Massenmanipulation, Propaganda und Gehirnwäsche

Begonnen von Hans, September 26, 2011, 19:54:52

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Hans

Auf der Suche nach Kriegsverbrechern

Sie sind näher als man denkt

Philip Giraldi

 

Die Vereinigten Staaten von Amerika bestehen nun darauf, dass der russische Präsident Wladimir Putin wegen der in der Ukraine begangenen "Kriegsverbrechen" vor Gericht gestellt werden soll. Da Putin immer noch darauf besteht, am bevorstehenden G20-Gipfel im November auf der indonesischen Insel Bali teilzunehmen, wäre dies eine gute Gelegenheit, ihn von US-Marshalls von der Bühne holen zu lassen und ihn in ein Bundesgericht in Virginia zu bringen, damit der Gerechtigkeit Genüge getan wird. Oder zumindest eine Form von Gerechtigkeit, da die Vereinigten Staaten keine tatsächliche Zuständigkeit für die Orte haben, an denen Putins angebliche Verbrechen stattgefunden haben könnten, und es unmöglich sein wird, zu beweisen, dass er tatsächlich jemanden angewiesen hat, so genannte "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" auszuführen. Wir werden sehen, wie das alles ausgeht.

In der Tat gibt es keinen anderen Begriff, der in letzter Zeit mehr missverstanden und allgemein missbraucht wurde als "Kriegsverbrechen" oder "Kriegsverbrecher". Er gehört zu einer Reihe anderer Bezeichnungen, darunter "Massenvernichtungswaffen" und "Verbrechen gegen die Menschlichkeit", die verwendet werden, um anzuzeigen, dass ein Gegner eine rote Linie überschritten hat und so verwerflich ist, dass alles, was man ihm entweder während der eigentlichen Kampfhandlungen oder danach antut, völlig akzeptabel ist. Schon in der griechischen und römischen Antike war man sich darüber im Klaren, dass selbst in Kriegszeiten bestimmte Handlungen inakzeptabel sind, doch die versuchte Definition und Kodifizierung des Begriffs "Kriegsverbrechen" ist weitgehend eine Erfindung des 20. Jahrhunderts, die dazu dient, die Verlierer nach Beendigung der Kampfhandlungen zusätzlich zu bestrafen. Der Vertrag von Versailles, der den Ersten Weltkrieg beendete, bestrafte Deutschland weit über das hinaus, was die meisten als angemessen ansehen würden, vor allem weil die Siegermächte dies ohne Konsequenzen tun konnten, bis der nächste Krieg begann. Auch die miteinander verknüpften Begriffe Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit sind größtenteils aus den Nürnberger Prozessen nach dem Zweiten Weltkrieg hervorgegangen, bei denen die juristischen Argumente um das deutsche Verhalten und nicht um das der Alliierten kreisten.

Der Zweite Weltkrieg war zweifellos von Gräueltaten verschiedener Art auf beiden Seiten geprägt, aber die gezielten anglo-amerikanischen Bombenangriffe auf deutsche Städte müssen als besonders unverhältnismäßig angesehen werden. Bei der Bombardierung Hamburgs 1943 starben 42.000 Menschen, überwiegend Zivilisten, und die Bombardierung Dresdens 1945, als Deutschland kurz vor der Niederlage stand, war insofern bemerkenswert, als die Stadt kein militärisches Ziel darstellte und voller Flüchtlinge aus dem Osten war. Mindestens 200.000 Zivilisten starben. Der Richter Andrew Napolitano hat behauptet, dass das größte Kriegsverbrechen der Geschichte, wenn man von unnötigem menschlichen Leid ausgeht, die Atombombenabwürfe von Präsident Harry Truman auf Hiroshima und Nagasaki waren, bei denen mit ziemlicher Sicherheit mehr als 200.000 Menschen, zumeist Zivilisten, getötet wurden, als Japan sich auf die Kapitulation vorbereitete. Da Truman auf der Seite stand, die den Krieg gewonnen hatte, und den Prozess der Strafverfolgung kontrollierte, gab es keine rechtlichen Konsequenzen oder Strafen für seine Entscheidung, obwohl Kritiker nach 1945 manchmal den ersten Einsatz von Atomwaffen angeprangert haben.

Wenn die unnötige Tötung von Zivilisten die Standarddefinition eines Kriegsverbrechens ist, dann sind die letzten fünf amerikanischen Präsidenten Kriegsverbrecher gewesen. Mit anderen Worten: Historisch gesehen hängt die Anschuldigung von Kriegsverbrechen, die rechtlich keine wirkliche Bedeutung hat und sowohl unendlich dehnbar als auch auslegungsfähig ist, oft davon ab, auf welcher Seite des Zauns man steht, wenn der Krieg endet. Und es wird noch komplizierter, wenn man die Politik dessen bedenkt, was manchmal als regelbasierte internationale Ordnung bezeichnet wird, die theoretisch aus der Asche des Zweiten Weltkriegs entstanden ist. Die neue Weltordnung war von Anfang an US-zentriert, mit den Vereinten Nationen (UN) in New York City, der Weltbank in Washington und dem Dollar als Weltreservewährung. Bei den Vereinten Nationen wurde die Vorrangstellung der USA durch die Schaffung eines Sicherheitsrats gestärkt, der allein die Befugnis hat, militärische Maßnahmen gegen einen Schurkenstaat zu genehmigen. Der Sicherheitsrat hatte fünf ständige Mitglieder, von denen jedes mit einem Veto ausgestattet war, was bedeutete, dass keine wirksamen Maßnahmen gegen sie ergriffen werden konnten, egal was sie getan hatten. Und so kam es, dass die USA sowie China, Russland, Großbritannien und Frankreich praktisch immun gegen die Ermächtigung zu militärischen Maßnahmen durch die Vereinten Nationen sind.

Von besonderem Interesse ist, dass der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag eingerichtet wurde, um sich mit "Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit" zu befassen, die ansonsten ignoriert wurden. Weder die USA noch die Russen oder die Israelis erkennen die Autorität des Gerichtshofs an, und die USA haben erklärt, dass keinem Ermittler des IStGH die Einreise in die Vereinigten Staaten gestattet wird. Vor diesem Hintergrund lässt sich beobachten, wie sich die ganze Farce der Ahndung von Kriegsverbrechen und anderen Verstößen gegen die neue Weltordnung in der Praxis abgespielt hat.

Gegenwärtig führen die USA und ihre Verbündeten einen Wirtschaftskrieg gegen Russland, ohne dass eine eigentliche Kriegserklärung vorliegt, und verhängen eine Lawine von Sanktionen sowie völlig illegale Beschlagnahmungen des Eigentums russischer Bürger. Sie hindern Moskau auch daran, die internationalen Währungsabkommen und -systeme zu nutzen, zu denen es bisher Zugang hatte. Die erklärte Absicht besteht eindeutig darin, die russische Wirtschaft zu zerstören, da Russland von der US-Regierung beschuldigt wird, bei seinem Einmarsch in die Ukraine Kriegsverbrechen begangen zu haben, wie es heißt. Wladimir Putin wiederum argumentiert, dass die offensichtliche Absicht der Ukraine, der NATO beizutreten, die ein gegen Russland gerichtetes feindliches Militärbündnis ist, eine direkte Bedrohung für sein Land darstellt und sich bereits in Militäraktionen gegen abtrünnige Teile der Ukraine manifestiert, die größtenteils von russischsprachigen und ethnisch russischen Gruppen bewohnt werden.

Es gibt noch weitere Themen, aber das sind die wichtigsten. Es sei auch darauf hingewiesen, dass diese Fragen vor dem Ausbruch der Kämpfe zumindest einigermaßen verhandelbar waren, was Putin auch versuchte, aber Joe Biden und die NATO waren nicht daran interessiert. Letztlich geht es bei diesem Krieg aus der Sicht eines Dritten also darum, ein vitales russisches Interesse gegen ein Interesse auszuspielen, das für die NATO und die USA im Grunde genommen überhaupt kein echtes Interesse darstellt, abgesehen davon, den russischen Bären auf die Palme zu bringen und seine Regierung abzusetzen, um eine Änderung der internationalen Ordnung zu verhindern.

Da die objektive Realität in der Außenpolitik der Vereinigten Staaten keinen Platz hat, ist es interessant zu sehen, wie die USA sich selbst sehen und wie sie andere Länder betrachten, die das tun, was Russland tut oder noch schlimmer. Was ihre eigene Selbstwahrnehmung betrifft, so glauben Amerikas so genannte Führer, dass ihre globale Führungsrolle von Rechts wegen besteht und sie aufgrund einer Eigenschaft, die als "amerikanischer Exzeptionalismus" bezeichnet wird, nichts falsch machen können. Dabei handelt es sich natürlich um ein mythisches Attribut, das geschaffen wurde, um den Vereinigten Staaten zu ermöglichen, mit Massenmord und Regimewechsel ohne jegliche Konsequenzen davonzukommen.

Ein Hauptnutznießer amerikanischer finanzieller und politischer Großzügigkeit ist natürlich Israel, das nicht nur aus von Jahwe "auserwählten" Menschen besteht, sondern auch aus den Medien, dem Senat, dem Repräsentantenhaus und dem Weißen Haus der Vereinigten Staaten. Ein Vergleich zwischen dem, was Russland tut und von Washington verurteilt wird, und dem, was sich die USA und Israel erlauben konnten, könnte als angebracht angesehen werden.

Russland ist in die Ukraine einmarschiert, nachdem es monatelang davor gewarnt hatte, dass der Status quo in Bezug auf die nationale Sicherheit unhaltbar sei, was vor allem auf die absichtlich fruchtlosen Verhandlungen mit den blockierenden Vertretern der USA und der NATO zurückzuführen ist. Israel, das weithin als Apartheidstaat anerkannt ist, bombardiert derzeit fast täglich Syrien, unbemerkt von den US-Medien und der Regierung Biden. In der Vergangenheit hat Israel alle seine Nachbarn angegriffen, einschließlich des berühmten Sieben-Tage-Krieges im Juni 1967, der ein Überraschungsangriff auf Ägypten, Syrien und Jordanien war. Im Anschluss an diesen Krieg besetzte Israel fast das gesamte frühere Palästina. Es hat auch die zu Syrien gehörenden Golanhöhen beschlagnahmt und vor kurzem die Zustimmung Washingtons erhalten, das arabische Ost-Jerusalem illegal als Teil Israels zu annektieren und die gesamte Stadt zur Hauptstadt Israels zu machen. Auch die Golanhöhen wurden vor kurzem mit Washingtons Zustimmung annektiert, und im Westjordanland leben heute 700.000 schwer bewaffnete und gewalttätige jüdische Siedler in 261 Siedlungen auf gestohlenem palästinensischem Land.

Und was haben die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten getan, um Israel davon abzubringen? Nun, nichts. Eine Regel für Israel und die USA und ein ganz anderes, von Washington diktiertes "regelbasiertes" System für alle anderen, vor allem wenn man Russe ist. Je kriegerischer sich Israel verhält, desto mehr bekommt es in Form von US-Steuergeldern und Waffen made in USA. Israel ist in letzter Zeit auch ein beliebtes Ziel für reisende Kongressabgeordnete, weil es ein Wahljahr ist und jüdische Spender heiß umworben werden. Kürzlich flog eine große Gruppe von Demokraten mit dem Privatjet von Miriam Adelson ab, kurz bevor der ehemalige Vizepräsident Mike Pence in Tel Aviv eintraf, um den Ring von Premierminister Naftali Bennett zu küssen und auch etwas Zeit mit Benjamin Netanjahu zu verbringen.

Ironischerweise überhäufte der Kongress Israel mit Geschenken, die über die Milliarden Dollar an "Hilfe" hinausgingen, die der reiche jüdische Staat bereits erhält, während Joe Biden an den Schrauben gegen Russland drehte. Alison Weir von IfAmericansKnew ("WennDasDieAmerikanerWüssten") hat das kürzlich unterzeichnete, großzügig beladene Ausgabengesetz der Bundesregierung für das Jahr 2022 untersucht und zahlreiche Einzelposten identifiziert, in denen Gelder direkt an Israel oder zur Unterstützung von Zwecken fließen, die Israel in irgendeiner Weise zugute kommen. Sie schätzt, dass Israels Wirtschaft, die in der Lage ist, sowohl die kostenlose medizinische Versorgung als auch die Hochschulbildung zu unterstützen, jetzt in der Größenordnung von 22 Millionen Dollar pro Tag vom amerikanischen Steuerzahler profitiert, also insgesamt 8 Milliarden Dollar pro Jahr, und die Zahl könnte sogar noch viel höher sein. Und es gibt noch andere Einnahmequellen, die indirekt vom US-Finanzministerium finanziert werden, insbesondere die Möglichkeit für israelisch orientierte Wohltätigkeitsorganisationen, steuerfreie Gelder an israelische Stiftungen und Gruppen zu spenden. Viele der "Wohltätigkeitsorganisationen" sind im Grunde genommen betrügerisch und finanzieren die illegalen Siedlungen, den inländischen Terrorismus und andere antipalästinensische Aktivitäten. Einige jüdische Gruppen und milliardenschwere Spender nutzen jeden Trick, damit die US-Dollars weiter nach Israel fließen, während sich niemand von Bedeutung in der Bundesregierung über die Doppelmoral beschwert, wenn man Israel mit Russland vergleicht. Und die von den Zionisten kontrollierten Medien sind völlig still.

Die Heuchelei, die die Außenpolitik der Vereinigten Staaten durchdringt, ist schwer zu übersehen, aber Washington hat seine Finanzinstrumente erfolgreich manipuliert, um seine verbliebenen Freunde und Verbündeten bei der Stange zu halten. Ob das den unvermeidlichen Widerstand Russlands, Chinas und einer Reihe bündnisfreier Staaten überleben wird, bleibt abzuwarten. Zumindest scheint die 1991 aufgebrochene Gleichschaltung des Kalten Krieges, die im Zusammenhang mit der Ukraine-Frage wieder Gestalt anzunehmen scheint, ihr Verfallsdatum überschritten zu haben. Die Ukraine könnte in der Tat der russischen Wirtschaft schweren Schaden zufügen, aber es erscheint plausibel, dass sie auch das längst überfällige Ende der amerikanischen Hegemonialphantasien und der NATO mit sich bringen wird.
http://antikrieg.com/aktuell/2022_04_12_aufdersuche.htm
"Vertrauen Sie denen, die nach der Wahrheit suchen, und mißtrauen Sie
denen, die sie gefunden haben."
(André Gide)

Hans

Freiheit ist Tyrannei: Robert Reich geht in seiner Anti-Freiheits-Tirade ganz ins Orwellsche

Jonathan Turley

 

Vor kurzem berichteten wir über das Treffen demokratischer Politiker und Medienvertreter an der Universität von Chicago, bei dem darüber diskutiert wurde, wie man Nachrichten besser gestalten, "Desinformation" bekämpfen und Menschen mit konservativen Ansichten umerziehen kann. Die politische und mediale Elite tauschte Ideen aus, wie man die Zensur ausweiten und kontrollieren kann, was die Menschen in den Nachrichten lesen oder sehen. Dieselben Persönlichkeiten sind nun beunruhigt, dass Elon Musk mehr Einfluss auf Twitter erlangen könnte und die Meinungsfreiheit auf der Website wiederherstellen könnte. Der jüngste Vertreter ist der ehemalige Arbeitsminister unter Präsident Clinton, Robert Reich, der im Guardian eine vollkommen orwellsche Kolumne mit dem Titel "Elon Musks Vision für das Internet ist gefährlicher Unsinn" schrieb. Die Kolumne bietet jedoch einen Einblick in die Mentalität gegen freie Meinungsäußerung, die die Demokratische Partei und die Mainstream-Medien erfasst hat.

Musk ist ein Verfechter der freien Meinungsäußerung im Internet. Wie einige von uns ist er ein Internet-Originalist. Das macht ihn zu einer existenziellen Bedrohung für diejenigen, die seit langem "Desinformation" als Vorwand benutzen, um abweichende Meinungen in den Medien und in den sozialen Medien zum Schweigen zu bringen.

Twitter hat sich von der Verweigerung der Einflussnahme auf die Meinungsbildung im Internet zur Übernahme dieser Funktion entwickelt. Nachdem der alte Twitter-CEO Jack Dorsey für seine massiven Zensurbemühungen kritisiert wurde, ersetzte Twitter ihn durch CEO Parag Agrawal, der sich abschreckend gegen die freie Meinungsäußerung ausgesprochen hat. In einem Interview mit dem Chefredakteur der Technology Review, Gideon Lichfield, wurde er gefragt, wie Twitter seine Bemühungen zur Bekämpfung von Fehlinformationen mit dem "Schutz der freien Meinungsäußerung als Kernwert" und der Achtung des ersten Verfassungszusatzes in Einklang bringen würde. Agrawal antwortete:

"Unsere Rolle ist es nicht, an den ersten Verfassungszusatz gebunden zu sein, aber unsere Rolle ist es, einer gesunden öffentlichen Konversation zu dienen, und unsere Schritte spiegeln die Dinge wider, von denen wir glauben, dass sie zu einer gesünderen öffentlichen Konversation führen. Wir konzentrieren uns dabei weniger auf die Redefreiheit, sondern darauf, wie sich die Zeiten geändert haben.

Eine der Veränderungen, die wir heute beobachten, ist, dass es im Internet einfach ist, sich zu äußern. Die meisten Menschen können sich äußern. Unsere Rolle wird besonders dadurch betont, wer gehört werden kann. Das knappe Gut von heute ist Aufmerksamkeit. Es gibt eine Menge an Inhalten. Es gibt eine Menge Tweets, von denen nicht alle Aufmerksamkeit bekommen, aber eine Teilmenge davon. Er fügte hinzu, dass Twitter sich "darauf zubewegt, wie wir Inhalte empfehlen und ... wie wir die Aufmerksamkeit der Leute lenken, führt zu einer gesunden öffentlichen Konversation, die sehr partizipativ ist."

Reich legt diese Agenda in seiner Kolumne offen, während er die Befürworter der freien Meinungsäußerung als kleinliche Tyrannen verurteilt, die die Menschen durch Freiheit unterdrücken.

Reich erklärt, dass es nicht um Freiheit, sondern um Tyrannei geht. Mehr Meinungsfreiheit bedeutet weniger Freiheit. Das ist die Art von Argumenten, die in China und anderen autoritären Staaten - und bei einer wachsenden Zahl amerikanischer Akademiker und Schriftsteller - üblich ist. In der Tat erinnert seine Kolumne an die Professoren, die die Übernahme des chinesischen Modells zur Zensur von Meinungen im Internet gefordert haben.

In einem in der Zeitschrift The Atlantic veröffentlichten Artikel des Harvard-Rechtsprofessors Jack Goldsmith und des Rechtsprofessors der University of Arizona, Andrew Keane, forderte Woods eine Zensur des Internets nach chinesischem Vorbild und stellte fest, dass "in der großen Debatte der letzten zwei Jahrzehnte über die Freiheit gegenüber der Kontrolle des Netzes China weitgehend Recht hatte und die Vereinigten Staaten weitgehend Unrecht".

Reich rät den Menschen, sich nicht von der Redefreiheit verführen zu lassen: "Musk sagt, er wolle das Internet 'befreien'. Aber was er wirklich vorhat, ist, es noch weniger rechenschaftspflichtig zu machen, als es jetzt schon ist." Was Reich als "Rechenschaftspflicht" bezeichnet, ist die Rechenschaftspflicht gegenüber Personen wie ihm selbst, die Ansichten und Schriften herausfiltern können, die als schädlich für die Leser angesehen werden.

Reich wird dann ganz orwellsch: "Musk setzt sich für die Redefreiheit ein, aber in Wirklichkeit geht es nur um Macht. Macht hat Musk dazu gebracht, Twitter-Aktien im Wert von 2,64 Milliarden Dollar zu kaufen, was ihn zum größten Einzelaktionär macht."

Reich besteht darauf, dass die Zensur von Meinungen wie der des ehemaligen Präsidenten Donald Trump "notwendig ist, um die amerikanische Demokratie zu schützen." Verstehen Sie das? Weniger Freiheit ist mehr Freiheit.

Die Kolumne wird immer bizarrer, wenn Reich die Tatsache, dass Musk weiterhin verbotene Gedanken äußert, als Beweis dafür anführt, dass er eine Bedrohung darstellt:

"Milliardäre wie Musk haben immer wieder gezeigt, dass sie sich über dem Gesetz sehen. Und zu einem großen Teil sind sie das auch. Musk verfügt über so viel Reichtum, dass gesetzliche Strafen nicht mehr als ein Klaps auf die Hand sind, und über so viel Macht, dass er einen der wichtigsten Wege, auf denen die Öffentlichkeit heute Nachrichten erhält, kontrollieren kann. Überlegen Sie mal: Nachdem Musk jahrelang Tweets unter Umgehung des Gesetzes gepostet hat, bekam er einen Sitz im Vorstand von Twitter (und verhandelt jetzt wahrscheinlich um noch mehr Einfluss)."

Reich spricht dann seine erschreckende Warnung aus: "Das ist der Traum von Musk. Und der von Trump. Und Putins. Und der Traum eines jeden Diktators, Machthabers, Demagogen und modernen Raubritters auf der Erde. Für den Rest von uns wäre es ein schöner neuer Albtraum."

Dieser Alptraum ist natürlich die Redefreiheit. Es ist ein Alptraum, wenn Leute wie Reich und die Teilnehmer der "Desinformationskonferenz" die Kontrolle über die Medien und die sozialen Medien verlieren.

Stellen Sie sich eine Website vor, auf der sich die Menschen weitgehend frei und ohne Kontrolle oder Genehmigung äußern können. Was für ein Albtraum.
http://antikrieg.com/aktuell/2022_04_16_freiheitisttyrannei.htm
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Hans


Drei Monate vor dem Erscheinen von Covid, vergab das Verteidigungsministerium der Ukraine einen speziellen ,,Covid-19-Forschungsauftrag".
Am 12. November 2019, mehr als einen Monat vor dem Auftreten des ersten ,,Falles" des Wuhan-Coronavirus (Covid-19) im kommunistischen China, erhielt ein Unternehmen namens Labyrinth Global Health Inc. einen lukrativen Auftrag des US-Verteidigungsministeriums (DoD) zur Durchführung von ,,Covid-19-Forschung".

Zu diesem Zeitpunkt wusste noch niemand, was Covid-19 war, da es diesen offiziellen Namen erst in drei Monaten erhalten würde. Das Verteidigungsministerium wusste jedoch davon und gab amerikanische Steuergelder aus, um ,,Forschung" daran zu betreiben.

Ein weiterer kleiner Leckerbissen ist, dass diese Covid-19-Forschung in der Ukraine stattfinden sollte, die derzeit im Mittelpunkt einer weltweiten Medienhysterie über die jüngste russische Invasion steht.

Wie sich herausstellte, war der Vertrag des Verteidigungsministeriums mit Labyrinth Teil eines viel größeren Vertrags über ein ,,Programm zur Reduzierung biologischer Bedrohungen in der Ukraine", was ein neues Licht auf die Situation wirft.

Ein weiterer Partner in all dem war niemand anderes als Peter Daszaks EcoHealth Alliance sowie Ernest Wolfes Metabiota. Beide Unternehmen waren an diesem Biowaffenprogramm beteiligt, das noch immer täglich aufgedeckt wird.

Die amerikanische Regierung ist voll von Parasiten des tiefen Staates, die Ihre Steuergelder für globale Biowaffenprogramme ausgeben

Laut der ,,USA Spending"-Website der US-Regierung, die Informationen über die Bundesausgaben aufzeichnet, hat der amerikanische Tiefenstaat im Rahmen seiner ,,Antwort auf Covid-19" bereits unglaubliche 3,63 Billionen Dollar ausgegeben (Stand: 12. April 2021).

Seitdem hat die US-Regierung sicherlich noch mehr ausgegeben, da diese endlose Geldgrube der ,,Virenbekämpfung" epische Kosten erreicht hat, die fast unvorstellbar sind – eine Billion ist eine Menge, wie sich herausstellt.

Auf der Website USA Spending gibt es auch eine Funktion ,,Awards Search", die zeigt, dass das Verteidigungsministerium einen weiteren Auftrag an ein Unternehmen namens Black & Veatch Special Projects Corp. vergeben hat, das sich selbst als ,,globales Ingenieur-, Beschaffungs-, Beratungs- und Bauunternehmen mit Schwerpunkt Infrastrukturentwicklung" bezeichnet.

Dieser Vertrag wurde Jahre zuvor, am 20. September 2012, abgeschlossen und wird auf der Website als Auftrag für ,,professionelle, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen" beschrieben.

,,Das ist natürlich sehr vage und höchstwahrscheinlich von geringem Interesse für jeden, der zufällig darüber stolpert", berichtet das Daily Exposé (Großbritannien). ,,Aber in den Details steckt etwas, das für jedermann von Interesse sein sollte.

Die ,,Award History" für den Vertrag enthält eine Registerkarte für ,,Sub-Awards", in der die Empfänger, das Datum der Maßnahme, der Betrag und eine sehr kurze Beschreibung für 115 Sub-Award-Transaktionen aufgeführt sind. Die meisten Untervergaben sind sehr banal und betreffen Dinge wie ,Laborausrüstung für Kiew' oder ,Büromöbel für Kiew'."

,,Aber es gibt einen Sub-Award, der aus dem Rest heraussticht, und der wurde an Labyrinth Global Health INC für ,SME Manuscript Documentation and COVID-19 Research' vergeben."

In diesem Abschnitt wird vollständig enthüllt, dass der US-Staat lange vor dem Rest der Welt von Covid wusste und Geld an Unternehmen schickte, die in der Ukraine daran ,,forschten".

Zwischen 21,7 und 116,6 Millionen Dollar wurden ausgegeben, damit Black & Veatch dieses ,,Programm zur Verringerung der biologischen Bedrohung in der Ukraine" leitet, obwohl der erklärte Zweck des Unternehmens nichts mit solchen Dingen zu tun hat.

Auch Labyrinth ist für derartige Angelegenheiten ungeeignet, da es sich nach eigenen Angaben um ein ,,von Frauen geführtes Kleinunternehmen mit fundiertem Fachwissen und einer nachgewiesenen Erfolgsbilanz bei der Unterstützung von Initiativen zur Förderung des wissenschaftlichen und medizinischen Fortschritts" handelt.

Einen tieferen Einblick in dieses Thema bietet das Exposé. Hier in Englisch und hier in Deutsch übersetzt.
https://uncutnews.ch/drei-monate-vor-dem-erscheinen-von-covid-vergab-das-verteidigungsministerium-der-ukraine-einen-speziellen-covid-19-forschungsauftrag/
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McTagesschau-Burger, blaugelb verpackt
22. April 2022 um 15:21 Ein Artikel von Friedhelm Klinkhammer & Volker Bräutigam

Das Info-Fastfood mit US-Kriegswürze schmeckt, wie wenn man die Zunge zum Fenster raushängt. Die ARD-Tagesschau hat die meisten Zuschauer. McDonald's hat die meisten Besucher. Das Erfolgsrezept: Fastfood. Es macht denkfaul, fett und satt. Ist allerdings gesundheitsschädlich, mental und physisch. Besonders der aktuelle McTagesschau-Billigburger, die antirussische Kriegshetze in blau-gelber Verpackung, ist zum Speien. Das Angebot füllt aber seit Wochen gut die Hälfte der gesamten Sendezeit. Als Nachspeise folgt ein ,,ARD-Brennpunkt" dem anderen, der mediale Druck/Dreck will nur das Eine: Deutschland soll sich noch mehr als bisher für die Ukraine verausgaben. ,,Schwere Waffen her", bölken Baerbock, Habeck & Co., ,,Panzer und Artillerie!". Im verbalen Vabanque spielt die Bundesregierung ganz vorne. Zwangsläufig sinkt die Reizschwelle für einen atomaren russischen Gegenschlag. Und die Anglo-Amis freuen sich über ihre dummen Deutschen, die bereit sind, ihr Land zum Schlachtfeld machen zu lassen. Mehr noch als die Polen – und das will was heißen. Von Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam.

Die Sprüche der Ausfallerscheinungen in Regierungsfunktion kritiklos weiterzureichen, ist eine der journalistischen Glanzleistungen. Baerbock toppt, allwissend wie immer: ,,Die Ukraine braucht ... schwere Waffen. Jetzt ist keine Zeit für Ausreden ..." Die Tagesschau legt nach: ,,Lieferung schwerer Waffen: Union erhöht Druck auf Scholz". Die ARD-aktuell erkennt nicht ihre Mitschuld an dem kollektiven Hirnriss, der Waffenlieferungen an Kriegsparteien für vernünftig hält. In der kriegsgeilen Kakophonie drohen die Stimmen der Vernunft unterzugehen. Albrecht Müller, vormals Leiter des Planungsstabes in Willy Brandts Kanzleramt: ,,Sind wir denn alle verrückt geworden?!"

Das sind wir wohl. ,,Solidarität mit der Ukraine", die Friedensparole der NATO, ist zum russophoben Dogma geworden. Die Nachrichtensendungen der Tagesschau sind voll von ukrainischem Heldenmut und ,,russischen Kriegsverbrechen". Die Hatz auf Präsident Putin und alles, was ,,prorussisch" erscheint, überschreitet alle professionellen Regeln des Journalismus und jeden persönlichen Anstand.

Der Qualitätsjournalismus zeigt ein Muster, das die Bundeszentrale für politische Bildung so beschreibt:

    ,,In Verbindung mit dem Krieg machen Politiker, Militärs (und Massenmedien) von Propaganda Gebrauch, um zum Beispiel die eigene Bevölkerung von einem Krieg zu überzeugen. Sie betonen die Notwendigkeit des Krieges (vernichtenswerte Feinde, Sicherheit der eigenen Bevölkerung, Absetzung eines brutalen Regimes etc.) und blenden alle anderen Aspekte aus (eigene Macht- und Wirtschaftsinteressen, ausgelöstes Kriegsleid, Kriegsverbrechen der eigenen Soldaten etc.)."

Füglich ist ,,der Russe" an allem schuld. Nur er. Ohne Beweisführung, ohne halbwegs logische Argumentation oder Beanspruchung eines faktensicheren Kurzzeitgedächtnisses. Nachdenken würde eh bloß anstrengen.

Der Wunschkrieg

Was waren denn Putins Forderungen? Er wollte verlässliche Sicherheitsgarantien für sein Land. Die USA verweigerten sie ihm. Er wollte die Zusage, dass die Ukraine nicht NATO-Mitglied wird und der Westen sie nicht weiter zum Aufmarschgebiet gegen Russland ausbaut (u.a. mittels Raketen-Abschussbasen). Die USA und ihre NATO-Heloten wiesen das zurück. Putin forderte, den Krieg und die täglichen Terrorschläge Kiews gegen die ethnisch russische Bevölkerung der Südost-Ukraine endlich einzustellen. Die USA und ihre Vasallen ließen auch darüber nicht mit sich reden.

Der US-Weltherrscher wollte diesen Krieg. Washingtons Drohpotential, seine militärischen und seine wirtschaftlichen Provokationen garantieren ja das US-Imperium und den Gehorsam Westeuropas. Zugleich stützen sie den räuberischen Anspruch auf den euroasiatischen Rohstoffreichtum und die Blockade des chinesischen Projekts ,,Neue Seidenstraße".

Den wirklichen Kriegshintergrund verzerrt der deutsche Medienspiegel, sei es aus Absicht oder aus Ignoranz. Überblendet wird sein Trugbild mit geschönten Darstellungen unserer selbstgerechten politischen Klasse: ,,Wir" sind im Ukraine-Krieg, ,,wir", die Guten. Kein Zweifel ist erlaubt. Niemand soll/darf klarstellen, dass das Engagement der ungezählten tatsächlich Wohlmeinenden, ihre Spenden- und Hilfsbereitschaft, ihr Mitleid mit der vom Krieg so entsetzlich heimgesuchten ukrainischen Zivilbevölkerung (Bucha, Mariupol), von unseren regierenden Zynikern schwer missbraucht wird. Die tun nur so, als seien sie tatsächlich daran interessiert, das grauenhafte Leid in der Ukraine zu mildern. Betrachtet man die Effekte ihrer Politik und auch deren Nutznießer, dann zeigt sich ein gänzlich anderes Bild, über das weder ARD-aktuell noch der übrige Mainstream berichten.

Präsident Selenskyj wird als Lichtgestalt im Kampf für Freiheit und Demokratie der Ukraine dargestellt. Kaum eine Tagesschau-Sendung ohne ihn in Olivgrün und mit großmäuligen Sprüchen über seine Bereitschaft zum Widerstand bis zur letzten Patrone. Dass sein Regime wegen beträchtlicher militärischer Verluste – nach (allerdings nicht überprüfbaren) russischen Angaben sind bereits mehr als 20 000 ukrainische Soldaten gefallen – allen Männern zwischen 18 und 60 Jahren die Ausreise verbot und sie damit von ihren fluchtwilligen Frauen und Kindern trennte, fand keinen Platz in unseren TV-Nachrichten. Wohl aber die Behauptung des im Lügen und Aufschneiden geübten Selenskyj, in den ersten 50 Kampftagen seien lediglich 3000 ukrainische Gefallene zu beklagen gewesen.

Zumindest in seiner ersten Phase zeigte der russische Angriff eine vollkommen neue Form der Kriegsführung. Sie verschont weitgehend die Zivilbevölkerung. Entgegen den Behauptungen der ARD-aktuell konzentrierten sich die Angriffe auf die militärische und die militärisch genutzte Infrastruktur der Ukraine. (Anmerkung: Im Unterschied dazu hatte die ukrainische Armee gezielt die Wohngebiete in den russlandfreundlichen Republiken Donezk und Lugansk mit Artillerie und Raketen beschossen, weil sich die Bevölkerung den Maidan-Putschisten nicht unterwerfen wollte. Diese Massaker waren der Tagesschau keine Nachrichtenserie wert gewesen). Die UNO registrierte bis zum 20. April 3 455 getötete Zivilisten. Zum Vergleich: Beim rund 50 Tage dauernden Angriff auf den Irak anno 2003 brachte das US-Militär in den ersten 50 Tagen nicht nur rund 60 000 irakische Soldaten um, sondern massakrierte mit rücksichtslosen Flächenbombardements gleich zum Auftakt auch mehr als 10 000 Zivilisten.

Informations-Defizit

Die russische Armee hat bisher hauptsächlich Waffen- und Munitionsdepots, Gefechtsstände, Raffinerien, Rüstungsbetriebe und Nachschubwege angegriffen. Nach ukrainischen Angaben ist bereits ein Drittel der gesamten Infrastruktur des Landes beschädigt oder zerstört, darunter zwei Drittel aller Tankstellen. Die Schäden beliefen sich auf rund 100 Milliarden Dollar. Es bleibt bei dieser Art Kriegsführung zwar die Zahl der zivilen Toten und Verwundeten begrenzt, aber die materielle Zerstörung könnte die Ukraine ohne einen baldigen Friedensvertrag ,,unbewohnbar" machen und zur Abwanderung eines erheblichen Teils der 40 Millionen Ukrainer Richtung Westeuropa führen. Mit enormer wirtschaftlicher Belastung der aufnehmenden Länder.

Nach russischen Angaben wurden bisher (Stand 19. April) 139 Flugzeuge, 483 Drohnen, 250 Flugabwehr-Raketensysteme, 2.326 Panzer (95 Prozent des Gesamtbestandes) und andere gepanzerte Kampffahrzeuge zerstört, ein Volumen, das auch mit möglichen Waffenlieferungen aus dem Westen nicht ausgeglichen werden kann.

Das alles erfahren Tagesschau-Konsumenten jedoch nicht. So bleibt ihnen verschlossen – falls sie sich nicht noch anderweitig umsehen, was systematisch per Zensur erschwert wird – dass den politisch Verantwortlichen im Westen die Opfer und Verluste der Ukraine damals wie heute und entgegen allen Beteuerungen gleichgültig sind. Der ständige Ruf nach immer mehr Waffenlieferungen mag als Beleg dafür dienen.

Bisher wurde als Tabu und politische Amoral empfunden, Waffen in Krisengebiete zu liefern. Heute fordern die Vertreter der ,,politischen Mitte" (Schwarz-Rot-Grün-Gelb) völlig hemmungslos umfangreiche Waffengeschenke an die Ukraine. Die Kriegstreiber drehen den Spieß um: Wer Waffenlieferungen ablehnt, dem werden Kaltherzigkeit und mangelnde Hilfsbereitschaft unterstellt.

Der massive Rüstungstransfer in die Ukraine ist eine faktische, wenn auch keine völkerrechtliche Beteiligung am Krieg, bei der man sich zwar nicht mit Blut besudelt, aber die Hände schmutzig macht. Militärisch sinnlos ist obendrein die Lieferung schwerer Waffen. Sie ändern nichts an der Unterlegenheit der Ukraine. Die kann nicht gegen Russland bestehen oder gar siegen. Waffenlieferungen verlängern nur den Krieg, steigern die Zahl seiner Opfer und den Profit der Rüstungsindustrie.

Der Ex-Richter am Bundesgerichtshof, Thomas Fischer, resümiert:

    ,,Mit höchster Wahrscheinlichkeit wird die Ukraine diesen Krieg verlieren. Daran ändern weder das Rechthaben noch das Mitleid etwas. ... Wollen wir wirklich die Ukrainer darin bestärken, ihre junge Generation in den Heldentod zu schicken?"

Statt umfassender Information darüber, dass und warum die geforderten Waffenlieferungen der Zündfunke am Pulverfass sind und keinerlei positive Aspekte haben – nur die Profiteure der Rüstungswirtschaft und die politischen Schaumschläger mögen das anders sehen – sendet die Tagesschau kriegstreiberische Signale. Sie wirkt daran mit, den Kreis jener aufrechten und standhaften Sozialdemokraten unter Druck zu setzen, die noch so etwas wie Skrupel und Verantwortungsbewusstsein zeigen und dem Waffen-Wahn nicht folgen.

    ,,Doch wenn Scholz sieht, dass die Freiheit nicht mehr weit weg am Hindukusch, sondern mitten in Europa verteidigt wird ... Warum zögert, zaudert, zagt die Bundesregierung dann noch? ... Trotz ihrer selbstverordneten Geheimhaltungs-Strategie kann die Ampel schwer leugnen, dass sie bei den Waffenlieferungen vor aller Welt eher als Verhinderer denn als Ermöglicher dasteht."

Pfeif auf Gesetze

Das Selbstverständlichste während eines Krieges, nämlich Friedenslösungen anzumahnen, ist den Querschlägern in politischen Ämtern und in den journalistischen Rollen abhandengekommen. Das Grundgesetz spricht schon in der Präambel davon, es gelte,

    ,,in einem geeinten Europa dem Frieden der Welt zu dienen."

Und im NDR-Staatsvertrag steht verpflichtend:

    ,,Das Programm des NDR soll die ... internationale Verständigung fördern, für die Friedenssicherung ... eintreten"

Doch die Bellizisten im Reichstag kümmert´s einen Dreck. Und die Schreibtischkrieger der ARD-aktuell schrecken nicht einmal davor zurück, die Friedensaktivisten der Ostermärsche und Gegner der Waffenlieferungen als realitätsfern herabzusetzen.

Was Wunder, dass in unserer kaputten westlichen Werte-Welt keine namhaften Deutschen oder andere Westeuropäer, sondern opponierende US-Amerikaner und chinesische Spitzenpolitiker auf den einzig richtigen Weg zur Konfliktlösung hinweisen. Chinas stellvertretender Ständiger Vertreter bei den Vereinten Nationen, Dai Bin:

    ,,Ich möchte darauf hinweisen, dass das einfache Verhängen von Sanktionen und das Versenden von Waffen keinen Frieden bringen wird. Die Eskalation weitreichender Sanktionen hat zu einer Lebensmittelkrise und steigenden Energiepreisen geführt. Dafür zahlt die gesamte internationale Gemeinschaft einen hohen Preis, darunter Tausende von Frauen und Kindern in Afghanistan, Jemen, Afrika und der Sahelzone".

Und Ex-US-Präsident Donald Trump: Die Ukraine und Russland sollten umgehend verhandeln, denn

    ,,Wenn sie es nicht bald tun, wird es nichts mehr geben außer Tod, Zerstörung und Gemetzel."

Recht haben die beiden. Die deutschen Waffenlieferungen sind hingegen Torpedoschüsse gegen Kompromisse und eine baldige Verhandlungslösung. Das hysterische Geschrei nach schweren Waffen für die Ukraine zeigt, dass es unseren Heuchlern weder um die Belange der Zivilbevölkerung noch generell um Frieden in der Ukraine zu tun ist. Es geht ihnen einzig und allein um die politische und ökonomische Unterwerfung der Russischen Föderation. Sie soll wie in Jelzins elender Regierungszeit zum willigen und billigen Rohstofflieferanten des Westens werden.

Taub für Warnsignale

Die politische Desorientierung der Bundesbürger nimmt unter diesen Bedingungen dramatisch zu. 60 Prozent haben Angst vor einem Dritten Weltkrieg. 70 Prozent befürworten aber weitere Waffenlieferungen. Solche Irrationalität muss sich vor allem die ARD-aktuell wegen ihrer miesen Meinungsmache zuschreiben. Auch politische Wendehälse und schamlose Opportunisten wie Michael Roth, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses, dürfen sich diesen ,,Erfolg" ans Revers heften. Roth fordert Panzerlieferungen an die Ukraine mit einer Penetranz und Lautstärke, als bekomme er von Krauss-Maffey-Wegmann oder Rheinmetall Extra-Provisionen für jeden aufgemotzten Leo-1.

Nach der Ankündigung der USA, weitere 800 Millionen Dollar Militärhilfe an das Selenskyj-Regime zu leisten, richtete Russland an mehrere westliche Länder Protestnoten. Auch in Berlin ging ein solches Schreiben ein. Laut ,,Washington Post" warnt Moskau in dem Schreiben, die Waffenlieferungen könnten ,,unvorhersehbare Folgen" haben. Damit hat der russische Präsident erneut eine Rote Linie gezogen. Zu den ,,unvorhersehbaren Folgen" kann ein atomarer Präventivschlag zählen. Das entspräche der Logik der bisherigen Entwicklung. Der Präsident eines Landes, das ökonomisch ,,ruiniert" werden und massive Waffenlieferungen an seinen Kriegsgegner hinnehmen soll, könnte sich tatsächlich irgendwann an den Punkt gebracht sehen, auf diese weitere, faktische Kriegsbeteiligung zu reagieren.

Putin hat die Grenzen seiner Duldungs- und Kompromissbereitschaft stets sehr deutlich gezogen und unmissverständlich geklärt, was passiert, wenn der Westen sie überschreitet. Erinnern wir uns:

    ,,Im Fall einer Fortsetzung der ziemlich aggressiven Linie unserer westlichen Kollegen werden wir mit adäquaten militärisch-technischen Maßnahmen antworten."

Wie es scheint, haben Kanzler Scholz und der nicht ausgesprochen bornierte Teil der SPD-Abgeordneten endlich begriffen, dass jetzt Matthäi am Letzten droht und nach Putins Protestnote kein Raum mehr bleibt, über Siegesaussichten der deutschen Ukraine-Politik zu spekulieren. Der Erkenntnisprozess deutet sich zumindest in den Äußerungen des Kanzlers an. Am 14. April hatte er sich noch als grundsätzlich bereit zu Waffenlieferungen an die Ukraine erklärt:

    ,,Man muss darauf achten, was der Ukraine nützt." Deutschland wolle ,,richtige und vernünftige Waffen liefern."

Am 16. April, einen Tag nach der russischen Protestnote, war von direkten Waffenlieferungen keine Rede mehr. Zwei Milliarden Euro Militärhilfe würden bereitgestellt, davon deutlich mehr als eine Milliarde Euro als Direktzahlung an die Ukraine. Die Ukrainer sollten sich ,,in Abstimmung mit den USA und den anderen Partnern die Waffen kaufen, die sie haben wollen".

Sehr viel verhaltener als vor Zeiten klangen auch der Vorsitzende der US-gestützten ,,Atlantik-Brücke", Ex-Außenminister Sigmar Gabriel, sowie der vormalige Chef der Münchner ,,Sicherheitskonferenz", Ex-Staatssekretär Wolfgang Ischinger. Gabriel: Man müsse die Ukraine zwar unterstützen, jedoch

    ,,zugleich über den 'Tag danach' nachdenken"

– also über eine politische Lösung zur Beendigung des Krieges und den Bedarf einer Sicherheitsarchitektur. Ischinger, die ,,Kriegseuphorie" kritisierend: ,,Wir Deutschen neigen leider bekanntlich zu Extremen." Seine Warnung:

    ,,Es ist künftig nicht hinnehmbar, dass Russland nuklearfähige Kurzstreckenraketen in Kaliningrad stationieren kann, die zum Beispiel Berlin in wenigen Minuten erreichen und vernichten könnten."

,,Demokrat" in NATO-oliv

Es wäre zudem längst geboten, den Empfänger der deutschen Waffenlieferungen kritisch und öffentlichkeitswirksam unter die Lupe zu nehmen. Präsident Selenskyj und sein Regime sind Willkürherrscher. Zu ihrem Machtmissbrauch gehörte die Ausgabe von Schnellfeuergewehren und anderen Handfeuerwaffen an Jedermann, auch an vorzeitig entlassene Strafhäftlinge. Die Folge: ungezählte Übergriffe, Folterungen und Lynchmorde an ,,Russenfreunden", vorgeblichen ,,Plünderern" und ,,Dieben", sowie an Minderheiten wie den Roma, ohne dass staatliche Behörden gegen den alltäglichen Terror einschritten. Dieses Vorgehen folgt den gleichen faschistischen Motiven wie Kiews seit 2015 geführter Krieg gegen die Ost-Ukrainer mit rund 14000 Toten.

Selenskyj, der Superdemokrat, im Berliner Reichstag mit Standing Ovations bedacht, ließ sämtliche elf Oppositionsparteien verbieten. Dito alle regierungskritischen Medien. Er ordnete an, politische Rivalen zu verhaften und leitete das Verschwindenlassen, Folterung und Ermordung ukrainischer Dissidenten. Nicht sicht-, aber vorstellbar sind die Fäden an der Marionette Selenskyj, gesponnen von seinem Vorgänger Poroschenko, gezogen von den Russenhassern und Kriegsgewinnlern in Washington.

Der preisgekrönte US-Journalist Max Blumenthal schrieb unter dem Titel

    ,,Ein Verräter weniger: Selenskyj beaufsichtigt Kampagne der Ermordung, Entführung und Folterung von politischen Oppositionellen."

Blumenthal enthüllt in dem langen Beitrag, dass Selenskyj etliche ukrainische Bürgermeister erschießen ließ, die mit den russischen Besatzern über Alltagsregelungen für ihre Einwohner verhandelt hatten. Der Präsident ist zumindest politisch verantwortlich für die Untaten des Lynchmobs in zahlreichen Ortschaften der noch ,,russenfreien" Ukraine. Selenskyjs Bündnis mit der menschenfeindlichen Machtelite der Ukraine ist schließlich ebenso evident wie deren mörderische Umtriebe und die grauenhaften Kriegsverbrechen der Neonazi-Brigaden, die dank einer Präsidentenverfügung in die ukrainische Armee integriert wurden.

Sowohl die führenden US-Politiker als auch ihre rot-grün-gelb-schwarzen Kolonialverwalter in Berlin wissen genau, mit wem sie es in Kiew zu tun haben. Noch streben sie nach dem lang ersehnten Ziel, den Russen endlich wieder eine Niederlage beizubringen. Noch allerdings bleibt auch ein Fünkchen Hoffnung, dass Putin nicht zum Äußersten getrieben wird. Dass der Wertewesten seinen Stellvertreterkrieg in Osteuropa nicht bis zum letzten Ukrainer fortsetzt, sondern Friedensverhandlungen anstrebt.
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(André Gide)

Hans


Wenn aus Journalismus Propaganda wird, Teil 2
25. April 2022 um 11:30 Ein Artikel von Karin Leukefeld

Als die Unruhen in Syrien 2011 zu einem Krieg wurden, zogen USA, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, die EU und Verbündete am arabischen Golf sowie sieben der NATO-Allianz ihre Botschafter, Staatsangehörigen, Unternehmen, private und staatliche Organisationen der Kultur-, Bildungs- und Entwicklungszusammenarbeit ab. Auch Journalisten wurden von ihren (abziehenden) Botschaften in Damaskus als auch von staatsnahen Medien zur Ausreise aufgefordert. Es blieben russische, chinesische, iranische, wenige arabische und lateinamerikanische Medien. Auch die Autorin, die 2010 als deutsche Korrespondentin akkreditiert worden war, blieb. Von Karin Leukefeld.
Lesen Sie dazu auch den ersten Teil: Wenn aus Journalismus Propaganda wird – Lehren aus dem Syrienkrieg

Wie aus dem Nichts tauchten ,,Bürgerjournalisten", Blogger und Bloggerinnen sowie unabhängige Medienzentren auf, die mit verwackelten Bildern die Lage in Syrien beschrieben. Stellvertretend sei hier an ein ,,Lesbisches Mädchen aus Damaskus" erinnert, das nach wochenlangen Blogs über Demonstrationen und Gewalt angeblich vom syrischen Geheimdienst entführt worden sein sollte. Es stellte sich heraus, dass der Blog tatsächlich von einem Amerikaner ins Netz gestellt worden war.

Umfangreiche Unterstützungsprogramme der EU u.a. mit der britischen BBC für syrische Journalisten wurden bekannt. Kameras, Laptops, Satellitentelefone wurden ins Land geschmuggelt und mit Anleitungen darüber verteilt, was, wie und wo gefilmt werden sollte, wie ein junger Mann der Autorin berichtete. Manche enthusiastischen jungen Leute wurden bei der Einreise an der Grenze mit unangemeldeten Geräten erwischt und landeten im Gefängnis. Andere lehnten die Mitarbeit mit den oft anonymen ,,Auftraggebern" im Ausland nach anfänglichem Interesse ab.

Viele der neuen Medienzentren arbeiteten in Gebieten unter Kontrolle der bewaffneten Opposition und schließlich auch direkt mit den ,,Weißhelmen" zusammen. Die Organisation war von einem britischen ehemaligen Armeeoffizier gegründet worden und galt als ,,syrischer Zivilschutz", obwohl es – ähnlich wie der Syrische Arabische Rote Halbmond – schon seit den 1950er Jahren einen syrischen Zivilschutz gab. Die ,,Weißhelme" bestimmten zunehmend die westliche Sichtweise auf das Geschehen in Syrien und wurden in der EU u.a. mit dem Sonderpreis des ,,Deutsch-Französischen Preises für Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit" ausgezeichnet. Viele EU- und NATO-Staaten, vor allem Großbritannien, Holland, Frankreich und Deutschland sowie die USA, finanzierten die ,,Weißhelme" mit großen Geldsummen.

2019 trat Weißhelme-Leiter Riad al-Saleh mit dem heutigen Kiewer Bürgermeister Witali Klitschko bei der »BILD100 Sommerparty« in Berlin auf. Zwei Tage vor dem russischen Einmarsch in die Ukraine versicherte Al-Saleh angesichts der »russischen Aggression« dem Land die Solidarität seiner Organisation. Man ,,stehe fest an ihrer Seite, hieß es auf der Webseite der Organisation. Man sei zur Unterstützung bereit.

Bis heute gilt die ,,Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte" neben den ,,Weißhelmen" als Quelle Nummer eins über das Geschehen in Syrien. Nach eigenen Angaben verfügt die Einrichtung über ,,ein Netz von Informanten in Syrien". Finanziert wird die 2006 in London gegründete Beobachtungsstelle u.a. vom britischen Außenministerium und der EU. Heutiger Sitz ist Coventry (London), Leiter ist der Oppositionelle Rami Abdulrahman, der 2020 für seinen ,,herausragenden Mut" den Nannen-Sonderpreis erhielt.

Interessensgelenkte Information

Das, was der europäischen Öffentlichkeit in den letzten zehn Jahren aus Syrien über nicht offizielle, scheinbar von der Zivilgesellschaft zusammengetragene Informationen vermittelt wurde, war nicht vollständig, aber doch zu einem großen Teil von westlichen nationalen Regierungen, großen Medienkonzernen und EU-Institutionen finanziert und ausgewählt worden. Die syrische Seite wurde als unglaubwürdig dargestellt, ebenso Medien ihrer Partner wie Russland oder Iran. Die syrische Regierung und insbesondere Russland wurden für alles verantwortlich gemacht, was in dem zehnjährigen Krieg an Grausamkeiten und Ungerechtigkeiten geschah.

Russia Today, der 2005 gegründete russische, staatlich finanzierte Nachrichtensender, der in Englisch, Französisch, Spanisch, Arabisch und Deutsch ausgestrahlt wird und bei zahlreichen Themen ein wichtiges Korrektiv zu der westlich dominierten Medienphalanx darstellt, wurde als ,,Quelle russischer Desinformationen" im Herbst 2021 von der EU-Kommission, in Großbritannien und auch in den USA verboten.

Das Verbot russischer Medien in der westlichen Welt ist nur eine Maßnahme im aktuellen Informations- und Medienkrieg zwischen dem US-geführten Block aus NATO, EU und Partnern auf der einen und aktuell Russland auf der anderen Seite. Die Bürger Europas sind damit konfrontiert, dass EU- und NATO-Institutionen, die sie nie gewählt haben, die Öffentlichkeit mit Hilfe von Medien ihren interessensgelenkten Sichtweisen unterwirft.

Seit dem Irakkrieg 2003, in dem Lügen über angebliche Massenvernichtungswaffen und Kriegsverbrechen der US-Armee noch von kritischen Medien und Whistleblowern aufgedeckt und nicht zuletzt von Wikileaks und Julian Assange weltweit verbreitet wurden, haben USA, EU und NATO-Staaten eine Armee medialer Einsatztruppen aufgestellt, die heute den ,,Informationskrieg" gegen Russland, perspektivisch auch gegen China und in Zukunft vermutlich gegen alle Staaten und Staatschefs anführen sollen, die eigene Interessen gegenüber dem westlichen Block geltend machen. Syrien war nur eine Station auf dem Weg hin zu dem, wie heute der Konflikt um die Ukraine ,,strategisch kommuniziert" wird. Unter der Kontrolle von Staaten und Militär bedeutet das Propaganda. Ein neues EU-Gesetz soll die Informationsfreiheit weiter einschränken.

Die Öffentlichkeit im europäischen Mitglieds- und Einzugsbereich kann schon heute nicht mehr frei ihre Informationsquellen wählen. Der Eingriff in die Informationsfreiheit bedeutet, dass man ,,nicht weiß, was man von Politik und Medien erfährt und was man nicht erfährt", wie der Kollege Peter Hitchens von der britischen ,,The Mail on Sunday" sagt. Oder dass man nicht weiß, was man nicht erfahren soll.

Medienzentrum oder Werbeagentur

Das Ukraine Crisis Media Center, ein Medienzentrum über die Krise in der Ukraine (UCMC uacrisis.org), ist nur eines von zahlreichen Beispielen von staatlich gelenkten neuen Medien. UCMC verbreitet Informationen über Ereignisse in der Ukraine und konzentriert sich nach eigenen Angaben dabei auf die nationale militärische Sicherheit, Wirtschaft, Energie und humanitäre Themen. Gegründet 2014 und finanziert von zahlreichen westlichen Regierungsstellen will das UCMC Medienvertreter in aller Welt, die über die Ukraine berichten wollen, mit Material beliefern. Neben Journalisten gehören ,,zivilgesellschaftliche Aktivisten, Experten, Politiker anderer Länder, Regierungsvertreter und Diplomaten" zur Zielgruppe des UCMC.

Seit Juli 2014 hat das Zentrum nach eigenen Angaben tägliche Presseerklärungen von Regierungsvertretern über die militärische Entwicklung in der Ukraine verbreitet und verweist als Beleg dafür auf Links zu internationalen Medien wie Newsweek.

Bei einer beeindruckenden Zahl von 2500 Presseveranstaltungen mit mehr als 6000 Rednern und Rednerinnen in nur zwei Jahren (Stand 2016) präsentierte das Medienzentrum bekannte US-Politiker wie Senator John McCain, US-Staatssekretärin Victoria Nuland oder den (ehemaligen) EU-Botschafter in der Ukraine, Jan Tombinski. Die Erklärungen werden von der ,,Abteilung für Internationale Öffentlichkeitsarbeit" in zahlreiche Sprachen, namentlich Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch, Italienisch und Portugiesisch übersetzt. Journalistenreisen werden organisiert, internationale Konferenzen, Infographiken, Analysen, Newsletter u.a.m. werden verbreitet, die sich in verschiedenen internationalen Medien und Internetportalen wiederfinden. Zwischenstaatliche Medien- und Informationsbeziehungen werden gestärkt, wie das UCMC in seiner Selbstdarstellung mitteilt. Als Beispiel wird auf eine Informationskampagne über die Ukraine in den Niederlanden 2016 verwiesen, die auch Pressereisen für holländische Journalisten durch die Ukraine umfassten. Anlass war das Referendum über ein Assoziierungsabkommen zwischen EU und Ukraine. 2016 hatten die Holländer sich mit 60 Prozent dagegen entschieden, ein solches Abkommen mit der Ukraine zu unterzeichnen. Ein Jahr später hatte sich der Wind gedreht.

Tatsächlich ist das Medienzentrum UCMC weniger ein Informationszentrum für Medien, als vielmehr eine Werbe- und PR-Agentur, die im Ausland für die Interessen der politischen Führung in der Ukraine wirbt, die 2014 durch einen Putsch an die Macht gelangt war. Westliche Medien und Politiker sprechen von einer ,,Revolution".

Welche Richtung die UCMC-Werbung nimmt, ist an seinen ,,Informationsangeboten" seit dem Beginn des Einmarsches russischer Truppen in die Ukraine am 24. Februar 2022 zu verfolgen. In einem täglichen Update findet Frontberichterstattung statt, die nicht überprüft werden kann. Das Gleiche gilt für die Zahlen von Flüchtlingen, Toten, Eingeschlossenen, Verschwundenen. Immer wieder wird die Forderung nach mehr und besseren Waffen verbreitet, Reden von Staatschef Selensky werden veröffentlicht, die er auch vor zahlreichen Parlamenten und vor der UNO gehalten hat. Zudem gibt es einen Link zu einer ,,International Legion of Defense of Ukraine", einer Webseite, auf der sich Ausländer informieren können, die (militärisch) ,,die Sicherheit Europas" in der Ukraine verteidigen wollen.

Seine ,,Vision" beschreibt UCMC als ,,freie und demokratische Welt", in der die Ukraine ,,Vorposten der Freiheit und demokratischen Entwicklung Osteuropas" sein soll. Die Ukraine solle ein Land sein, ,,von dem die Sicherheit und Zukunft der Demokratie in der Welt abhängt". Zu seinen ,,Werten" gehört demnach, ,,niemals die russischen Darstellungen (original: ,,narratives") und (den russischen) Imperialismus zu unterstützten" und niemals ,,russische Gelder für die Arbeit zu akzeptieren". Man werde ,,nie lügen", an ,,keinen politischen Kampagnen teilnehmen" und ,,niemals die Niederlage akzeptieren".

Seit seiner Gründung 2014 wurde die Nicht-Regierungsorganisation UCMC und sein Pressezentrum von einer Vielzahl internationaler Geldgeber unterstützt. Dazu gehören nach eigenen Angaben die US-Agentur für Hilfe US-AID, die dem US-Außenministerium untersteht; die vom US-Kongress finanzierte Denkfabrik National Endowment for Democracy, NED; die NATO, UNICEF, der German Marshall Fund/Black Sea Trust, UNHCR, die deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, GIZ, die von der Bundesregierung finanziert wird sowie die Botschaften der USA, Niederlande, Schweiz, Finnland, Norwegen, Schweden und Deutschland. Auch die Heinrich-Böll-Stiftung unterstützt UCMC, ebenso das britische Institut für Statecraft (,,Staatskunst") und eine in Tschechien gegründete Denkfabrik für Europäische Werte.
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"Vertrauen Sie denen, die nach der Wahrheit suchen, und mißtrauen Sie
denen, die sie gefunden haben."
(André Gide)

Hans


Katastrophen, Kabale, Kampagnen: Die inszenierte Welt der Transformatoren
25.04.2022 Ramin Peymani Tagesthema

Tag für Tag werden wir von polit-medialen Agitatoren belästigt, die inzwischen so extrem vernetzt sind und derart viel Macht besitzen, dass sie die Welt nahezu nach Belieben formen können. Nichts ist ihnen heilig. Nicht einmal Menschenleben. Ihre sinistre Agenda können sie heute mit solch großem Erfolg vorantreiben, weil es das Internet gibt, mit all seinen sozialen Netzwerken, Medienpräsenzen und Videokanälen. Das gleiche Internet, aus dem sie möglichst viele von uns verbannen wollen. Ihre aufdringliche Omnipräsenz nutzen sie, um im Zusammenspiel Krisen zu schaffen, Narrative zu setzen und Bilder zu erzeugen, die den durchschnittlichen Nachrichtenkonsumenten verängstigen, aufhetzen oder einschüchtern sollen. Am besten gleich alles auf einmal. Nur wenig von dem, was heutzutage als Berichterstattung gilt, entspricht der vollen Wahrheit. Immer wird nur der Ausschnitt gezeigt, der das propagierte Weltbild zu bestätigen scheint. Von einseitiger Darstellung zu sprechen, wäre dabei eine unangemessene Verharmlosung des hinterhältigen Ansinnens, das darauf gerichtet ist, Feindbilder zu erschaffen und vermeinliche Bedrohungen zu erzeugen. Es ist ein Spiel mit dem Feuer, bei dem die inszenierten Krisen schnell zu ganz realen Gefahren werden können. Doch die Mehrheit der Bürger ist nicht in der Lage, dies zu erkennen. Nur deshalb haben Systeme, die auf Lügen, Halbwahrheiten und Verzerrungen setzen, eine Chance. Die wirklichen Verantwortlichen agieren dabei länderübergreifend, mit nationalen Marionetten, von denen die breite Masse glaubt, sie führten ihr Land. Der Presse käme hier eine zentrale Aufklärungsrolle zu, doch sind die Zeiten lange vorbei, in denen Medienschaffende etwas anderes waren als Regierungssprecher.
Es ist gerade das zuweilen verteufelte Internet, das dem Normalbürger die Chance gibt, sich breiter zu informieren, Lügen zu erkennen und Erzähltes zu hinterfragen

Die polit-medialen Kampagnen gelangen in Sekundenschnelle bis in den letzten Winkel, befeuert von einer ganzen Armee von Helfern, die ihren Lebensunterhalt damit bestreiten, wahlweise vom Staat oder sogenannten Nichtregierungsorganisationen alimentiert zu werden, was allerdings letztlich auf Dasselbe hinausläuft. Der schuftende Steuerzahler finanziert die Heerscharen von Bessermenschen. Das ,,Arbeiten" von Zuhause, in Deutschland so unzutreffend wie dümmlich ,,Home Office" genannt (der englische Begriff bezeichnet das Innenministerium), haben sie schon lange vor Corona erfunden. Manchmal gehen sie gar vor die Tür, wenn ihre ideologischen Vorbeter Massenaufläufe benötigen, um unpopuläre Maßnahmen gegen Widerstände aus der Bevölkerung durchzusetzen. Ihnen assistieren unzählige Wokies, die sich darin gefallen, ihren Gratismut zu pflegen. Vom eigenen Smartphone aus machen sie aus Nichtigkeiten Skandale, schicken Meinungsabweichler ins gesellschaftliche Nirvana und organisieren per Hashtag Hexenjagden. Sie gehen nicht auf Demos, sondern verschanzen sich im Internet. Wenn wir gerade dabei sind: Es ist das Internet, das dem Normalbürger die Chance eröffnet, sich breiter zu informieren, Lügen zu erkennen und Erzähltes zu hinterfragen. Doch als zuverlässig gilt nur, was das staatliche Gütesiegel trägt. Und dieses gibt es nicht für abweichende Sichtweisen, nicht einmal dann, wenn die besseren Argumente auf Seiten der ,,Abweichler" liegen. Es ist allerdings recht erstaunlich, wie viele Pressemeldungen und Reportagen man im Internet finden kann, die das heutige offizielle Narrativ als handfeste Wahrheitsverfälschung entlarven. Die Verantwortlichen machen sich nicht einmal die Mühe, ihre Altlasten zu tilgen, so sicher sind sie sich ihrer Sache.
Nur wenige kommen auf die Idee, einmal zu schauen, was der öffentlich-rechtliche Rundfunk noch vor wenigen Jahren zu bestimmten Themen zu berichten wusste

Und die Realität gibt ihnen Recht: Lieschen und Michel kommen gar nicht auf die Idee, einmal danach zu schauen, was etwa der öffentlich-rechtliche Rundfunk noch vor wenigen Jahren zu bestimmten Themen zu berichten wusste. Da erscheint dann plötzlich das, was sich aktuell in der Ukraine abspielt in einem anderen Licht, ebenso die weltweit orchestrierten Impfkampagnen und die galoppierende Inflation. Es sind einfachste Suchmaschinenanfragen, die nicht einmal Grundschüler überfordern, für die sich die Mehrheit aber nicht die Zeit zu nehmen bereit ist, während sie Stunden damit zubringt, online das neue Elektromobil zu konfigurieren oder nach staatlichen Zuschüssen für alles Mögliche zu suchen. In die Recherche zur neuesten Netflix-Serie investiert eine ganze Generation mehr Zeit als in die Überprüfung von Tagesschau-Meldungen zum Klimawandel, die so absurd sind, dass es jeden schütteln müsste. Tatsächlich sieht die andere Seite der Wahrheit nämlich zum Beispiel so aus: Die massiven Fluchtbewegungen seit 2015 sind nicht zuletzt Folge der Obama-Präsidentschaft; der Krieg in der Ukraine hat eine ellenlange Vorgeschichte und kennt viele Täter auf allen Seiten; die weltweiten Corona-Maßnahmen entpuppen sich längst als wichtigstes Werkzeug der großen Transformation; die scheinbar urplötzlich explodierenden Preise sind in allererster Linie das Ergebnis des ungehemmten Gelddruckens vor allem der letzten zwei Jahre; und die interessanterweise nur in einigen Regionen zusammenbrechenden Lieferketten sind nicht etwa Kriegen oder Pandemien geschuldet, sondern den wirtschaftlichen Interessen der kommenden Weltmacht China. All das werden Sie in der Tagesschau nicht hören. Es könnte Sie verunsichern und Ihre Folgsamkeit gefährden.
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Die heutigen Flintenweiber sehen super smart aus
27. April 2022 um 9:30 Ein Artikel von: Albrecht Müller

Ist Ihnen schon aufgefallen, wie oft und – aus meiner Sicht systematisch – gutaussehende, meist junge Frauen in unseren Fernseh-Medien eingesetzt werden, um für Kriege und Waffen zu werben, für schwere Waffen, für noch mehr Waffen ... und immer wieder lassen sie durchblicken, dass es noch mehr sein muss und dass nicht ausreicht, was die Bundesregierung in unser aller Namen und auf unsere Kosten an Waffen in einen laufenden Krieg liefert. Wenn Ihnen die Überschrift zu hart erscheint, dann schauen Sie zur Überprüfung den ,,Brennpunkt" von gestern Abend an. Mir reicht jedenfalls die Kriegsgeilheit dieser jungen Damen. Im konkreten Fall tritt als Moderatorin Catherine Vogel vom WDR auf. Nicht anders verlaufen Sendungen mit den Moderatorinnen Caren Miosga, Marietta Slomka und den meisten anderen alten und neuen Gesichtern. Albrecht Müller.
Mit dem Gebrauch des Wortes Flintenweib tue ich den Frauen, die diesen Begriff geprägt haben, unrecht. Das waren nämlich Frauen in der Sowjetunion, die sich in ihrer Heimat gegen den Krieg der Nazis wehrten und deshalb zu bewundern sind. Aber das Verständnis dieses Begriffes hat sich von dieser ursprünglichen Prägung abgelöst. Das heutige Verständnis des Begriffes passt zu dem, was wir in unseren Fernseh-Medien unentwegt erleben: Im ,,Brennpunkt" von gestern wie zuvor zum Beispiel in den Tagesthemen vom vergangenen Freitag – 15 Minuten lang unter Anleitung der Moderatorin Miosga.

Die Schwere-Waffen-Geilheit ist nicht auf Frauen beschränkt. So wurde uns von Berlin Direkt des ZDF am vergangenen Sonntag z.B. vorgeführt, dass Männern die Förderung von Waffenlieferungen genauso leicht von der Hand geht – in dieser Sendung repräsentiert von Theo Koll, Robert Habeck und dem einknickenden Bundeskanzler Scholz.

Das traurige Fazit: die Meldungen, Berichte und Kommentare mit Forderungen nach Waffenlieferungen und mit positiven Akzenten zum Krieg übertreffen die Mahnungen zum Frieden und die konkreten Überlegungen dazu meilenweit. Und Frauen spielen bei dieser Stimmungsmache leider eine bemerkenswert große Rolle.

P.S.: Meine zuvor wiedergegebene Beobachtung über die Kriegsfreundlichkeit der Medien wird untermauert von einem NachDenkSeiten-Leser.

Betrifft: ,,unverhohlene hasserfüllte Kriegsrhetorik"

Liebe Nachdenkseiten,

die folgenden Zitate und Überschriften stammen, bis auf das letzte, aus verschiedenen Medien vom März und April dieses Jahres. Bei allen Medien handelt es sich um solche, die sich der Demokratie und den westlichen Werten, zu denen auch der Frieden zählt, verpflichtet fühlen. Alle Formulierungen stammen von Personen, zum größten Teil vermutlich Akademikern, die sich selbst als aufgeklärt, liberal oder vielleicht sogar als politisch links beschreiben würden. Umso schockierender ist die unverhohlene hasserfüllte Kriegsrhetorik, derer sich diese Leute bedienen. Das letzte Zitat von Josef Goebbels aus der berüchtigten Sportpalastrede macht deutlich, dass der barbarische Hass des dritten Reiches nicht überwunden ist, sondern wieder aus längst verschüttet geglaubten Löchern kriecht. – Es ist zum Verzweifeln.

    Keine Angst vor Kernwaffen: Warum Deutschland jetzt über atomare Aufrüstung sprechen muss.
    – Focus Online, 10.03.2022

    Dem russischen Faschistenführer Putin kann gar nichts Besseres passieren als solche westlichen Führungsfiguren, die direkt oder indirekt sagen, dass uns die Ukraine nichts angeht. Die Lumpen-Pazifisten haben speziell in der Politik und noch spezieller in der SPD, der Friedenspartei, einige mächtige Partner.
    – Sascha Lobo, 20.04.2022 auf Spiegel Online

    Wir dürfen nicht vergessen, auch wenn Russen europäisch aussehen, dass es keine Europäer sind – jetzt im kulturellen Sinne – die einen anderen Bezug zu Gewalt haben, die einen anderen Bezug zu Tod haben.
    – Florence Gaub, Politikwissenschaftlerin bei Markus Lanz, 12.04.2022

    EU-Außenbeauftragter fordert mehr Waffenlieferungen an die Ukraine
    – Zeit Online, 09.04.2022

    Durch weitere Waffenlieferungen an die Ukraine müsse eine globale Hungerkatastrophe abgewendet werden, so der Landwirtschaftsminister.
    – Berliner Morgenpost Online, 17.04.2022

    Der Grünen-Europapolitiker Anton Hofreiter hat der Bundesregierung vorgeworfen, mit ihrer Zurückhaltung bei Waffenlieferungen an die Ukraine eine weltkriegsartige Ausweitung des Konflikts zu riskieren. Das Problem der Haltung Deutschlands sei, ,,dass wir bei den Sanktionen bremsen, bei den Waffenlieferungen bremsen, und damit die Gefahr droht, dass der Krieg sich immer länger hinzieht"
    – Welt Online, 20.04.2022

    Wir werden im Notfall jeden Quadratzentimeter unseres gemeinsamen Bündnisgebiets verteidigen.
    – Annalena Baerbock, 20.04.2022

    Ihr Widerstand sei eine Inspiration für die gesamte freie Welt, die geschlossen hinter dem Land stehe. Man werde ,,Himmel und Erde" in Bewegung setzen, um die Bedürfnisse der Ukrainer zu erfüllen. Es bleibe noch viel mehr zu tun.
    – US Verteidigungsminister Austin, 26.04.2022

    Strategie-Experte Terhalle sieht Deutschland ,,vollständig vorgeführt" von Diktator Putin. ,,Häppchenhafte" Waffenlieferungen erhöhten die Wahrscheinlichkeit eines russischen Siegs im Ukraine-Krieg. Der Reserve-Oberstleutnant sagt, warum es falsch sei, auf Deeskalation zu setzen.
    – Welt Online, 26.04.2022

    Russische Soldaten sind ISIS-Kämpfern immer ähnlicher. Russland muss als Terror-Staat anerkannt werden.
    – Mykhailo Podolyak – Berater von Wolodymyr Selenskyj

    Der totale Krieg also ist das Gebot der Stunde. Es muß jetzt zu Ende sein mit den bürgerlichen Zimperlichkeiten, die auch in diesem Schicksalskampf nach dem Grundsatz verfahren wollen: Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht naß!
    – Josef Goebbels, 18.02.1943

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Auf dem Weg zur Meinungsdiktatur?
28. April 2022 um 10:00 Ein Artikel von Michael Fitz

Nach der Lektüre von Sheldon S. Wolins umfangreichem Werk zum ,,Umgekehrten Totalitarismus" und auch Ulrike Guérots neuem Buch ,,Wer schweigt, stimmt zu" müssten eigentlich in intellektuellen Kreisen unserer Gesellschaft die Alarmlichter aufleuchten. Deutlicher kann einem die gegenwärtige Situation nun wirklich nicht vor Augen gehalten werden. Was brauchen wir denn noch, um zu verstehen, wie es derzeit wirklich um Demokratie und vor allem um die Meinungs- und Pressefreiheit in diesem Land steht? Selbstverständlich können Sie Ihre Meinung öffentlich äußern, allerdings werden Sie nicht gehört, zumindest nicht auf ganzer Breite. Ganz egal ob Sie nun Ulrike Guérot oder Wolin heißen oder sonst jemand sind, dessen kluge und umfassende Expertise zu anderen Zeiten durchaus gefragt gewesen wäre. Die NachDenkSeiten, diesbezüglich ein recht einsamer Leuchtturm, und einige andere publizistische Plattformen wirken derzeit wie Inseln in einem großen Meer der Gleichschaltung. Das ist ein stiller Ozean, da gibt es kaum Gegenbewegung zur angeblich vorherrschenden Mehrheitsmeinung und ebenso wenig oder selten kritische Betrachtungen konträr oder abweichend zum politischen Kurs der sogenannten Mitte. Von Michael Fitz.
Weglassen, Verschweigen, Ausfiltern von unliebsamen Fakten und Theorien ist auch Zensur. Die findet derzeit auch und vor allem in den öffentlich-rechtlichen Medien statt, die ja bekanntlich ihr Existenzrecht vor allem aus ihrer angeblich vorbildlichen, neutralen und objektiven Berichterstattung ableiten, soweit zumindest das im Brustton der Überzeugung formulierte Selbstbild. Ganz zu schweigen von eigentlich ja selbstverständlichen, journalistischen Qualitäten. Mit Sorgfalt, Neutralität, Ausgewogenheit (außer im Kommentar) scheinen nicht erst im Zuge der Corona-Pandemie beinah alle handwerklichen Grundsätze der einstmals so stolzen, vierten Gewalt vollständig über Bord gegangen zu sein.

Wenn Sie Ihre Meinung ausschließlich auf Basis dessen bilden, was Sie in der Tagesschau, in ZDF-Heute oder auch im Spiegel, in der Süddeutschen oder der FAZ ,,berichtet" bekommen, dann müssen Sie derzeit geradezu Putin-Hasser sein, bereits an akuter Russo-Phobie leiden oder auf jeden Fall eine kriegerische Auseinandersetzung zwischen Russland und der Nato förmlich herbeisehnen.

Eine qualitative Etage darunter (z.B. bei T-Online) wird es gerne regelrechte Russenhetze, vor allem gegen Putin, dem man inzwischen wie selbstverständlich das unschöne Etikett ,,Kriegsverbrecher" anheftet. An einen ähnlichen Orkan der moralischen Entrüstung kann ich mich im Zusammenhang mit allen nach 2001 von den USA und der Koalition der Willigen, unter argumentativer Nutzung von inzwischen erwiesenen Lügen, vom Zaun gebrochenen, völkerrechtswidrigen Kriegen nicht erinnern. Diejenigen, die hier zu den Ausnahmen gehören oder gehörten, mögen mir verzeihen, ob dieser Pauschalkritik. Ein anderes Meinungsbild bekommen Sie, bis auf wenige Ausnahmen, derzeit nicht vermittelt.

Fast jede Meldung, jeder Bericht schließt den Kommentar in die vorgegebene politische Sichtweise und Richtung bereits ein. Das ergibt sich durch Behauptungen, die man der Opportunität halber bereits als erwiesen darstellt, durch Weglassen teils wichtiger Informationen und Hintergründe und geschieht meist nicht ohne die sich daraus ergebende Geschichtsverbiegung, um es mal ganz charmant zu bezeichnen.

Man muss kein Fan des Altkanzlers Schröder sein, über den derzeit die Lanze allenthalben gebrochen wird, man muss die von ihm erwirkten Änderungen in unserem Sozialsystem, die Deregulierung des Finanzmarktes als die hervorstechendsten seiner innenpolitischen Leistungen für dieses Land nicht gut finden. Aber nein, daran arbeitet sich derzeit interessanterweise niemand ab.

Allerdings wäre er als politische Figur, die durch seine persönliche Nähe zu Putin und seiner Nomenklatura einen hervorragenden Kontaktweg dorthin darstellen würde, ausgesprochen wertvoll, vor allem für seine Partei und den Kanzler Scholz, den diese im Augenblick stellt. Was derzeit passiert, ist jedoch Schröder-Bashing auf allen Kanälen, ein Shitstorm, der durch sämtliche Leitmedien fegt und versucht, diesen Mann vollständig zu diskreditieren Aber auf jeden Fall einen Ausschluss aus der SPD zu erwirken.

Man arbeitet sich ab an seiner Nähe zu Putin, seiner wirtschaftlichen Verflechtung – so als ob das Schlimmste, was man sich derzeit leisten könnte, ein ,,Freund oder Versteher Putins" zu sein. Nebenbei gesagt ist es ein Skandal, dass prominente Künstler, denen eine Nähe zu Putin nachgesagt wird, in Deutschland von ihren Arbeitgebern öffentlich auffordert werden, sich zu distanzieren. Das tönt wie Inquisition im tiefsten Mittelalter, nach dem Motto ,,Schwöre ab, Sünder!". Gerade Gerhard Schröder wäre derzeit als einer der wenigen Polit-Prominenten in der Lage, einen inoffiziellen oder diplomatischen Gesprächskontakt zur russischen Seite herzustellen und Verhandlungen zur Beendigung herbeizuführen, gerade wegen seiner wirtschaftlichen Verflechtungen. Offenbar will das niemand. Offenbar will oder darf niemand verhandeln, weil das ganz und gar nicht in die Hegemonial-Interessen der USA zu passen scheint, deren verdrehte Geschichts-Sicht und Doktrin nicht zuletzt durch die deutschen Leitmedien, vor allem die großen Presseagenturen, unhinterfragt übernommen und so verantwortungslos wie propagandistisch auf allen Kanälen Tag für Tag verbreitet werden. Inzwischen werden Kanzler Scholz und die ganze SPD dafür in Sippenhaft genommen, dass man, was die Lieferung schwerer Waffen in die Ukraine angeht, eine eher vorsichtige und ablehnende Haltung an den Tag legt. Aber der Druck wird durch die mit der Bundesregierung nicht abgesprochene Einladung des US–Außenministers an 40 potentielle (Waffen-)Geberländer nach Ramstein – die Air-Base befindet sich übrigens auf deutschem Territorium – doch mal vorbeizuschauen und das Scheckbuch mitzubringen, noch wachsen. Es ist unbegreiflich, wie sich hier eine komplette Bundesregierung, samt grüner Außenministerin, einfach übergehen lässt.

Es ist auch unfassbar, dass der Botschafter der Ukraine in Deutschland medial dermaßen die Strippen zieht und für seine Unverschämtheiten gegen Amtsträger noch nicht einmal ermahnt wird. Offenbar hält hier jemand seine schützende Hand über Herrn Melnik und seine politische Agenda, so dass er weiterhin die Axt im Walde sein darf.

Jeder, der selbst denken kann, muss sich angesichts dessen fragen, ob er einen auf europäischem Boden, möglicherweise mit Atomwaffen ausgetragenen Krieg für wünschenswert hält oder nicht und wessen Interessen ein solcher Krieg letztlich dienen würde. Dass nun die meisten und die willigsten Befürworter für die Lieferung von schweren Waffen in die Ukraine ausgerechnet einer Partei angehören, die einst – das ist lange her – aus der Friedensbewegung erwachsen ist, kann man inzwischen als Treppenwitz der Geschichte bezeichnen, seinerzeit durch Fischers Ja zum völkerrechtswidrigen Serbien-Bombardement der NATO bereits angelegt. Dass nun der Begriff Pazifismus von Medien und allerlei Experten als altmodisch und nicht mehr zeitgemäß interpretiert wird, genauso wie z.B. soziale Gerechtigkeit oder soziale Marktwirtschaft unermüdlich als gestrig und fehlgeleitet bezeichnet wird, passt haargenau in das Phänomen, das Wolin in seinem Buch mit dem Wort ,,ausgehöhlte Demokratie" bezeichnet. Konkurrierende Ideen und Weltbilder werden einfach so lange als abseitig dargestellt, bis eine (Wähler-)Mehrheit das als Gegebenheit hinnimmt.

Genauso wird es, und das geschieht bereits, der von Brandt seinerzeit im Überbegriff Entspannungspolitik zusammengefassten Idee der guten Nachbarschaft und friedlichen Co-Existenz mit Russland gehen. Klaus von Dohnanyi, als offenbar letzter Fels dieser Strömung in der SPD, formuliert das ganz klar und ohne Schnörkel, wie es einem ,,elder statesman" gebührt: ,,Wir müssen Putin verstehen, wenn wir zu einer diplomatischen Lösung dieses Konfliktes kommen wollen."

Das bedeutet, dass wir alle, auch der taz-, SZ-, FAZ-Leser – und wie sie alle heißen – und der Tagesschau- und Heute-Seher erfahren und wissen müssen, wie dieser Konflikt entstanden ist, in wessen Interessen er anno 2014 vom Zaun gebrochen wurde, was das für die russische und europäische Sicherheitsarchitektur bedeutet und warum das noch nie ein regionaler Konflikt war. Wissen ist nunmal die Basis für jedwede Meinungsbildung.

Durch Weglassen, Verschweigen und Vereinfachen entsteht hier, gerade durch die sogenannten Leitmedien ein völlig falsches Bild. Ein Bild, das offenbar gewollt und erwünscht ist, um eigene geopolitische und wirtschaftliche Interessen durchzusetzen. Hinweise darauf finden sich in allen einschlägigen strategischen Planungskonzepten von US-Regierungs- und Nato-Gremien und sogenannten unabhängigen, aber politisch ganz klar ausgerichteten Think-Tanks in den USA und Europa, die teilweise schon weit vor 2014 vorlagen und die Politik der Nato und nun auch Europas maßgeblich beeinflussen. Hier zu forschen und Erkenntnisse zu gewinnen und zu publizieren, insbesondere auch in Schulbüchern und Unterrichtsmaterial für Kinder und Jugendliche, das wäre eine wirklich lohnende und angemessene Aufgabe für den sogenannten Qualitätsjournalismus. Leider beschäftigt sich der aber derzeit ausschließlich mit Propaganda, das heißt mit der Verbreitung von opportunen Halb-Wahrheiten und ebenso Halb-Lügen, die die jüngste Geschichte meist förmlich verbiegen. Ausgestattet mit wirtschaftlicher Macht und dem entsprechenden Geld kann man offenbar alles kaufen und jede noch so absurde und zerstörerische Idee in der öffentlichen Meinung implementieren. Wenn es sein muss, kann man offenbar auch ganze, einstmals auf ihre kritische Berichterstattung so stolze Presse-Konglomerate kaufen und instrumentalisieren.

Ausgetragen wird das alles auf dem Rücken einer dem täglichen Grauen eines Krieges in und um das eigene Land ausgesetzten ukrainischen Bevölkerung, dem diese hilflos ausgeliefert ist. Waffenlieferungen, egal von wem und welcher Art, werden diesen Krieg letztlich nur verlängern und das Leid der Zivilbevölkerung nur noch steigern. Wie in jedem anderen Krieg auch – siehe Syrien, Afghanistan, Libyen oder Irak.

Solidarität mit dem ukrainischen Volk heißt eben nicht mehr Waffen liefern, sondern so schnell wie möglich und über alle möglichen Kanäle Gespräche über eine Beendigung dieses Krieges einzuleiten.

Aber noch ein Wort zu meinem speziellen Künstler-Umfeld. Ich finde es zutiefst beschämend, dass sich in Deutschland aus dieser Ecke bisher noch kein Prominenter zu Wort gemeldet und sein Unbehagen ob der Situation ausgedrückt hat. Bis auf wenige Ausnahmen, z.B. meine streitbare Cousine, der ich dafür großen Respekt zolle. Wo sind denn alle 68er und Baby-Boomer-Linken oder ach so freigeistig gesinnten Künstler, die auch gerne mal alte Arbeiterlieder auf der Bühne anstimmen, abgeblieben? Sind sie untergetaucht? Warten sie auf bessere Zeiten? Die werden, so fürchte ich, nicht kommen. Im Gegenteil.
https://www.nachdenkseiten.de/?p=83343

"Vertrauen Sie denen, die nach der Wahrheit suchen, und mißtrauen Sie
denen, die sie gefunden haben."
(André Gide)

Hans


Der ,,Tag der Pressefreiheit" und die doppelten Standards
03. Mai 2022 um 12:29 Ein Artikel von: Tobias Riegel

Der heutige ,,Tag der Pressefreiheit" ist in Deutschland ein mit viel Heuchelei verbundenes Datum: So ist er teils Anlass für ausufernde Selbstbeweihräucherung, auch durch hochbelastete deutsche Medienschaffende. Diese Selbstsicht ist angesichts der Unterordnung vieler deutscher Redakteure unter den aktuellen Kriegskurs und nach dem journalistischen Ausfall während der Corona-Phase nur schwer auszuhalten. Auch in großen deutschen Medien wird kritischer Journalismus produziert – aber eben oft nur, wenn er bestimmte und zentrale Themen wie Wirtschaftsordnung oder Krieg und Frieden nicht berührt. Ein Kommentar von Tobias Riegel.

Zentral bei der Frage der Pressefreiheit ist der Aspekt, dass die Freiheit von Medienkonzernen sich nicht automatisch in Meinungsvielfalt niederschlägt. Manchmal ist das Gegenteil der Fall: Die Freiheit der Tendenz zur Monopolbildung und die kritiklose Hinnahme von umfassenden Kampagnen großer Medienkonzerne haben das Potenzial, die Meinungsvielfalt unter Umständen einzuschränken, anstatt sie zu gewährleisten. Pressefreiheit bedeutet darum nicht gleich Meinungsvielfalt.

Diese Meinungsvielfalt wird in Deutschland bei zahlreichen zentralen Themen nur noch durch Alternativmedien (oder Print-Ausnahmen unter anderem in ,,Junger Welt", ,,Freitag" oder ,,Berliner Zeitung") gewährleistet. Gegen diesen Ausgleich laufen massive Kampagnen und unter dem Vorwand des Kampfes gegen ,,Hass und Hetze" sollen er (und die Möglichkeit der Bürger, etwa in Foren Einspruch zu erheben) möglichst kleingehalten werden. Gleichzeitig ordnen sich viele große Medien und die dortigen angepassten Redakteure bei den Themen Wirtschaftsordnung, Krieg und Frieden oder Corona einer super-dominanten und medienübergreifenden Haltung unter. Das betrifft sowohl die Kollegen beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk als auch jene bei großen Privatmedien.

Hier soll aber betont werden, dass auch in großen deutschen Medien teils kritischer Journalismus publiziert wird – aber eben oft nur, solange dieser nicht zentrale Themen wie die liberale Wirtschaftsordnung, das Verhältnis zu Russland oder viele andere Bereiche betrifft. Ausnahmen bestätigen auch diese Regel.

,,Demokratie" auf dem Maidan, ,,Oppositionelle" in Syrien

Bereits vor einigen Jahren haben wir zum ,,Tag der Pressefreiheit" und zu den mit ihm verbundenen Doppelstandards geschrieben, (unter anderem) auf welchen Themenfeldern in der deutschen Medienlandschaft große Defizite festzustellen sind:

    ,,(...) die distanzlose Unterstützung des rechtsextremen Umsturzes in der Ukraine, die Kampagne für die jahrelang als ,Rebellen' und ,Oppositionelle' verniedlichten islamistischen Söldner in Syrien, der mediale Kampf gegen den Mindestlohn, gegen Streikende, gegen die staatliche Rente und für neoliberale Verarmungsprogramme. Das sind nationale und globale Manipulationen, zu denen die vergleichsweise kleinen Propagandaindustrien der nun vielzitierten ,Autokraten' (noch) gar nicht in der Lage wären."

Defizite in Russland sprechen deutsche Medienschaffende nicht frei

Um die Pressefreiheit auch in Russland ist es nicht gut bestellt, etwa gibt es drakonische neue Mediengesetze seit dem Kriegsbeginn. Wer aber die eigene Presselandschaft so penetrant als Ausweis einer Überlegenheit darstellt wie viele angepasste deutsche Journalisten, kann eigene Versäumnisse nicht mit einem härteren Vorgehen in anderen (,,unterlegenen") Ländern rechtfertigen oder relativieren. Deutschland muss (wegen seiner Über-Betonung der eigenen Leistungen bei der Pressefreiheit) ,,besser" sein als die angeblichen ,,Autokratien", ein Verweis auf die dortigen Verhältnisse spricht nicht von den eigenen Defiziten frei. Zum russischen Mediengesetz und zur in Deutschland weitgehend ,,freiwilligen" Unterwerfung vieler Redakteure haben die NDS geschrieben:

    ,,Dieses russische Gesetz ist scharf zu kritisieren. Es wird meiner Meinung nach auch nicht durch die gerade vollzogene Zensur der EU gegen den russischen Staatssender RT gerechtfertigt. Die angedrohten Haftstrafen machen kritischen Journalismus zum Ukrainekrieg in Russland ab jetzt unmöglich. Das ist ein Unterschied etwa zu Deutschland, wo der Gleichklang vieler Medien eher durch vorauseilenden Gehorsam der Beteiligten erreicht wird. Direkter Zwang in Form von Repression ist hier nicht nötig, um die enge Anpassung vieler deutscher Redakteure an eine verzerrende antirussische Linie zu erreichen."

Kriegstreiberei, Corona-Kampagne, Zensur

Als aktuelle Themen, bei denen viele große deutsche Medien in einen weitgehend gleichlautenden Kampagnenmodus verfallen, müssen die gefährliche mediale Eskalation des Ukrainekriegs und das infame Verhalten vieler Journalisten während der Corona-Phase genannt werden. Die NachDenkSeiten sind auf diese beiden Aspekte in zahlreichen Artikeln eingegangen, unter anderem in den Beiträgen ,,Ukrainekrieg: Deutsche Medienlandschaft endgültig im Rausch" und ,,Medien und 2G: Die Claqueure der Ausgrenzung" . Weitere hochproblematische aktuelle Vorgänge sind die Unterdrucksetzung der SPD durch deutsche Redakteure und der Schritt, dem russischen Staatssender RT die Verbreitung zu verbieten.

Der Mythos, ,,im Westen" würde keine Zensur ausgeübt, hat sich erübrigt. Und mit ihm die Sichtweise, dass Zensur nur von staatlicher Seite ausgehen könne – diese These ist lange überholt: Zensur kann eindeutig auch von privater Seite ausgeübt werden. Und das wird auch praktiziert, etwa von großen Tech-Unternehmen. Dazu kommen staatliche Vorstöße, so berichtet ,,Lost In Europe" von (nicht vollständig gelungenen) Vorhaben der EU-Kommission zur direkten Zensur im Internet. Eine sehr verbreitete Form der Meinungsmache ist das Weglassen – etwa wenn der Ukraine-Konflikt nicht seit 2014 erzählt wird, sondern erst ab Februar 2022.

Dass die Unterordnung vieler deutscher Redakteure unter Propaganda-Erzählungen durch strukturellen Druck, aber weitgehend ohne direkten Zwang erreicht wird, ist erstaunlich – es ändert aber nichts am gleichlautenden Resultat.
https://www.nachdenkseiten.de/?p=83480
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Hans


Die Macht und das tödliche Design der absichtlich erzeugten Inflation: Ein Werkzeug für Tyrannen
Interventionismus führt unweigerlich zu Sozialismus, Zentralbankwesen führt unweigerlich zu Hyperinflation, totale Bargeldlosigkeit führt unweigerlich zu totaler Überwachung, und ,,garantiertes Einkommen" führt unweigerlich zu garantierter Versklavung. Ein tödliches Gift bleibt ein tödliches Gift, auch wenn es schrittweise eingenommen wird. – Jakub Bożydar Wiśniewski

Das inflationäre Spiel, das von der bösen US-Regierung und dem Rest des Westens gespielt wird, ist gefährlicher, als sich die meisten Amerikaner je vorstellen können. Es hat Auswirkungen, die bis zum Kern des Versuchs reichen, eine ,,neue Weltordnung" zu schaffen, und zwar in einem Ausmaß, das möglicherweise der letzte Nagel im Sarg der Freiheit ist. Diese Taktik ist Teil der geplanten Zerstörung der Volkswirtschaften, der Abschaffung des Bargelds, um eine bargeldlose Gesellschaft zugunsten eines digitalen Geldungetüms zu erreichen. Dies wird zu einem riesigen sozialen Kreditsystem führen, das auf dem chinesischen Modell basiert; unterstützt, finanziert und aufgebaut mit der vollen Komplizenschaft der USA im Laufe der Zeit. Das Gelddrucken der Zentralbanken war die Hauptstütze dieser Falle und läuft weiterhin auf Hochtouren, während die Preise für Lebensmittel, Waren und Dienstleistungen weiterhin ins Unvorstellbare steigen. Bedenken Sie, dass dies nur der Anfang einer absichtlich strukturierten Hyperinflation ist, die dieses Land in die Knie zwingen soll.

Nach den vergangenen zwei Jahren mit Lockdowns, Quarantäne, Vorschriften, Drohungen, falschen Tests, Biowaffeninjektionen, Familienzerstörung, wirtschaftlicher Hölle und staatlichem Mord wird das Komplott der Weltherrschaft durch einen einzigen behaupteten Krieg zwischen Russland und der Ukraine weiter vorangetrieben, bei dem alle Akteure, wie es scheint, in dem Bemühen zusammenarbeiten, eine neue Ära der Hungersnot und des monetären Armageddon zu beginnen. Dies ist natürlich kein Zufall, wurde aber von einem Großteil der Welt, insbesondere von der ignoranten und gleichgültigen amerikanischen Öffentlichkeit, als glaubwürdig akzeptiert. Der Rest des Gemetzels, das ständig auf der ganzen Welt durch die USA, die NATO und andere stattfindet, wird praktisch ignoriert, um nur die Ukraine zu unterstützen, einen Staat, der vollständig von den USA kontrolliert wird. Vergessen Sie den Jemen, Syrien, Afrika, die fortgesetzten Kriegsverbrechen im Irak und in Afghanistan, die brutalen Sanktionen gegen viele souveräne Länder, meist durch die USA und die NATO, und all die anderen Gräueltaten, die gegen Millionen unschuldiger Menschen überall begangen werden. Es ist jetzt in Mode, nur die Ukraine in dem von den USA unter falscher Flagge geführten Krieg zwischen Russland und der Ukraine zu unterstützen; ein Konflikt, der absichtlich und wissentlich so aufgebaut ist, dass er Russland schwächt, während er gleichzeitig dazu dient, die Welt ihrer Nahrungsmittel und Energie zu berauben.

Dies ist jedoch nur die Spitze des Eisbergs, da weitere staatliche ,,Notfälle", Kriege und Stellvertreterkriege, Entvölkerung, Verderbtheit, Giftinjektionen, weitere angebliche ,,virale" Angriffe, Masseninflation, Manipulation der Versorgungsleitungen und monetäres Chaos bevorstehen werden. Dessen können Sie sich sicher sein, denn der nicht enden wollende Angriff auf die Menschheit geht unaufhaltsam weiter. Es gibt einige, die behaupten, dass die ,,Pandemie" vorbei und die Freiheit zurückgekehrt ist – aber wie kann die Freiheit zurückkehren, wenn sie von vornherein nicht existierte, insbesondere in dieser stark kontrollierten Umgebung?

Das monumentale Abrutschen in die Tyrannei wurde in den letzten zweieinhalb Jahren offensichtlich; alles verzehrend und abscheulich, aber unsere Freiheit wurde schon lange vor dem gefälschten ,,Virus"-Betrug angegriffen. Unsere Geschichte wurde so zurechtgebogen, dass sie in ein bestimmtes Narrativ passt, vor unseren Augen zerstört und immer wieder neu geschrieben, während die wahre Geschichte aus dem Gedächtnis gelöscht wurde. Der Kampf um die Freiheit dauert seit den Anfängen an, und in Wirklichkeit war die Freiheit immer nicht nur schwer fassbar, sondern vom Standpunkt eines Verständnisses echter Freiheit aus gesehen nicht existent. Es ist die idiotische und verwirrende Vorstellung, dass die Freiheit zu diesem Zeitpunkt plötzlich zu Ende sei, während sie in Wirklichkeit schon vor langer Zeit zu Ende war, weil die Bevölkerung dies im Interesse des kollektiven Wahnsinns, des Konsums, der Feigheit und ohne Rücksicht auf die Zukunft zugelassen hat.

Erinnert sich überhaupt noch jemand an den Angriff unter falscher Flagge namens ,,9/11", der mit Sicherheit ein Insider-Job war; an den ,,Patriot Act", die Abschaffung der Privatsphäre, die massenhafte staatliche Überwachung und Zensur, Verstümmelung, Folter, brutale mörderische Kriege gegen Unschuldige und den damals aggressivsten Angriff der Regierung auf die Freiheit, den es je gab? Wenn wir noch einmal hundert Jahre zurückgehen, was ist dann mit der Schaffung der verabscheuungswürdigen US-Notenbank und des verstaatlichten Zentralbankwesens, dem Ersten Weltkrieg, der Großen Depression, dem Zweiten Weltkrieg, Korea, Vietnam, dem ,,Krieg gegen den Terror", dem weltweiten Abschlachten von Menschen durch die USA, der absichtlich herbeigeführten ,,Bankenkrise" und den Rettungsaktionen von 2008 sowie der anhaltenden Zerstörung der Gesellschaft durch die politische Klasse und ihre Vollstrecker? Wir könnten noch viel weiter zurückgehen, aber es wurde bereits darauf hingewiesen, dass der Verlust der Freiheit im Laufe der Zeit immer weiter fortschreitet – wie es immer der Fall ist, wenn eine Regierung über die Menschen herrschen darf.

Heute diskutieren wir über das jüngste Gemetzel an uns allen, das durch die Hände der von den Menschen freiwillig an die Macht gebrachten Regierungsknechte angerichtet wurde, und wieder einmal bettelt die verwirrte kollektive Herde um eine sehr verrückte Form von ,,normal". Wird dieses blinde und ungebildete Betteln um Freiheit niemals enden? Werden die Vielen jemals verstehen, dass man Freiheit nur dann erlangen und behalten kann, wenn man als verantwortungsbewusster Mensch handelt und sich seine eigene Freiheit nimmt, ohne die Erlaubnis falscher Herren dafür einzuholen?

Das letzte Puzzlestück auf dem Weg zu einer Weltregierung, die mit drakonischen und technokratischen autoritären Maßnahmen die totale Kontrolle anstrebt, ist möglicherweise die Zerstörung dieses Wirtschaftssystems und die Einführung eines vollständig digitalisierten Geldwesens. Mit anderen Worten, die zentrale Kontrolle über alles Geld weltweit in einer bargeldlosen Gesellschaft. Durch das Herbeiführen einer Masseninflation können alle ,,normalen" Menschen, der Großteil der Gesellschaft, so weit ,,ausgepreist" werden, dass sie überhaupt nicht mehr in der Lage sind, ohne die vollständige Kontrolle durch die oberste Machtebene auszukommen; all dies wird von den politisch Mächtigen durch ,,Social Engineering" und ,,-Scoring" aufgrund des Gehorsamsniveaus jedes Einzelnen durchgesetzt. Das ist es, was von den herrschenden ,,Eliten" angestrebt wird und was der Verwirklichung immer näher kommt.

Was die meisten nicht wissen, ist, dass die Inflation vollständig durch das Drucken von Geld aus dem Nichts durch das Zentralbankensystem verursacht wird. Auch wenn andere Faktoren – und in diesem Fall der Ukraine/Russland-Konflikt – aufgrund von Manipulationen durch die politische Klasse dauerhafte Auswirkungen auf die Preise haben, ist das Drucken von Geld unterm Strich der Verursacher der Inflation. In den USA ist die Federal Reserve die Hauptursache für alle monetäre Inflation. Das Ergebnis sind natürlich höhere Preise, und durch geheime Absprachen und Manipulationen können die Preise durch politische Umwälzungen noch weiter in die Höhe getrieben werden, indem die Politik absichtlich die Einschränkung oder Beseitigung des Angebots erzwingt. Die Rufe nach einem Ende der Fed waren goldrichtig, aber die völlige Abschaffung und Aufgabe der Fed ist zwingend erforderlich, um die ständige Inflationsmaschine zu stoppen.

Inflation ist definitiv ein Werkzeug von Tyrannen, denn Kontrolle über Geld bedeutet Kontrolle über Menschen. Wir befinden uns mitten in der höchsten realen Inflation in der Geschichte dieses Landes, und wenn man bedenkt, dass diese noch viel schlimmer werden wird, was sind dann die Folgen? Die Regierung besitzt über ihre Bürokratie und ihre faschistischen Investmentbanking-Partner bereits praktisch jede Hypothek im Land. Sie kaufen derzeit durch Absprachen mit der Regierung eine riesige Anzahl von Privathäusern in den ganzen USA auf. Durch die viel höheren Preise werden die Massen ausgehungert und können sich keine lebenswichtigen Güter mehr leisten. Sie werden ihr Eigentum an den Staat verlieren, einschließlich ihrer Häuser, und da digitale Währungssysteme zur ,,neuen Normalität" werden, wird die Kontrolle über Wohnraum und verfügbares Kapital zum Leben nur noch in den Händen des Staates liegen. Das bedeutet natürlich, dass dies eine gefangene Sklavengesellschaft werden wird – und wenn sie einmal da ist, wird es fast unmöglich sein, diesen schrecklichen Zustand zu korrigieren.

Die Fed hat erklärt, dass sie die Dauer und die Höhe der Zinserhöhungen ab diesem Monat drastisch ausweiten wird, um das zu beheben, was sie absichtlich geschaffen hat. In Wirklichkeit wird dies das System zum Einsturz bringen. Denken Sie daran, dass die totale Zerstörung dieser und anderer Volkswirtschaften geplant ist, so dass es keine Möglichkeit geben wird, dies mit politischen Mitteln zu beheben. Die Abhängigkeit von den gewählten Herren ist das Ziel, und die Kontrolle des Geldes durch Inflation und andere Methoden wird nur zu dem Ziel führen, erfolgreich eine abhängige Gesellschaft zu schaffen. Die Fed will den Zusammenbruch von Volkswirtschaften und Gesellschaften, also erwarten Sie nicht, dass alles gut ausgeht. Das wird es nicht. Die Preise werden weiter steigen, während die Wirtschaft in eine wahrscheinlich tiefe Depression stürzt. Aber keine Sorge, ihr werdet nichts besitzen und glücklich sein, wie es euch von euren eigenen akzeptierten Meistern gesagt wurde!

Am Anfang wurde sie von den Massen nur als skandalöse Preissteigerung missverstanden. Erst später, unter dem Namen Inflation, wurde der Prozess richtig als Untergang des Geldes begriffen. – Konrad Heiden, 1944
https://uncutnews.ch/die-macht-und-das-toedliche-design-der-absichtlich-erzeugten-inflation-ein-werkzeug-fuer-tyrannen/
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Hans

NY Times ändert Pro-Kriegs-Narrativ und dokumentiert Scheitern der USA in der Ukraine

Schlägt vor, dass die USA ihren Stellvertreterkrieg gegen Russland beenden

John V. Walsh

 

Die New York Times hat eine Aufgabe zu erfüllen - und sie hat diese Aufgabe in den letzten Monaten spektakulär gut erledigt. Nach Meinung dieses Autors ist die Times führend bei der Darstellung des US-Krieges in der Ukraine, einer Geschichte, die die Moral aufrechterhalten, dem Krieg einen hohen moralischen Zweck verleihen und die unzähligen Milliarden rechtfertigen soll, die aus den Taschen der Steuerzahler in Joe Bidens Stellvertreterkrieg gegen Russland fließen. Tag für Tag hat die Times in Wort und Bild allen, auch Politikern und niederen Meinungsbildnern, genau erklärt, was sie vom Krieg in der Ukraine zu halten haben.

Wenn die Times also schreibt, dass die Dinge für die USA und ihren Mann in Kiew, Volodymyr Zelensky, nicht gut laufen, dann ist das eine Geschichte der Art von Mann beißt Hund. Sie sagt uns, dass einige Wahrheiten von unbequem zu unbestreitbar geworden sind. So war es auch bei der Geschichte auf Seite eins am 11. Mai mit der Schlagzeile "Russen halten einen Großteil des Ostens, trotz Rückschlägen".

Selbst diese anti-narrative Schlagzeile mildert die bittere Wahrheit ab. Im ersten Absatz des Artikels wird die Wahrheit noch deutlicher: "Die täglichen Kämpfe verdecken die geografische Realität, dass Russland Bodengewinne erzielt hat." Nicht "Boden gehalten", sondern "Boden gewonnen" hat. Nicht gerade ein Moralbooster.

Die Times fährt fort: "Das russische Verteidigungsministerium erklärte am Dienstag, dass seine Streitkräfte in der Ostukraine bis zur Grenze zwischen Donezk und Luhansk vorgedrungen seien, den beiden russischsprachigen Provinzen, in denen die von Moskau unterstützten Separatisten seit acht Jahren gegen die ukrainische Armee kämpfen." Hier wird daran erinnert, dass die ersten Schüsse in diesem Krieg nicht am 24. Februar abgefeuert wurden, wie es heißt, sondern vor acht langen Jahren im Donbas. Es ist eine aufrüttelnde Erinnerung für diejenigen, die ihre Unterstützung für den Krieg darauf stützen, "wer den ersten Schuss abgegeben hat", dass ihre "moralische" Sichtweise einen erheblichen blinden Fleck hat.

Die Times fährt fort: ".... Die Einnahme des Donbass in Verbindung mit dem frühen Erfolg der russischen Invasion bei der Einnahme von Teilen der südlichen Ukraine, die an die Halbinsel Krim grenzen, gibt dem Kreml ein enormes Druckmittel bei allen zukünftigen Verhandlungen zur Beendigung des Konflikts."

Sie fährt fort: "Und die Russen genießen den zusätzlichen Vorteil der Seeherrschaft im Schwarzen Meer, dem einzigen Seeweg für den ukrainischen Handel, den sie mit einem Embargo lahmgelegt haben, das die Ukraine letztlich wirtschaftlich aushungern könnte und bereits jetzt zu einer weltweiten Getreideknappheit beiträgt." Noch mehr schlechte Nachrichten.

Und weiter: "Russland hat eines seiner Hauptziele so gut wie erreicht: die Einnahme einer Landbrücke, die russisches Territorium mit der Halbinsel Krim verbindet." Und: "Die letzte Hochburg des ukrainischen Widerstands in diesem Gebiet, das Stahlwerk Azovstal in Mariupol, wurde auf ein paar hundert hungrige Soldaten reduziert, die sich größtenteils in Bunkern verschanzt haben." Autsch!

Schließlich wendet die Times ihre Aufmerksamkeit der Wirtschaft zu: "Der Krieg hat die ukrainische Wirtschaft unter enormen Druck gesetzt, da die Infrastruktur und die Produktionskapazitäten stark zerstört wurden", so die Bank in einem Wirtschaftsbericht. Die Bank schätzt, dass 30 bis 50 Prozent der ukrainischen Unternehmen geschlossen haben, 10 Prozent der Bevölkerung aus dem Land geflohen und weitere 15 Prozent Binnenvertriebene sind." Das sind insgesamt 25 % der Bevölkerung, die aus ihren Häusern vertrieben wurden.

Aufgelockert wird diese traurige Geschichte von Scheitern, Elend und Tod durch viel Wortwitz, einige Anekdoten von der Front und die Aussage von Avril Haines, der Direktorin des Nationalen Nachrichtendienstes, deren Zeugnis zurückhaltend, aber düster ist. Aber wenn man es mit Bedacht liest, zeichnet sich ein großes Scheitern des Unternehmens ab.

Also werfen die USA in ihrer Panik weiterhin Berge von Geld in das Problem, etwa 63 Milliarden Dollar, wenn man die jüngste Infusion von etwa 40 Millionen Dollar einbezieht, die gerade durch den Senat pfeift und vom Repräsentantenhaus mit nur 57 Nein-Stimmen, alles Republikaner, bereits verabschiedet wurde. (Und darin liegt eine weitere Geschichte, der Niedergang der Antikriegsstimmung in der Demokratischen Partei und ihre Wiedergeburt unter den populistischen Tucker-Carson-Republikanern, die sich in dieser Sache mit den GOP-Libertären zusammengetan haben).

Aber warum diese abrupte Änderung des Tons bei der Times? Laxe redaktionelle Aufsicht? Das scheint nicht der Fall zu sein, denn pünktlich am selben Tag erscheint ein Meinungsartikel mit dem Titel: "America und seine Alliierten wollen Russland ausbluten. Das sollten sie wirklich nicht tun". Darin wird vorgeschlagen, dass es für die USA an der Zeit ist, die weiße Fahne zu schwenken.

Der Artikel schließt wie folgt:

"Je länger der Krieg dauert, desto größer ist der Schaden für die Ukraine und desto größer ist das Risiko einer Eskalation. Ein entscheidendes militärisches Ergebnis in der Ostukraine könnte sich als schwer zu erreichen erweisen. Doch das weniger dramatische Ergebnis einer schwelenden Pattsituation ist kaum besser. Eine unendliche Verlängerung des Krieges, wie in Syrien, ist mit atomar bewaffneten Teilnehmern zu gefährlich.

"Diplomatische Bemühungen sollten das Herzstück einer neuen Ukraine-Strategie sein. Stattdessen werden die Grenzen des Krieges ausgeweitet und der Krieg selbst als Kampf zwischen Demokratie und Autokratie dargestellt, bei dem der Donbas die Grenze der Freiheit ist. Dies ist nicht nur eine deklamatorische Extravaganz. Es ist rücksichtslos. Die Risiken müssen kaum genannt werden."

Es scheint, dass einige in der außenpolitischen Elite und in anderen Bereichen des Tiefen Staates die drohende Katastrophe für den Stellvertreterkrieg gegen Russland, der von Biden, Nuland, Blinken und dem Rest der neokonservativen Kabale geführt wird, erkannt haben. Die Aussicht auf einen nuklearen Holocaust am Ende dieses Weges könnte ausreichen, um sie aus ihrer exzeptionalistischen Erstarrung zu wecken. Sie scheinen den Zug, den sie in Bewegung gesetzt haben, stoppen zu wollen, bevor er über die Klippe fährt. Es ist nicht klar, ob sie sich durchsetzen werden. Aber es ist klar, dass wir die Verantwortlichen für dieses gefährliche Debakel aus der Macht vertreiben müssen - bevor es zu spät ist.
 http://antikrieg.com/aktuell/2022_05_13_nytimes.htm



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Hans

Energiekrise
Wer hat am Ventil gedreht? Reduzierter Gasfluss durch die Ukraine
In dieser Woche hat die Ukraine den Gasfluss durch ihre Pipeline um ein Drittel gesenkt, allerdings geben westliche Medien Russland daran die Schuld.
von
16. Mai 2022 03:07 Uhr

Was sich derzeit im Bereich Gas abspielt, ist Realsatire. Die Ukraine hat den Gastransit um ein Drittel gesenkt, aber die westlichen Medien geben Russland die Schuld. In Österreich ist ein Gasspeicher leer, dessen Befüllung die Aufgabe der von Deutschland verstaatlichten Gazprom-Tochter ist, aber der österreichische Bundeskanzler gibt Gazprom die Schuld, anstatt in Berlin anzurufen. Die Liste der Kuriositäten ließe sich fortsetzen.

Das russische Fernsehen hat sich am Sonntagabend in seinem wöchentlichen Nachrichtenrückblick ausführlich mit diesen und noch einigen anderen Themen beschäftigt. Daher habe ich den Bericht des Deutschland-Korrespondenten des russischen Fernsehens übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Mehr als 20 europäische Unternehmen haben bereits Konten bei der Gazprombank eröffnet, um russisches Gas zu kaufen. Weitere 14 Unternehmen haben um die erforderlichen Unterlagen für deren Eröffnung gebeten. Das berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag unter Berufung auf ihre Quellen. Europa scheint erkannt zu haben, dass der Spaß vorbei ist. Ende April stellte Gazprom die Lieferung von russischem Gas an Polen und Bulgarien ein, weil diese sich weigerten, in Rubel zu zahlen.

Unterdessen steht die EU unter dem beispiellosen Druck Amerikas, so schnell wie möglich auf russische Energieträger zu verzichten, selbst auf Kosten der eigenen Wirtschaft und des Wohlergehens der Menschen. Schließlich ist es Europa, das im nächsten Winter zu erfrieren droht, nicht die Vereinigten Staaten. Allerdings sind nicht alle Länder der Europäischen Union bereit, den amerikanischen Wünschen nachzukommen.

Ein Bericht unseres Deutschland-Korrespondenten.

Der wirtschaftliche Blitzkrieg gegen Russland ist gescheitert und für Europa zeichnet sich immer deutlicher ab, dass sich der Konflikt in die Länge zieht. Aber das ist erst der Anfang – noch ist nicht einmal die Zeit der arroganten und selbstgerechten Aussagen vorbei.

,,In Russland hat man noch nicht verstanden, dass es keinen Frieden geben kann, wenn Moskau einen Teil der Ukraine mit militärischer Gewalt nimmt. Wir werden keinen Frieden für die Ukraine akzeptieren, dessen Bedingungen von Russland diktiert werden", sagte Bundeskanzler Olaf Scholz.

Wenn manche meinten, dass der deutsche Bundeskanzler der am kriegerischsten eingestellte Politiker war, so ist das nicht der Fall. Wie immer steht der polnische Premierminister Morawiecki außer Konkurrenz. In der Zeitung The Telegraph schrieb er diese Woche folgendes: ,,Die russische Welt ist ein Krebsgeschwür, das die russische Gesellschaft auffrisst und eine tödliche Gefahr für ganz Europa darstellt. Es reicht daher nicht aus, die Ukraine in ihrem militärischen Kampf gegen Russland zu unterstützen. Wir müssen diese monströse neue Ideologie vollständig ausrotten."

Sieht man von einigen Beispielen ukrainischer Publizistik und Folklore ab, so kann man sagen, dass der Scheitelpunkt der Russophobie in Europa überwunden ist. Von jetzt an kann man Morawieckis Abstieg in den moralischen Abgrund nicht mehr übertreffen.

Die Außenminister der G7-Staaten kamen am Freitag in Schleswig-Holstein zusammen, um über das Wichtigste zu beraten: wie man weiterhin Waffen in die Ukraine pumpen und Weizen und Sonnenblumen von dort abpumpen kann. Bloomberg schreibt, dass das zweite Thema für die EU jetzt noch wichtiger ist, und wenn man der deutschen Außenministerin Baerbock glauben darf, dann nicht wegen der Knappheit und der steigenden Preise an den europäischen Ladentheken, sondern aus echter Sorge um Afrika: ,,Deshalb diskutieren wir darüber, wie wir Russlands Getreideblockade aufheben können, wie wir Getreide in die Welt bringen können, wie wir den Ärmsten der Welt in dieser Situation helfen können."

Neben dem ukrainischen Außenminister Kuleba war auch der moldawische Amtskollege von Popescu zu dem Treffen eingeladen. Mit anderen Worten, um Chisinau zu unterstützen, das im Moment sehr nervös ist, aber auch, um eine Entscheidung über Transnistrien zu treffen, das keine Transporte von Waffen in den Osten und Brot und Butter in den Westen durch Moldawien zulässt. Dort leben russische Menschen und dort sind russische Friedenstruppen. Die Ukraine bemüht sich seit Wochen, diesen Brückenkopf im eigenen Rücken zu beseitigen, aber natürlich wurde am Ende des Treffens kein Kommentar zu diesem Thema abgegeben. Stattdessen beteiligte sich Kuleba aktiv an dem, was man als das Teilen des Fells des nicht erlegten Bären bezeichnet: ,,Ich habe die G7-Länder gebeten, alle notwendigen Schritte zu unternehmen, um russische Vermögenswerte zu beschlagnahmen und sie der Ukraine für den Wiederaufbau unseres Landes zu übergeben. Wir sprechen hier von Hunderten von Milliarden Dollar und Euro"

Von 300 Milliarden Dollar, um genau zu sein. Aber auch nur einen Teil dieses Betrags zu erhalten, könnte für Kiew problematisch sein: Die eingefrorenen Guthaben werden vom Westen als Druckmittel gegen Moskau wahrgenommen, aber natürlich kein sehr gutes, denn Russland hält viel mehr westliche Investitionen unter Arrest, aber es ist wie es ist. Außerdem hat man wenig Lust, Milliarden in die Hände von Leuten zu legen, die sie mit hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit stehlen werden. Als Trostpflaster, also als Haushaltshilfe, wurden der Ukraine von den G7 30 Milliarden Euro in Form von Darlehen und Zuschüssen versprochen – letztere müssen nicht zurückgezahlt werden, das Geld soll also die Loyalität aufrechterhalten und die Elite ,,wärmen". Über das Geld für die Ukraine ist so gut wie alles gesagt, außer dem Neuesten: Die EU stellt weitere 500 Millionen für den Kauf von Waffen für die ukrainische Armee bereit, die jedoch an westliche Waffenschmieden gehen werden.

Öffentliche Auftritte sind für Frau Baerbock jetzt immer ein Abenteuer. In dieser Woche musste sie ihre Stimmbänder strapazieren, um die Menge zu übertönen und sie musste fliegenden Eiern ausweichen. Nicht allen Deutschen gefällt es, dass ihre Grünen so schnell zu Khaki verblasst sind. Im Laufe der Woche gelang es Baerbock und Co. schließlich, den Widerstand von Bundeskanzler Scholz zu brechen, der Kiew nicht mit schweren Waffen beliefern wollte. Am Dienstag wurde bekannt gegeben, dass die erste Gruppe ukrainischer Artilleristen auf dem Schießplatz Idar-Oberstein eingetroffen ist, sie werden für die Bedienung der deutschen Panzerhaubitze 2000 ausgebildet.

Deutschland und die Niederlande planen, 12 davon an die ukrainischen Streitkräfte zu übergeben. Die Nachricht sorgte im Bundestag für Aufregung, denn nach Ansicht des Wissenschaftlichen Dienstes des Parlaments macht die Ausbildung ukrainischer Soldaten Deutschland zu einer Kriegspartei. Marco Buschmann, der Justizminister, wurde aufgefordert, die Frage zu beantworten, ob sich Deutschland nun im Krieg mit Russland befindet oder nicht. Buschmann sagte, dass dies nicht der Fall sei, zumindest müsse Russland das so sehen. Da aber niemand für Russland sprechen konnte, blieb die Situation in der Schwebe. Das ist generell das Merkmal des Augenblicks.

Das gilt beispielsweise auch für das sechste Paket anti-russischer Sanktionen, das wegen der Frage des Ölembargos die dritte Woche auf Eis liegt. Von der Leyen hat bereits angedeutet, dass das Prinzip der einstimmigen Beschlussfassung im Europäischen Rat abgeschafft werden muss, um das ungarische Veto zu umgehen. Ministerpräsident Orban hat wohl einem Verbot von Tankertransporten zugestimmt, mehr aber auch nicht: ,,Russisches Öl oder jedes andere Öl kann nur über Pipelines nach Ungarn gelangen, wobei die eine Hälfte der Pipeline in Russland liegt: ein Ende in Russland und das andere in Ungarn. Wir können einen Vorschlag, der diese Tatsache ignoriert, nicht akzeptieren. In seiner jetzigen Form ist dieser Vorschlag gleichbedeutend mit dem Abwurf einer Atombombe auf die ungarische Wirtschaft", sagte Orban.

Bulgarien, die Tschechische Republik und die Slowakei lehnen das Ölembargo zwar nicht so kategorisch ab, rechnen aber mit ähnlich verheerenden Auswirkungen für sich selbst. Sie bestehen auf einem Aufschub. Das gilt umso mehr, als nicht genügend Öl auf dem Markt ist – das Angebot hinkt der Nachfrage um etwa 1,5 Millionen Barrel pro Tag hinterher. Und in dieser Woche schlossen die Hauptakteure der OPEC – Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate – eine Erhöhung der Produktion zur Bestrafung Russlands aus. Generell ist bereits die Rede davon, dass das sechste Paket in einer abgespeckten Version verabschiedet wird, auch wenn das für die Idee der europäischen Solidarität erhebliche Imageverluste bedeutet, was natürlich die Freunde jenseits des Ozeans ärgert. Und diese Woche beschloss Washington, Europa aufzurütteln: Die Ukraine wurde angewiesen, am Ventil zu drehen.

,,Die Ukraine hat angekündigt, dass sie ein Drittel ihrer Gaslieferungen nach Europa, insbesondere nach Ostdeutschland, einstellt. Sie müssen wissen, dass wir jeden Tag Kohle im Wert von 4,3 Millionen Euro, Öl im Wert von 40 Millionen Euro und Gas im Wert von 22 Millionen Euro erhalten. Öl und Gas werden zuerst in den östlichen Teil des Landes geliefert. In der Glasindustrie sprechen wir zum Beispiel von 7.000 Arbeitsplätzen, die einfach wegfallen werden", sagte Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow.

Am Dienstag teilte Naftogaz mit, dass es den Gastransit über den Knotenpunkt Sohraniwka-Nowopskiw unterbricht, weil das Gebiet Lugansk, in dem sich dieser Knotenpunkt befindet, nicht mehr unter der Kontrolle Kiews steht. Das ist eindeutig Erpressung, denn Kiew hat die Kontrolle als Folge der Offensive praktisch in der ersten Woche der Militäroperation auf Starobelsk verloren. Aber zwei Monate lang funktionierte der Gastransit normal.

,,Gazprom hat keine Bestätigung für das Vorliegen höherer Gewalt erhalten und sieht keine ernsthaften Hindernisse für die Fortsetzung des Betriebs. Die ukrainischen Spezialisten arbeiteten ruhig an den Kompressorstationen Sogranovka und Novopskov und tun das auch weiterhin. Der Transit wurde in vollem Umfang durchgeführt und es gab und gibt keine Beschwerden von den Vertragspartnern. Gazprom kommt seinen Verpflichtungen gegenüber den europäischen Verbrauchern in vollem Umfang nach und liefert Gas in Übereinstimmung mit dem Vertrag und den Vereinbarungen; die Transitleistungen wurden vollständig bezahlt", sagte Sergej Kuprijanow, der Pressesprecher von Gazprom.

Die ohnehin schon grenzenlose Bereitschaft Kiews, die Launen Washingtons zu befriedigen, wurde offensichtlich durch die Rede des französischen Präsidenten vor dem Europäischen Parlament noch verstärkt, die trotz ihres schmeichelhaften Charakters die ukrainischen Hoffnungen auf einen baldigen Beitritt zur EU zunichte machte: ,,Wir alle wissen sehr gut, dass der Beitrittsprozess mehrere Jahre, wahrscheinlich sogar mehrere Jahrzehnte dauern wird", sagte Macron.

Am nächsten Tag sagte Kuleba in einem Interview mit der Financial Times, dass Europa erneut betrügt und die Ukraine das nicht hinnehmen werde. Und sofort sank die durch die ukrainische Transitpipeline gepumpte Gasmenge um ein Drittel, was kein Zufall sein dürfte, während die Preise sofort auf 1.200 Euro pro tausend Kubikmeter anstiegen. Das deutsche Wirtschaftsministerium erklärte, dass das keine große Sache sei, denn die reduzierten Lieferungen können durch erhöhte Lieferungen aus den Niederlanden und Norwegen ausgeglichen werden. Aber diese Mengen muss man jemand anderem wegnehmen, denn es gibt kein überschüssiges Gas.

,,Wir werden halten, was wir versprochen haben, und alles tun, was wir können, um in der schwierigen Situation, in der sich Europa befindet, stabil zu sein. Im Moment pumpen wir so viel wir können. Und dann werden wir sehen. Aber wir arbeiten mit voller Kapazität", versicherte Jonas Gahr Støre, Ministerpräsident von Norwegen.

Europa mag in der Lage sein, seinen derzeitigen Bedarf zu decken, aber es wird viel schwieriger sein, Vorräte für den Winter anzulegen. Das norwegische Unternehmen Rystad Energy, das auf Energiemarktanalysen spezialisiert ist, warnte, dass der Preis für tausend Kubikmeter Gas bis zur neuen Heizsaison 3.500 Euro erreichen wird. Und dann kommt eine Pleitewelle, denn nicht einmal Deutschland kann sich solche Preise leisten.

Die Prognose der norwegischen Analysten berücksichtigt offenbar bereits die neue Realität, in der Russland begonnen hat, auf Sanktionen und Angriffe zu reagieren. In dieser Woche beendete Gazprom alle Beziehungen zu seinen früheren Tochtergesellschaften in Deutschland und Polen, die vor etwa einem Monat von den Behörden enteignet worden waren. Der österreichische Bundeskanzler droht nun damit, dasselbe zu tun. Nehammer ist unglücklich darüber, dass der Salzburger Erdgasspeicher leer ist. Aber er hat offenbar noch nicht beachtet, dass es nun das Problem der neuen Eigentümer ist, die Pipelines und unterirdischen Lagerstätten von Gazprom mit Treibstoff zu füllen. Und zumindest in diesem Sommer können sie sich nur an Gazprom wenden. Aber nun ohne Vorzugspreise, sondern zu Marktbeziehungen.

(Anm. d. Übers.: Nach der Enteignung der Gazprom-Töchter wäre tatsächlich der deutsche Staat der Ansprechpartner für Österreich, denn die Befüllung des österreichischen Gasspeichers ist Aufgabe der ehemaligen Gazprom-Tochtergesellschaft in Deutschland. Da Gazprom aber alle Geschäftsbeziehungen zu den enteigneten Tochtergesellschaften abgebrochen hat, kann Österreich sich nun um neue Verhandlungen mit Gazprom bemühen.)

,,Die Verhängung von Sanktionen gegen die Tochtergesellschaften von Gazprom Germania bedeutet, dass sie neue Lieferverträge abschließen müssen. Diese Verträge werden wahrscheinlich zu höheren Preisen ausgehandelt werden", sagte der deutsche Wirtschaftsminister Robert Habeck.

Das ist es, was sie erreicht haben: höhere Preise für alles. Aber nun kommt die Frage: Während Frau Baerbock diese Woche in Kiew mit der Ankündigung für Aufsehen sorgte, dass Deutschland auf russisches Gas verzichtet, stellte Arbeits- und Sozialminister Hubertus Heil in Berlin fest, dass der Verzicht auf russisches Gas Deutschland in eine doppelte Krise führen würde – Stagflation, bei der die Geldentwertung mit einer Stagnation der Wirtschaft einhergeht. Und diese Menschen arbeiten in der gleichen Regierung. Wie soll man sie verstehen, wenn sie sich gegenseitig nicht verstehen?

Vielleicht meinte Baerbock, es gäbe Pläne, auf russisches Gas zu verzichten. Aber so einfach ist das nicht, denn der Vertrag läuft bis 2030. 40 Milliarden Kubikmeter pro Jahr und Deutschland muss für alles bezahlen, auch wenn es seinen Verbrauch senkt. Das deutsche Außenministerium will sich jedoch nicht zu solchen Details äußern. Allerdings muss man zugeben, dass die Politik die alleinige Herrin des europäischen Hauses ist, und die Wirtschaft klopft nur an die Tür, wenn auch ziemlich eindringlich. Und eines Tages wird sie sie eintreten. Das passiert, wenn man akzeptiert, dass der Konflikt wirklich lange dauern wird.

Ende der Übersetzung
https://www.anti-spiegel.ru/2022/wer-hat-am-ventil-gedreht-reduzierter-gasfluss-durch-die-ukraine/
"Vertrauen Sie denen, die nach der Wahrheit suchen, und mißtrauen Sie
denen, die sie gefunden haben."
(André Gide)

Hans

Wie Medienberichte über "Zusammenstöße" über israelisch-palästinensische Gewalt in die Irre führen
Maha Nassar

 

Am 13. Mai 2022 griff die israelische Polizei Trauernde an, die den Sarg der getöteten palästinensisch-amerikanischen Journalistin Shireen Abu Akleh trugen, schlug mit Schlagstöcken auf die Sargträger ein und trat auf sie ein, als sie zu Boden fielen.

Wer jedoch die Schlagzeilen der ersten Berichte mehrerer US-Medien überflog, konnte einen anderen Eindruck von den Ereignissen gewinnen.

"Israelische Polizei stößt mit Trauernden bei Trauerzug zusammen", lautete die Überschrift des Online-Berichts von MSNBC. Das Wall Street Journal hatte eine ähnliche Schlagzeile für seinen Bericht: "Israelische Streitkräfte und Palästinenser stoßen im Westjordanland vor der Beerdigung eines Journalisten zusammen".

Fox News begann seinen Artikel mit "Zusammenstöße brachen am Freitag in Jerusalem aus, als Trauernde an der Beerdigung der altgedienten amerikanischen Al Jazeera-Journalistin Shireen Abu Akleh teilnahmen, die am Freitag bei einer Razzia in der Stadt Dschenin im Westjordanland erschossen wurde."

In den Schlagzeilen dieser Artikel wird weder erwähnt, wer die Gewalt angezettelt hat, noch gibt es irgendeinen Hinweis auf das Machtungleichgewicht zwischen einer schwer bewaffneten israelischen Polizeitruppe und scheinbar unbewaffneten palästinensischen Zivilisten.

Solche Formulierungen und Auslassungen sind in der Berichterstattung über Gewalttaten der israelischen Polizei oder des israelischen Militärs üblich. Ähnliche Schlagzeilen gab es im April nach einem Vorfall, bei dem die israelische Polizei während des muslimischen heiligen Monats Ramadan Gläubige in der Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem angriff. Auch damals wurden die Angriffe der Polizei auf die Gläubigen - bei denen bis zu 152 Palästinenser durch Gummigeschosse und Schlagstöcke verletzt wurden - weithin als "Zusammenstöße" bezeichnet.

Und Schlagzeilen sind wichtig - viele Amerikaner lesen nicht über sie hinaus, wenn sie Nachrichten konsumieren oder Artikel online teilen.

 

Neutrale Begriffe sind nicht immer neutral

 

Die Verwendung eines Wortes wie "Zusammenstöße" mag bei einem so umstrittenen Thema wie dem israelisch-palästinensischen Konflikt, bei dem es auf beiden Seiten zu Gewalttätigkeiten kommt, sinnvoll erscheinen.

Als Wissenschaftlerin der palästinensischen Geschichte und Analytikerin der US-Medienberichterstattung zu diesem Thema bin ich jedoch der Ansicht, dass die Verwendung neutraler Begriffe wie "Zusammenstöße" zur Beschreibung von Angriffen der israelischen Polizei und des Militärs auf palästinensische Zivilisten irreführend ist. Dabei werden Fälle übersehen, in denen israelische Streitkräfte Gewalt gegen Palästinenser ausüben, die keine Bedrohung für sie darstellen. Außerdem wird den offiziellen israelischen Darstellungen oft mehr Gewicht verliehen als den palästinensischen.

Den US-Medien wird seit langem vorgeworfen, ihr Publikum in die Irre zu führen, wenn es um Gewalt gegen Palästinenser geht. Eine MIT-Studie aus dem Jahr 2021, die 50 Jahre Berichterstattung der New York Times über den Konflikt untersuchte, stellte fest, dass das Passiv überproportional häufig verwendet wird, wenn es um negative oder gewalttätige Handlungen gegenüber Palästinensern geht.

Die Verwendung des Passivs - z. B. die Meldung, dass "Palästinenser bei Zusammenstößen getötet wurden", statt "israelische Streitkräfte töteten Palästinenser" - trägt dazu bei, Israel vor einer Überprüfung zu schützen. Sie verschleiert auch den Grund, warum so viele Palästinenser wütend auf Israel sind.

Das gilt nicht nur für die New York Times. Eine 2019 von kanadischen Datenforschern durchgeführte Analyse von mehr als 100.000 Schlagzeilen aus 50 Jahren US-Berichterstattung in fünf Zeitungen kam zu dem Schluss, dass "die Berichterstattung der US-Mainstream-Medien über den Konflikt Israel begünstigt, und zwar sowohl durch die schiere Menge der behandelten Geschichten als auch dadurch, dass sie den Israelis mehr Möglichkeiten bietet, ihren Standpunkt zu verstärken."

In der Studie von 2019 wurde auch festgestellt, dass Wörter, die mit Gewalt assoziiert werden, wie "Zusammenstoß" und "Zusammenstöße", eher in Berichten über Palästinenser als über Israelis verwendet werden.

 

Konkurrierende Narrative

 

Ein Problem bei der Verwendung des Begriffs "Zusammenstoß" ist, dass er Vorfälle verschleiert, bei denen israelische Polizei- und Sicherheitskräfte Palästinenser angreifen, die keine Bedrohung für sie darstellen.

Amnesty International, eine Menschenrechtsorganisation, beschrieb den jüngsten Vorfall in der Al-Aqsa-Moschee als einen, bei dem die israelische Polizei "brutal gegen Gläubige in und um die Moschee vorging und Gewalt anwandte, die auf Folter und andere Misshandlungen hinausläuft, um Versammlungen aufzulösen".

 

Das Wort "Zusammenstöße" wird dieser Realität nicht gerecht.

 

Die Verwendung des Wortes "Zusammenstöße" verleiht auch der israelischen Regierungsversion der Geschichte mehr Glaubwürdigkeit als der palästinensischen. Israelische Beamte beschuldigen oft die Palästinenser, zur Gewalt angestiftet zu haben, und behaupten, dass Soldaten und Polizisten tödliche Gewalt anwenden mussten, um palästinensische Angriffe abzuwehren. Und so wird in der Regel auch über diese Ereignisse berichtet.

Die Datenbank der israelischen Menschenrechtsgruppe B'Tselem über israelische und palästinensische Todesopfer zeigt jedoch, dass die meisten der rund 10 000 Palästinenser, die seit dem Jahr 2000 von Israel getötet wurden, zum Zeitpunkt ihrer Tötung nicht "an Feindseligkeiten beteiligt" waren.

Dieser Versuch, die Schuld für die israelische Gewalt auf die Palästinenser abzuwälzen, wurde bei der Tötung der Journalistin Shireen Abu Akleh deutlich. Nach Angaben ihrer Kollegen am Tatort wurde die erfahrene Journalistin von einem israelischen Scharfschützen mit einem gezielten Schuss in die rechte Schläfe getötet, obwohl sie eine "PRESS"-Schutzweste und einen Helm trug. Augenzeugenberichten zufolge schossen ein oder mehrere Scharfschützen auch auf Abu Aklehs Kollegen, als diese versuchten, sie zu retten.

Zunächst erklärte der israelische Ministerpräsident Naftali Bennett, bewaffnete Palästinenser hätten zum Zeitpunkt der Ermordung von Abu Akleh "ungenau, wahllos und unkontrolliert geschossen" - was bedeutet, dass Palästinenser Abu Akleh erschossen haben könnten. Als sich dann die Beweise häuften, die diese Darstellung widerlegten, änderten israelische Beamte ihren Kurs und erklärten, die Quelle der Schüsse könne "noch nicht bestimmt werden".

Die New York Times berichtete zunächst, Abu Akleh sei "bei Zusammenstößen zwischen dem israelischen Militär und bewaffneten Palästinensern in der Stadt erschossen worden". Weiter unten in der gleichen Geschichte lesen wir, dass der palästinensische Journalist Ali Samudi, der bei demselben Angriff verwundet wurde, sagte: "Es gab keine bewaffneten Palästinenser oder Widerstand oder sogar Zivilisten in der Gegend." Diese Perspektive fehlt jedoch in der Überschrift und den ersten Absätzen des Artikels.

Einige Tage später kam eine Analyse des verfügbaren Videomaterials durch den investigativen Journalismusdienst Bellingcat zu dem Schluss, dass die Beweise Augenzeugen zu bestätigen scheinen, die sagten, dass keine militanten Aktivitäten stattfanden und dass die Schüsse von israelischen Militärscharfschützen kamen.

Die New York Times hat ihre ursprüngliche Meldung nicht aktualisiert oder korrigiert, um diese neuen Beweise zu berücksichtigen.

Dies ist ein Beispiel dafür, warum die Verwendung des Begriffs "Zusammenstöße" von palästinensischen und arabischen Journalisten stark kritisiert wurde. Tatsächlich hat die Arab and Middle Eastern Journalist Association im Jahr 2021 einen Leitfaden für Journalisten herausgegeben, in dem sie dazu auffordert, "das Wort 'Zusammenstöße' zugunsten einer präziseren Beschreibung zu vermeiden".

 

Ein unvollständiges Bild

 

Es gibt noch ein weiteres Problem mit "Zusammenstößen". Wenn die Medien ihre Aufmerksamkeit nur dann auf den israelisch-palästinensischen Konflikt richten, wenn "Zusammenstöße" ausbrechen, erhalten westliche Leser und Zuschauer ein unvollständiges Bild. Dabei wird ignoriert, was B'Tselem als die "tägliche Routine offener oder impliziter staatlicher Gewalt" beschreibt, der die in den besetzten Gebieten lebenden Palästinenser ausgesetzt sind.

Ohne das Verständnis der täglichen Gewalt, die Palästinenser erleben - wie sie von Gruppen wie Human Rights Watch und Amnesty International dokumentiert wird - ist es für Nachrichtenkonsumenten schwieriger zu verstehen, warum es überhaupt zu "Zusammenstößen" kommt.

Aber die Art und Weise, wie die Menschen ihre Nachrichten beziehen, ändert sich, und damit auch die Ansichten der Amerikaner über den israelisch-palästinensischen Konflikt. Dies gilt vor allem für die jüngeren Amerikaner, die ihre Nachrichten seltener von den etablierten Medien beziehen.

Jüngste Umfragen zeigen, dass jüngere Amerikaner im Allgemeinen mehr mit den Palästinensern sympathisieren als ältere Amerikaner. Diese Verschiebung gilt auch für jüngere jüdische Amerikaner und jüngere Evangelikale, zwei Gemeinschaften, die traditionell eine starke Pro-Israel-Stimmung haben.

Auch die US-Journalisten selbst arbeiten daran, die Art und Weise zu ändern, wie über israelische Gewalt berichtet wird. Letztes Jahr haben einige von ihnen - darunter Reporter des Boston Globe, der Los Angeles Times, der Washington Post und von ABC News - einen offenen Brief veröffentlicht, in dem sie ihre Journalistenkollegen auffordern, "die volle, kontextbezogene Wahrheit zu berichten, ohne Furcht oder Bevorzugung, und anzuerkennen, dass die Verschleierung von Israels Unterdrückung der Palästinenser den Objektivitätsstandards dieser Branche widerspricht". Bislang haben sich über 500 Journalisten angeschlossen.

Eine korrekte Sprache in der Berichterstattung über israelisch-palästinensische Gewalt ist nicht nur ein Anliegen der Glaubwürdigkeit der Journalisten - sie würde auch den US-Nachrichtenkonsumenten ein besseres Verständnis der Bedingungen vor Ort und der tödlichen Folgen vermitteln.

http://antikrieg.com/aktuell/2022_05_18_wiemedienberichte.htm
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Hans

Affenpocken: USA bestellen Impfstoff
20. Mai 2022von Thomas Oysmüller4.6 Minuten Lesezeit

Während die Medien die Affenpocken umgehen lassen, und Covid-Experten schon eindringlich warnen, haben die USA und Europa bereits Impfstoff bestellt. Denn anders als bei Covid wurde der mögliche Affenpockenimpfstoff schon im Herbst 2019 zugelassen.

Spanien, Portugal, seit gestern auch Schweden und Italien: Die Affenpocken haben Europa erreicht. Die WHO ruft bereits zu rigorosem Contact-Tracing auf. Corona-Experten versuchen die Welt zu alarmieren und der Westen hat bereits begonnen, sich Impfstoff zu besorgen.
Affenpocken im Anmarsch

Die Affenpocken erreichen wenige Tage vor wichtigen Treffen den Mainstream. Nächste Woche kommen WEF und WHO in der Schweiz zusammen. Auch der Pandemiepakt liegt am Verhandlungstisch. Es gibt eine brisante Parallele: Als sich Ende Jänner die Welt in Davos zum WEF-Gipfel getroffen hatte, verfügte Xi Jinping wenige Tage später über den ersten Lockdown der Welt in Wuhan.

Die Affenpocken verlaufen milder als die Pocken, die seit 1980 ausgerottet sind. Die Affenpocken, die bisher hauptsächlich in Afrika bemerkt wurden, sind auch weniger infektiös und weniger tödlich. Pocken sind unbehandelt enorm tödlich: bis zu 30 Prozent Letalität hatte das Virus, bevor es ausgerottet wird. In England spricht man aktuell von einer Fallsterblichkeitsrate der Affenpocken von einem Prozent.

Was wird jetzt also passieren? Werden wir in wenigen Wochen massive Grundrechtseinschränkungen erleben? Wird es bald eine Pockenimpfung brauchen, um Arbeiten zu dürfen? Für eine seriöse Einschätzung ist es zu früh. Aber Anzeichen sind da.
Österreich-,,Impfexperte" schert aus

Bereits jetzt rufen Player des Corona-Theaters zu ,,Maßnahmen" auf. ,,Was man natürlich jetzt brauche, sei effizientes Contact Tracing, möglicherweise Ring Vaccination und eine Informationskampagne", sagt etwa der Österreicher Florian Krammer, Impfstoffforscher und medialer Star des Mainstreams seit der Covid-Impfung.

Der WEF-,,Global Shaper" Eric Feigl-Ding, der in der Konstruktion der öffentlichen Meinung auf Twitter Ende 2020 bei Covid eine zentrale Rolle gespielt hat, ist bereits panischer Marktschreier auf der Kurznachrichtenplattform. Er glaubt auch diesmal schon mehr zu wissen als alle anderen: Die Affenpocken verbreiten sich über Aerosole.

Die niederländische Virologin Marion Koopmans, die die WHO zu COVID-19 beraten hat, hält den Ausbruch der Affenpocken für ,,sehr ungewöhnlich" und besorgniserregend. ,,Affenpocken, wie wir sie kennen, sind nicht so ansteckend", sagt sie.

Anders ist noch Herwig Kollaritsch, ebenfalls österreichischer TV-Experte der letzten zwei Jahren und großer Befürworter für außerordentliche Maßnahmen aufgrund von Corona. Das Mitglied der Impfpflichtkommission beruhigt, er ist noch nicht auf die Panikwelle aufgesprungen: ,,Affenpocken gibt es schon sehr lange, es treten immer wieder einzelne Fälle auf". Im Gegensatz zu Krammer sagt Kollaritsch, dass es gegen Affenpocken keine wirksame Impfung gebe, aber antivirale Behandlungen.

Krammer hat andere Informationen, die Coronaexperten sind sich also nicht einig: ,,Der Smallpox Impfstoff sollte ja recht gut dagegenwirken", schreibt er auf Twitter. Und es sei Zeit, ,,Daten" zu sammeln. Gibt er bereits das neue Ziel vor, nämlich das Virus aufzuhalten?

Das RKI sieht es ähnlich wie Krammer. Eine Pockenimpfung, sollte auch gegen die Affenpocken wirken. Die Staaten scheinen da aber bereits weiter zu sein.
Impfstoff bestellt

Denn jener Punkt, der wirklich dafürspricht, die Affenpocken nicht nur als Medienhype abzutun, ist dieser: Die USA haben beim europäischen Pharmaunternehmen Bavarian Nordic eine Option um 119 Millionen US-Dollar gezogen. Damit haben sie Impfstoff bestellt, der gegen Affenpocken wirken soll. Außerdem verfügt die US-Regierung um eine weitere Option auf Impfstoff in der Höhe von 180 Millionen US-Dollar.

Am Mittwoch gab das Unternehmen bekannt, ,,dass das U.S. Biomedical Advanced Research and Development Authority (BARDA die ersten Optionen im Rahmen des Vertrags über die Lieferung einer gefriergetrockneten Version des Pockenimpfstoffs JYNNEOS® ausgeübt hat, so dass die ersten Dosen dieser Version in den Jahren 2023 und 2024 hergestellt und abgerechnet werden können."

Am Donnerstag gab das Unternehmen dann auch noch bekannt, ein europäisches Land, das aber nicht konkret genannt wurde, mit Pockenimpfstoff zu beliefern.

Der Impfstoff von Bavarian wurde mit 100 Millionen US-Dollar bei der Entwicklung von Anthony Faucis NIAID unterstützt. Er erhielt die FDA-Zulassung Ende September 2019, wenige Monate vor Coronaausbruch.
Bioterror?

In der damaligen Erklärung zog die FDA auch die Möglichkeit in Betracht, dass der neue Pockenimpfstoff auch im Falle einer Bioattacke, bei dem es um die ,,absichtliche Freisetzung" von Pocken geht, für den Markt erforderlich wäre.

Und der CEO von Bavarian gab am Donnerstag bekannt:

,,Die Geschwindigkeit, mit der sich die aktuellen Affenpockenfälle in Europa entwickelt haben, und die Möglichkeit, dass Infektionen über den ersten Fall hinaus unentdeckt bleiben, erfordern ein schnelles und koordiniertes Vorgehen der Gesundheitsbehörden. Die Infektionskontrolle hatte für die Gesellschaften während der COVID-19 hohe Priorität, und diese Situation ist eine bedauerliche Erinnerung daran, dass wir nicht unachtsam sein dürfen, sondern unsere Bereitschaft für Infektionskrankheiten weiter ausbauen und verstärken müssen, um die Welt offen zu halten."

Noch ein Hinweis: Im März 2021 veranstaltete die Münchner Sicherheitskonferenz eine Übung, bei der eine globale Pandemie mit einem ungewöhnlichen Affenpockenstamm simuliert wurde. Die Herkunft des Virus war ein künstlicher: Es war ein im Labor hergestellter Erreger. Im November 2021 folgte dann noch Bill Gates: Er warnte vor einer bioterroristischen Attacke mit einem Pockenvirus.

Über den Ursprung des aktuellen Pockenausbruchs wird aktuell noch sehr wenig gesprochen, ganz anders als damals in Wuhan. Man hört gegenwärtig nur ,,irgendwo in Afrika".
https://tkp.at/2022/05/20/affenpocken-usa-bestellen-impfstoff/
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          Nach Affenpocken ein Planspiel mit Leopard-Pocken – G7-Gesundheitsminister simulieren neue Pandemie
20 Mai 2022 09:00 Uhr

Das jüngste Pandemie-Planspiel der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Gesundheitsminister der G7-Staaten gilt einem Pocken-Ausbruch im Jahre 2023. Dabei sind "Jugendliche von den 'Leopard-Pocken' unverhältnismäßig stark betroffen – sterben häufig daran", so das Szenario. Gastgeber für die Tagung ist Karl Lauterbach in Berlin.
von Bernhard Loyen
Der deutsche Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) ist für zwei Tage Gastgeber des Treffens der Gesundheitsminister der G7-Staaten. Mit dem Szenario "Leopard-Pocken" soll auf der Tagung der Ausbruch einer Pandemie simuliert werden. Die Bild-Zeitung kam in den Besitz der "Unterlagen für die Übung der Minister" (Bezahlschranke). In dem Text heißt es:

"Am Donnerstag treffen sich die sieben Minister bei Gesundheitsminister Karl Lauterbach (59, SPD) in Berlin und spielen den Ablauf einer Pocken-Pandemie im Jahr 2023 durch."

Karl Lauterbach formulierte es in einer  Presskonferenz am 18. Mai so:

"Meine Kollegen und ich werben dafür, dass wir einen Pandemie-Pakt schließen, dieser Pandemie-Pakt soll künftige Ausbrüche schneller erkennen und effektiver darauf reagieren können."

Bundesverfassungsgericht genehmigt Corona-Impfpflicht in der Pflege
Die Ergebnisse dieses kommenden "Pandemie-Pakts" bedürfen einer separaten und gründlichen analytischen Aufarbeitung. Sogenannte Planspiele wurden über die zurückliegenden Jahre seitens interessierter Gruppierungen aus der Welt der Politik, der Wissenschaft, des Geldes und der Philanthropie zuvor schon regelmäßig durchgeführt. Jedoch eher unbeachtet von der Öffentlichkeit. Durch die Coronakrise und das dadurch stetig wachsende Bedürfnis vieler Menschen, die Zusammenhänge, die Gründe und Motivationen der politisch verordneten Maßnahmen-Kataloge zu verstehen, rückten sie in den Fokus der Aufmerksamkeit. So konnten recherchierende Journalisten nachweisliche Pandemie-Planspiele oben genannter Gruppierungen belegen. Diese führten Namen wie:

Dark Winter (2001),
Global Mercury (2003),
Atlantic Storm (2005)
Clade X (2018)
das entscheidende Event 201 (Oktober 2019), bezogen auf die Ereignisse der zurückliegenden zwei Jahre
und SPARS Pandemic 2025-2028 (Mai 2020)
Der Name für das aktuelle Planspiel in Berlin heißt "Szenario 'Leopard-Pocken'". Das Drehbuch lautet: "Die Organisation verkündet eine 'Gesundheitliche Notlage internationaler Tragweite'". Mit "die Organisation" kann nur die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gemeint sein.

Das Szenario beginnt mit dem Ereignis "ein Leopard beißt einen Menschen, überträgt ihm ein gefährliches Pocken-Virus". Da der Bild-Artikel leider nicht verrät, wo es zum Aufeinandertreffen zwischen Tier und Mensch kam (im Zoo, bei der Safari-Jagd, durch ein Bundeswehr-Maskottchen einer Tierpanzer-Einheit?), zeigt die Recherche, dass die meisten Leoparden heutzutage in Afrika, südlich der Sahara, leben. In Indien leben nach Schätzungen nur noch etwa 14.000 dieser angenommenen Pocken-Überträger.

Die durch den Biss erfolgte "Infektion verbreitet sich anschließend rasend schnell und weltweit von Mensch zu Mensch. In drei kurzen Videos bekommen die Minister mögliche Entwicklungen der Pandemie beschrieben. Anschließend haben sie jeweils etwa 25 Minuten Zeit, zu diskutieren", so weitere Details aus dem Szenario-Papier. Bei dem erwähnten Event 201 klang das 2019 so:

"Die Krankheit beginnt in brasilianischen Schweinefarmen, zunächst leise und langsam, aber dann breitet sie sich in Gesundheitseinrichtungen immer schneller aus. Wenn sie sich in den einkommensschwachen, dicht besiedelten Vierteln einiger südamerikanischer Megastädte effizient von Mensch zu Mensch verbreitet, explodiert die Epidemie. Sie wird zunächst auf dem Luftweg nach Portugal, in die Vereinigten Staaten und nach China und dann in viele andere Länder exportiert."

Aus dem zitierten Papier heißt es dann weiter:

"Von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird die neue Krankheit im Szenario 'Leopard-Pocken' getauft. Die Organisation verkündet eine 'Gesundheitliche Notlage internationaler Tragweite'".

Affenpocken breiten sich aus: Fälle in Europa und den USA registriert
Leopard-Pocken sind nicht real. Sie sind eine Fiktion, sie existieren nicht. Dagegen die medial gerade aufgetauchten Affenpocken sehr wohl. Wie kamen die Drehbuchautoren des Szenarios auf die Idee der Namensgebung? Was es gibt, ist die "Diagnostiktechnologie LEOPARD". Regierungsgefördert und erforscht am Helmholtz-Institut für RNA-basierte Infektionsforschung (HIRI). Das HIRI informiert dazu im Oktober 2021 auf seiner Seite:

"Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt das Helmholtz-Institut für RNA-basierte Infektionsforschung (HIRI) in Würzburg mit einer Förderung in Höhe von maximal 733.000 Euro.

Im Gegensatz zu herkömmlichen molekularbiologischen Diagnostikverfahren, beispielsweise den in der COVID-Pandemie verwendeten Standard-PCR-Tests, liefert LEOPARD wesentlich mehr Informationen mit nur einer Patientenprobe."

Die Verkündung der Existenz hätte laut HIRI-Meldung "im April 2021 für einiges Aufsehen in der Fachwelt" gesorgt, weil:

"Mit der Erforschung von CRISPR (Clustered Regularly Interspaced Short Palindromic Repeats), der natürlichen Genschere, die ein Teil des Immunsystems von Bakterien ist, hat das Helmholtz-Institut für RNA-basierte Infektionsforschung (HIRI) Würzburg in Zusammenarbeit mit der Julius-Maximilians-Universität (JMU) einen Durchbruch in der medizinischen Diagnostik erzielt."

Das Robert-Koch Institut informiert zum Thema der Pockenviren-Diagnostik, dass "neben der klassischen klinischen (optischen) Diagnostik auf verschiedene Arten auf molekularer Ebene diagnostiziert" werden könnte:

"Der zurzeit sensitivste und schnellste Nachweis von Pockenviren ist der Nachweis der Nukleinsäure des Virus mittels der real-time PCR. Dabei ist mit Hilfe der DNA-Sequenzierung eine Genotypisierung und damit eine genaue Identifizierung des Virus möglich."

Theoretischer Missbrauch des Leids von jungen Menschen

Meinung
Studie offenbart starken Anstieg von Suizidversuchen bei Kindern im zweiten Lockdown
In den zurückliegenden zwei Jahren der weltweiten Coronakrise rückten regelmäßig die Kinder- und Jugendlichen in den Fokus der Diskussionen zum Thema vermeintlich benötigter Maßnahmen-Kataloge. Diverse Studien belegen mittlerweile, dass die Jüngsten und Jüngeren unserer Gesellschaft die Hauptleidtragenden und Opfer der vielfach politisch motivierten Maßnahmen waren und sind. Leidtragende, obwohl sie, auch inzwischen breit dokumentiert, zu keinem Moment dieser Corona-Pandemie gesundheitlich auch nur in entsprechendem Maße gefährdet waren (außer als Patient einer vorbelasteten, also krankheitsbedingten Risikogruppe).

Eine kritische Sichtweise ist also angebracht, wenn die Bild folgende Regieanweisung zitiert:

"Besonders besorgniserregend: Anders als bei Corona sind im Szenario der WHO Jugendliche von den "Leopard-Pocken" unverhältnismäßig stark betroffen – sterben häufig daran.

Gesundheitsminister Lauterbach erklärt dazu auf der ersten Pressekonferenz zum G7-Szenario-Gipfel am 19. Mai in Berlin:

"Das Szenario wird sehr realistisch sein. Es wird die Besonderheit haben, dass besonders junge, jüngere Leute betroffen sind. Nicht wie in der COVID-Pandemie, wo junge Leute auch keineswegs verschont werden, sondern bei der Pocken-Pandemie, die wir hier simulieren, wird es eine Pandemie sein, die gerade die jüngeren Leute sehr hart trifft..."

Würde spätestens hier nicht ein mehrfacher Familienvater (Lauterbach hat 5 Kinder von 2 Frauen) und empathischer Gesundheitsminister intervenieren, nach erstem Studium des Papiers, als Gastgeber, und zumindest den Inhalt des Drehbuchs hinterfragen, kritisieren? Auf Veränderungen drängen, bzw. pochen?

Der Bild-Artikel spoilert das Ende des Szenarios "Leopard-Pocken". Es wird nicht wirklich innovativ oder überraschend im Lösungsmodell, widerspiegelt jedoch die angesprochene Haltung der Autoren des G7-Papiers:

"Zwölf Wochen nach Entdeckung des Virus gibt es Hoffnung im Szenario: Ein Impfstoff wird entwickelt. Aber: Die "Leopard-Pocken" verursachen offenbar Langzeitschäden, es sterben weiterhin viele Menschen am Virus."

Langzeitschäden, also Long-Leopard? Es ist und bleibt ein unwirklicher Vorgang, dass auf dem bis dato rein theoretischen Rücken von Millionen von Jugendlichen Planspiele der sehr unangenehmen Art durchgeführt werden.

Abschließend der rein informative Hinweis, dass ein "Think Tank-Mitglied des Präsidenten der Helmholtz-Gemeinschaft" Melanie Brinkmann heißt. Jene Wissenschaftlerin, die international verknüpft, aktiv und fordernd an der sogenannten "No-COVID-Strategie" seit zwei Jahren arbeitet, sozusagen an einem europäischen Modell Shanghai. Brinkmann ist dazu nebenbei auch Mitglied des Expertenrats des Bundeskanzleramts und Mutter dreier Söhne.

https://rtde.live/meinung/138854-affenpocken-sind-real-todliche-leopard/
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