu bringen. Rotenberg warnt, dass es zunehmend schwieriger werde, Partner in diesem Kampf zu finden, da immer mehr Gruppen Fördergelder von Google annehmen.

    Es gibt einfach weniger Gruppen, die in der Lage sind, ihre Stimme gegen Googles Aktivitäten zu erheben, welche die Privatsphäre online gefährden,

so Rotenberg und betont abschließend:

    Die Gruppen, die ihre Stimmen erheben sollten, tun dies nicht.

https://deutsch.rt.com/nordamerika/56829-usa-von-google-gefoerderter-think-thank-entlaesst-google-kritische-wissenschaftler/
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Antw:Komplette Entmachtung der Bevölkerung beschlossen
« Antwort #4 am: 14. Dez. 2017 - 11:45:08 »
Brüssel bläst zum Halali auf Reisende mit Bargeld
12.12.2017 |

Wer mit Bargeld in den Taschen auf Reisen geht, muss künftig jederzeit damit rechnen, dass es konfisziert wird, auch wenn die Menge weit unter der Meldeschwelle liegt. Das sieht ein neuer Verordnungsvorschlag aus Brüssel vor. Diesen hat vor Kurzem auch ein EU-Parlamentsausschuss durchgewunken, der sich in bestem orwellschen Neusprech „Bürgerliche Freiheiten“ nennt. Gold und Schmuck werden außerdem als Barmittel definiert und mit erfasst.

Ganz im Sinne einer IWF-Empfehlung an die Regierungen, den Kampf gegen das Bargeld verdeckt auszutragen, weil die Bürger am Bargeld hängen,  hat die EU-Kommission einen Verordnungsentwurf vorgelegt, der "Kontrolllücken" beim Verkehr von Zahlungsmitteln über EU-Grenzen abhelfen soll. Bisher muss Bargeld im Wert von über 10.000 Euro angemeldet werden. Als Manko wird empfunden, dass Gold und Schmuck bisher nicht zu den anmeldepflichtigen „Barmitteln“ gehört, dass ordnungsgemäß angemeldete oder meldefreie Barmittel nicht konfisziert werden können, und dass Erkenntnisse über Barmittelbewegungen nicht aktiv von den Zollämtern an zentrale Stellen gemeldet, und von dort nicht (rechtmäßig) an befreundete Staaten mit weltumspannender Überwachungstechnologie und –ambition weitergegeben werden können.

All das soll nun anders werden. Reisende, die Gold oder Schmuck oder Bargeld oder anonyme Kreditkarten im Wert von zusammen mehr als 10.000 Euro dabei haben, müssen das künftig beim Zoll anmelden, oder sie riskieren, dass es konfisziert wird. Die Kommission soll darüber hinaus ermächtigt werden, zusätzliche Wertsachen auf die Liste der anmeldepflichtigen und zur Konfiszierung freigegebenen „Barmittel“ zu setzen. Alles was teuer, haltbar und leicht transportabel ist, kommt dafür in Frage, teure Uhren zum Beispiel.

Aber auch wenn es weniger ist, sollen „Barmittel“ vom Zoll jederzeit für bis zu 30 Tage konfisziert werden können. Eine Untergrenze bei der man sich sicher fühlen darf, wird nicht genannt. Aus den Erfahrungen mit anderen Anti-Geldwäscheregeln dürft man ab knapp unter 1000 Euro in den Gefahrenbereich kommen. Es reicht, dass den Zollbeamten irgend etwas an Ihnen kriminell vorkommt, dass Sie zum Beispiel durch irgendwelche Umstände den Eindruck vermitteln, Sie könnten Steuern hinterzogen haben oder hinterziehen wollen.

Die Raum für Willkür ist groß. Wo man bisher aus Gründen rechtsstaatlicher Zurückhaltung und Grundrechtsschutz nichts tun konnte, bevor es genug Verdachtsmomente gab, damit eine Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren genehmigt, kann man nun jeden, der Barmittel mit sich führt, durch Konfiskation derselben in eine hochnotpeinliche Befragung und in ein Verfahren zwingen, bei dem er intensiv ausgeforscht werden kann, um zu klären, ob das Geld wieder freigegeben werden soll. Allein durch die Nutzung von Bargeld und anderer „Barmittel“ verwirkt man teilweise seinen Anspruch auf die Unschuldsvermutung und ein normales rechtsstaatliches Vorgehen.

Der EU-Parlamentsausschuss „Bürgerliche Freiheiten“ versteht seinen Auftrag offenbar so, dass sie für die Eingrenzung der bürgerlichen Freiheiten zu sorgen hat. Sie hat ebenso wie die Kommission für Wirtschaftssachen mit großer Mehrheit weder gegen die Ermächtigung zur willkürlichen Konfiszierung etwas einzuwenden, noch dagegen, dass „personenbezogenen Daten des Eigentümers, des Empfängers, Angaben zur wirtschaftlichen Herkunft und zur beabsichtigten Verwendung der Barmittel, erfasst werden.“ Die Daten müssen an eine zentrale nationale Meldestelle gemeldet und von dort an alle zuständigen Meldestellen aller anderer EU-Länder weitergeleitet werden. Auch an Drittstaaten können sie weitergegeben werden. Das betrifft alle erfassten Bargeldbewegungen, einschließlich der anmeldefreien kleineren Beträge. Letztere allerdings nur, bei Verdacht auf einen kriminellen Hintergrund.

Aber was soll diesen Verdacht begründen, bei Bargeldbeträgen von wenigen tausend Euro. In aller Regel wird der Verdacht hauptsächlich darin begründet liegen, dass jemand Bargeld in mehr als den üblichen Geldbörsenbeträgen dabei hat. Brüssel begründet die Konfiszierungsregel für Barmittel unterhalb 10.000 Euro origineller Weise damit, dass Mitgliedstaaten aufgefallen sei, dass Terroristen manchmal auch mit weniger als 10.000 Euro Barmitteln Grenzen überschritten hätten. Das Argument merkt man sich besser: Bei der inzwischen auch für Deutschland diskutierten Obergrenze für Barzahlungen lässt es sich später für jede beliebige Senkung der ursprünglichen Obergrenze anwenden. „Den Behörden ist aufgefallen, dass Terroristen auch Barzahlungen unter 5.000 Euro getätigt haben ….“)

Reiche Leute stehen bald schon mit einem Bein im Gefängnis, wenn sie reisen. Mit einer Rolex am Arm, einer teuren Halskette und einem halbwegs gefüllten Portemonnaie ist die Meldegrenze für „Barmittel“ schnell unbemerkt überschritten. Und selbst wenn sie nicht überschritten wird, aber man nicht den Eindruck macht, als sollten einem solche Präziosen gehören, wird man an der Grenze Freiwild für eifrige oder übereifrige Zöllner. Auch wer künftig mit 6.000 Euro im Gepäck aus der Schweiz einreist, um im niedrigpreisigeren Deutschland ein gebrauchtes Auto zu kaufen, muss damit rechnen, auf einer internationalen Geldwäsche-Verdachtsliste zu landen, wenn ein Zöllner sein Gepäck durchsucht und er die anschließende hochnotpeinliche Befragung über den Zweck des Geldes nicht hinreichend unterwürfig und mitteilsam über sich ergehen lässt. Dasselbe gilt für einen brilliantberingten alleinreisenden jungen Mann mit Vollbart, der mit 2000 Euro Bargeld aus einen interkontinentalen Flug steigt, für den er ein schweinefleischfreies Essen bestellt hatte. Wenn bei der nationalen Meldestelle bereits eine Meldung einer Bank über eine dieser Personen eingegangen sein sollte, weil sie zum Beispiel durch mehrfache Bargeldabhebungen von 990 Euro auffällig geworden ist, dann ist dieser Person ein Dauerplatz auf der Verdachtsliste sicher. Da man nichts davon weiß, dass man auf diese Listen gesetzt wird, kann man Missverständnisse nicht aufklären und kommt auch so gut wie nie wieder von ihr herunter.

Wie für solche unpopulären Maßnahmen üblich, hat die EU-Kommission unter dem Mantel der Verschwiegenheit eine "öffentliche" Online-Konsultation durchgeführt. Irgendwie haben trotz allem 27 EU-Bürger von der Konsultation Wind bekamen, und sich mit Stellungnahmen beteiligt. Auch vier staatliche Stellen, drei Interessengruppen und ein Unternehmen beteiligten sich. (Annex 3)

Wer angesichts der wenig überzeugenden Begründungslage für diese Verordnung denken sollte, hier handele es sich weniger um eine effektive Maßnahme zur Kriminalitätsbekämpfung, als um eine Maßnahme zum Ausbau des Überwachungsstaats und zur Zurückdrängung des Bargelds, der könnte sich durch folgende aktuelle Spiegel-Meldung bestätigt fühlen: „Tausende Geldwäsche-Meldungen stauen sich beim Zoll“. Grund ist, dass Finanzminister Schäuble im Sommer das BKA enteiert und die Sondereinheit zur Geldwäschebekämpfung FIU zum ohnehin überlasteten Zoll verlagert hat, dem zudem noch die entsprechend ausgebildeten Ermittler fehlen. Das tat er gegen den einhelligen Rat aller Fachleute. Die Folge: Von den seither eingegangen 29.000 Geldwäscheverdachtsanzeigen wurden bisher nur gut 4.000 zur weiteren Bearbeitung an die zuständigen Staatsanwaltschaften oder Finanzbehörden weitergegeben. Dass es der Bekämpfung von Terrorismus und Geldwäsche dient, wenn man diese überlastete Stelle nun auch noch mit Tausenden Meldungen über Bargeldbewegungen im einstelligen Tausenderbereich zuschüttet, erschließt sich nicht jedem. Ebensowenig erschließt sich, warum man Bargeldnutzung als Indiz für die Erkennung weiterer Terrorverdächtiger hinzuziehen muss, wo doch praktisch alle Terroristen der letzten Zeit den Behörden einschlägig bekannt waren, diese sich aber unfähig zeigten, sie am Begehen der Taten zu hindern.

Sollte aber der Zweck sein, Bargeldnutzer weiter zu verunsichern und als potentielle Kriminelle zu behandeln, sowie das allgemeine Überwachungsnetz engmaschiger zu machen, würde die Verordnung ihren Zweck hervorragend erfüllen.

Mein Dank geht an den Blog Wolf Street, über den ich auf diesen nicht gerade breit publizierten Vorgang aufmerksam wurde.

Falls Sie den deutschen EU-Parlamentariern deutlich machen möchten, dass das Thema jetzt nicht mehr länger in den Brüsseler Untiefen verbrogen ist, und Ihnen Ihre Haltung mitteilen möchten: Für die Sozialdemokratische Fraktion ist Birgit Sippel Koordinatorin im Ausschuss für bürgerliche Freiheiten, stellvertretender Ausschussvorsitzender ist der Grüne Jan Philipp Albrecht, für die CSU sitzt Monika Hohlmeier darin, für die Linke Cornelia Ernst

[12.12.2017]
http://norberthaering.de/de/27-german/news/921-eu-bargeld
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Antw:Komplette Entmachtung der Bevölkerung beschlossen
« Antwort #5 am: 25. Jan. 2018 - 11:15:44 »
Google gibt Riesensumme für Einfluss in Washington aus

Politik
06:37 24.01.2018(aktualisiert 06:40 24.01.2018)

Der amerikanische Internetgigant Google hat eine Rekordsumme für die Ausweitung seines Einflusses in Washington ausgegeben, wie die Zeitung „The Washington Post“ berichtet.

Google gab demnach 18 Millionen US-Dollar für seine Interessenvertretung im Kongress, im Weißen Haus, in Bundesbehörden sowie in solchen Bereichen wie Migration, Steuerreform und Kartellmaßnahmen aus.

Krieg der Giganten: Google vs. Amazon
Zudem soll das Geld für die Einflussnahme auf Behörden zwecks Regelung der Online-Werbung investiert worden sein.

Google sei dabei nicht das einzige Unternehmen, das so viel Geld für die Lobbyarbeit ausgegeben habe. Facebook steigerte dem Blatt zufolge seine Ausgaben um 32 Prozent (mehr als elf Millionen US-Dollar), Amazon um 16 Prozent (circa 13 Millionen US-Dollar) sowie Apple um 51 Prozent (sieben Millionen US-Dollar).
https://de.sputniknews.com/politik/20180124319203776-google-riesensumme-einfluss-washington/
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Antw:Komplette Entmachtung der Bevölkerung beschlossen
« Antwort #6 am: 13. Mär. 2018 - 11:32:23 »
Google hört ständig mit – aber Sie können die Aufnahmen finden!
Panorama
14:09 13.01.2018(aktualisiert 14:17 13.01.2018)

Google hört die Gespräche von Internet-Nutzern ständig mit und speichert alle Informationen auf seinen Servern. Die gute Nachricht besteht aber darin, dass Sie alle Dateien löschen können.

Das Unternehmen verheimlicht diese Tatsache keineswegs: Falls Sie die Google-Nutzungsbedingungen aufmerksam gelesen haben, würde Ihnen sofort klar sein, dass Ihr Smartphone Sie ständig  im Visier hat – sogar wenn es auf dem Tisch liegt.

Naht das Ende Ihres Androids? Google testet mysteriöses neues Betriebssystem
Darüber hinaus können Sie Ihre eigenen Gespräche anhören, die Google innerhalb von mehreren Jahren gesammelt hat.

Die gesamte Information über Sie übergibt das Unternehmen seinem  künstlichen Intellekt, der seinerseits versucht, Sie richtig zu verstehen und die Google-Produkte für Sie bequemer zu machen.

Dieses System hat jedoch erhebliche Nachteile:

Erstens könnten die Hacker ihr Passwort knacken und somit Zugang zu Ihren Dateien bekommen.

Im Konfliktfall  könnten die Behörden diese Informationen gegen Sie verwenden.

Schließlich tragen diese Informationen dazu bei, dass Sie die sogenannte „spezielle, auf Sie zugeschnittene“ Werbung sehen.

Glücklicherweise ist es möglich, alle Informationen zu löschen! Hier finden Sie einen Link zu Aufnahmen, die mit dem Mikrofon Ihres Handys gemacht wurden. Falls Sie hier nichts finden sollten, bedeutet dies, dass Sie noch nie „OK, Google“ gesagt haben.

Und hier finden Sie ein vollständiges Dossier, das Google anhand Ihrer Internetrecherche und den von Ihnen besuchten Seiten vorbereitet hat.
https://de.sputniknews.com/panorama/20180113319047272-google-abhoeren-gespraech-aufnahmen/

 Der Spion in meiner Wohnung: Wichtige Fakten zu Alexa, Google Assistant und Co.
#Amazon #Google #Sicherheit #Datenschutz
Artikel von: Barbara Wimmer
11.01.2018, 06:00 Uhr

Amazons Echo und Google Home sind die bekanntesten Vertreter smarter Lautsprecher. So bequem sie sind, so vorsichtig sollten Nutzer allerdings in Bezug auf ihre Daten sein.

Bis zu 56,3 Millionen smarte Lautsprecher Google Home und Amazon Echo sollen laut Marktforscher Canalys 2018 verkauft werden. Mehr als zwölf Millionen davon sollen zu Weihnachten weltweit verschenkt worden sein. Damit werden smarte Lautsprecher, die man per Sprache herumkommandieren kann, zur am stärksten wachsenden Produktkategorie im Bereich „Consumer Electronics“ – nicht zuletzt aufgrund von gut platzierter TV-Werbung und zu Aktionszwecken reduzierten Preisen.
Assistant, Alexa und Co. sind Spione

Während für die einen die neuen Sprachassistenten hauptsächlich mehr Bequemlichkeit ins Wohnzimmer bringen, sind es für Datenschützer hingegen Spione. „Intelligente Sprachassistenten, die ihre Umgebung ständig belauschen, sind aus Sicht des Datenschutzes kritisch zu bewerten“, sagt dazu etwa die deutsche Datenschutzbeauftragte, Andrea Voßhoff.

Amazon Echo wurde im vergangenen Jahr mit dem „Big Brother Award“ ausgezeichnet. „Amazon verfolgt ein gruseliges Firmenziel: Sie möchten an jeder Transaktion, die weltweit gemacht wird, einen Anteil haben.“ Echo sei ein „Spion im Wohnzimmer, der das private Echo in die Cloud übertrage“, lautete die Begründung.
Zahlreiche Mikrofone zeichnen auch aus der Entfernung auf

Doch muss man tatsächlich Angst haben, dass die smarten Lautsprecher-Boxen alles mithören, was man im Wohnzimmer erzählt (bei Alexa sollte definitiv Vorsicht herrschen)? Google Home und Amazon Echo verfügen jeweils über mehrere eingebaute Mikrofone, die ständig im „Standby“-Betrieb sind, bis man die Signalwörter „Alexa“ oder „Ok Google“ sagt, mit denen man die Sprachassistenten „aufweckt“. Die Mikrofone sind dabei so gut, dass sie einen auch dann hören, wenn man sich auf der anderen Seite des Zimmers befindet. Die Geräte reagieren auf das Signalwort und beginnen mit der Aufzeichnung der Spracheingabe.

Damit Alexa und Google passende Antworten geben können, werden die Daten an Server des jeweiligen Unternehmens gesendet – und diese stehen, so die Datenschützer, nicht in Deutschland. Amazon und Google sind beides US-Unternehmen und es ist keineswegs ausgeschlossen, dass die Daten in den USA landen. Dort ist das Datenschutzniveau aber nicht mit dem Europäischen vergleichbar.
Zur Dauer der Datensspeicherung macht Amazon keine Angaben

Unbekannt ist zudem, wie lange die Daten gespeichert werden. In den „Allgemeinen Geschäftsbedingungen“ von Amazon finden sich dazu keine Angaben. Welche Anfragen an den eigenen Lautsprecher gestellt werden, lässt sich in der eigenen Suchhistorie nachvollziehen. Diese ist in der Alexa App zu finden und kann relativ einfach vom eigenen Konto gelöscht werden. Auch bei Google Home lassen sich die getätigten Sprachaufnahmen löschen.
Google erstellt "private Karte" aus Daten

Bei Google Home werden allerdings, um den Lautsprecher auch als Assistant nutzen zu können, von Haus aus sehr viele Daten abgefragt. Man muss dazu die Google-App mit dem Google-Konto verknüpfen und Zugriff auf sämtliche Such- und App-Aktivitäten sowie den Zugriff auf den Standort erlauben. Daraus erstellt Google "eine private Karte mit Infos, wo deine Geräte sich eingeloggt haben". Darüber hinaus müssen Kontakte, Kalender und Sensorinformationen geteilt werden und man muss zustimmen, dass die Sprachaktivitäten aufgezeichnet werden. Ohne diesen vier Berechtigungen funktioniert die Spracheingabe von Google Home nicht.
Smarte Lautsprecher lernen die Gewohnheiten der User

Wer die smarten Lautsprecher nicht nur zum Abspielen von Musik verwenden will, muss also viel von sich preisgeben: Kalendereinträge abrufen, E-Mails vorlesen oder diktieren, Geräte wie Heizung oder Licht steuern oder Einkaufslisten erstellen und bestellen. Bei einer intensiven Nutzung wissen die smarten Lautsprecher daher, wann jemand aufsteht, was für Gewohnheiten, Hobbys und Interessen er hat, und wann er schlafen geht. „Die smarten Lautsprecher können viel über die Nutzer lernen, über ihre Gewohnheiten und ihre Persönlichkeit“, sagt Daniel Nesbitt von Big Brother Watch in Großbritannien.
Geld verdienen durch Analyse der Kundendaten

Die Daten, die gesammelt werden, haben zudem für die jeweiligen Unternehmen einen unheimlich großen Wert. Sie werden wohl auf verschiedene Art und Weise versuchen, diese Informationen zu monetarisieren.

Amazon und Google könnten etwa Geld mit personalisierter Werbung machen, die sie über die Sprachassistenten ausspielen. Wie CNBC berichtet, verhandelt der Online-Händler Amazon bereits mit Anbietern von Markenartikeln aus dem Haushaltsbereich über die Ausspielung von Werbung auf den Echo-Lautsprechern.

Ein weiterer Punkt, der bei der zunehmenden Verbreitung von smarten Lautsprechern und anderen Geräten, die mit digitalen Sprachassistenten sprechen, aus datenschutzrechtlicher Sicht beachtet werden muss: Es werden immer mehr Geräte mit verschiedenen Sprachassistenten verknüpft, die die Daten wiederum auch untereinander austauschen können.
Datenaustausch unter smarten Geräte dank digitaler Assistenten

Amazon und Microsoft haben etwa im Sommer 2017 angekündigt, dass ihre beiden Sprachassistentinnen Alexa und Cortana miteinander sprechen werden. Der Nutzer kann dann also Alexa per Sprachkommando anweisen, Cortana zu öffnen. Auf einem Windows-10-Gerät ist es wiederum möglich, Alexa zu befragen.

Auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas wurden viele Neuheiten mit Alexa oder Google Assistant an Bord vorgestellt, bei denen die digitalen Sprachassistenten künftig integriert sein werden: Fernseher, weitere Lautsprecher anderer Hersteller, Kühlschränke und Öfen, Lichtschalter und Rauchmelder, ein Badezimmerspiegel sowie verschiedene Autos.
Alexa auf nicht Amazon-Geräten

Mit dem „Mobile Accessory Kit“ können Entwickler Alexa auch auf nicht von Amazon hergestellte Geräten bringen. Bei Google wird es mit "Android Things" ein eigenes Betriebssystem geben, mit dem der Assisant auf smarte Geräte kommt. Dies wirft in Folge in der Zukunft weitere Fragen rund um die Datenspeicherung auf.

Als Kunde verliert man hier künftig leicht den Überblick, welcher Sprachassistent welche Daten über einen gespeichert hat. „Für Nutzer ist nicht ausreichend nachvollziehbar, wie, in welchem Umfang und wo die erfassten Informationen verarbeitet werden“, warnt daher die deutsche Datenschützerin Voßhoff.
Hacks haben bereits ungewollte Sprachaufnahmen nachgewiesen

Stellen wir uns also doch Wanzen ins Wohnzimmer? Sowohl Amazon Echo als auch Google Home verfügen jeweils über einen Knopf, mit dem das Mikrofon permanent ausgeschaltet werden kann. Doch genau diese Funktion wurde bereits von Sicherheitsforschern im Jahr 2017 geknackt. Von Amazon war es ein Echo-Modell aus dem Jahr 2016, das betroffen war, bei Google ein Testgerät des Mini. Bei beiden Geräten war die Sprachaufzeichnung jeweils auch erfolgt, ohne dass das Signalwort ausgesprochen und das Mikrofon permanent aktiviert worden war. Dann gab es noch einen Hack mit unhörbaren Sprachbefehlen via Ultraschall.

Google hat sofort ein entsprechendes Update geliefert und bei Amazon war eine physische Veränderung am Gerät notwendig, um die Manipulation anwenden zu können. Das bedeutet: Ein großflächiger Angriff auf die Haushalte ist damit noch nicht möglich beziehungsweise noch nicht bekannt. In Anbetracht der Tatsache, dass es heutzutage auch im Interesse von Staaten liegt, seinen Bürgern auf Verdacht Staatstrojaner unterzujubeln, sollte man sich aber bewusst sein, dass diese Geräte durchaus die Fähigkeit besitzen, zur perfekten Mithörgelegenheit zu werden.
Riskante Bestellfunktion per Sprachbefehl

Angst vor falschen Bestellungen auf Amazon sind ebenfalls durchaus berechtigt, wenn die Echo-Bestellfunktion nicht mit einem PIN geschützt wird. So gab es in den USA etwa den Fall, dass ein Kind irrtümlich mit Alexa ein Puppenhaus bestellt hatte. Ein lokaler TV-Sender hatte darüber berichtet und eine Welle an Puppenhaus-Bestellungen ausgelöst. Hier hilft es, die Echo-Bestellfunktion abzusichern und regelmäßig im Suchverlauf der App seine Daten zu kontrollieren.
Behörden fragen bei Amazon zunehmend Daten an

Ende des Jahres hat Amazon zudem seinen Transparenzbericht veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass im ersten Halbjahr 2017 an das Unternehmen rund 27 Prozent mehr Anfragen gestellt wurden als im den sechs Monaten davor. Insgesamt 1847 Auskunftsersuchen waren es, die Daten von Amazon, darunter auch die der Amazon Web Services (AWS), betrafen.

Ausländische Regierungen forderten insgesamt 75-mal Informationen von Amazon an. Amazon selbst gab an, hier die Daten nur in zwei Fällen herausgerückt zu haben. Eines zeigt die Statistik jedoch deutlich: Je mehr Daten vorhanden sind, desto mehr Begehrlichkeiten von Behörden-Seite gibt es.
Datenschutzfreundliche Alternative von Mozilla

Doch gibt es eigentlich Alternativen zu den smarten Sprachassistenten von Amazon oder Google? Die Mozilla-Stiftung hat Ende 2017 eine frei zugängliche Sprachdatenbank und ein quelloffenes Programm zur Spracherkennung veröffentlicht, die von jedem für eigene Dienste zur Spracherkennung und -steuerung genutzt und weiterentwickelt werden kann. Die Sprachsammlung enthält derzeit rund 400.000 Aufnahmen von 200.000 Menschen. Das entspricht zirka 500 Stunden an Sprachaufnahmen.

Das Projekt stellt derzeit die wichtigste, datenschutzfreundliche Alternative zu den digitalen Sprachassistenten der Internet-Riesen dar und funktioniert auch ohne ständige Internetverbindung. Die Sprachdaten stehen nicht nur Entwicklern zur Verfügung, auch Mozilla will sie selbst in ihren Produkten einsetzen, etwa auch im Firefox-Browser.

Damit die Datenbank weiter wächst, können Nutzer per Smartphone oder Browser entsprechende Soundschnipsel beitragen. Derzeit gibt es das Projekt nur auf Englisch, doch die Ausweitung auf weitere Sprachen ist geplant. Es liegt nun an den Nutzern und Entwicklern, wie diese datenschutzfreundliche Alternative angenommen wird.
https://www.futurezone.de/netzpolitik/article213071959/Der-Spion-in-meiner-Wohnung-Wichtige-Fakten-zu-Alexa-Google-Assistant-und-Co.html
« Letzte Änderung: 13. Mär. 2018 - 11:34:46 von Hans »
"Vertrauen Sie denen, die nach der Wahrheit suchen, und mißtrauen Sie
denen, die sie gefunden haben."
(André Gide)