Autor Thema: Frau Merkel ist nicht meine Kanzlerin!  (Gelesen 19893 mal)

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Offline Hans

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Antw:Frau Merkel ist nicht meine Kanzlerin!
« Antwort #210 am: 1. Apr. 2018 - 20:19:34 »
„Merkel betreibt eine inhumane Politik und verpackt sie in humane Worte“
Veröffentlicht in: einzelne Politiker, Interviews, PR, Strategien der Meinungsmache
Mark Galliker

Mark Galliker, emeritierter Professor für Psychologie, hat das verbale Verhalten von Bundeskanzlerin Merkel einer Analyse unterzogen. Sein Ergebnis: Merkel verneint, ignoriert und verschleiert die Realität und versteht es, sich „glaubhaft als moralische Autorität zu inszenieren“. Ein Interview über eine Kanzlerin, die auf den Gesprächspsychotherapeuten wirkt „wie eine Musterschülerin, die alles tut, was ihr von oben aufgetragen wird und es versteht, dies vor den Mitschülern zu verbergen“. Das Interview führte Marcus Klöckner.

Herr Galliker, wie könnte man Angela Merkel charakterisieren?

Angela Merkel wird von vielen Bürgern wohlwollend “Mutti der Nation” genannt. Die Mutter ist die beste Frau, ja der beste Mensch – keine Frage! Von anderen Bürgern wird sie “Gutmensch” genannt, was indes nicht gerade gut gemeint ist. Es trifft zu, dass sie fleißig, gescheit, in einem gewissen Sinne brav ist, jedenfalls ist sie nicht korrupt. Sicherlich ist Merkel kein „Schlechtmensch“. Doch Ihr schöner Satz “Wir schaffen das” wäre ihr wahrscheinlich zum Verhängnis geworden, wenn das Flüchtlingsproblem für die Bundesrepublik nicht scheinbar optimal gelöst, respektive an die Grenze anderer Staaten verschoben worden wäre. Merkel wirkt freundlich, schlicht, überhaupt nicht so arrogant wie einige ihrer Vorgänger. Auf mich persönlich wirkt sie wie eine Musterschülerin, die alles tut, was ihr von oben auftragen wird und es versteht, dies vor den Mitschülern zu verbergen, die unter anderem wegen ihr noch mehr arbeiten müssen und das meistens gegen noch schlechtere Noten bzw. Belohnungen.

Sie haben Merkel in einer aktuellen Untersuchung von Ihnen als eine Meisterin der Maskierung genannt, weil Sie Macht verschleiere. Was wollen Sie damit sagen?

Merkel weiß, dass das Volk nicht wissen darf, dass sie sich letztlich für die Interessen der Großindustrie und der Banken einsetzt und gerade nicht für die weniger reichen und armen Menschen, andernfalls hätte sie vermutlich bei den Wahlen keine Chance gehabt. Wenn sie sich für die sogenannten kleinen Leute einsetzen würde, hätte sie die Massenmedien der wirtschaftlich Starken gegen sich und würde wahrscheinlich ebenfalls nicht gewählt. Merkel wird von den Mächtigen vor allem deshalb geschätzt, weil sie deren Denken wie keine zweite Politikerin den Bürgern schmackhaft machen kann.

Wie kommen Sie zu dieser Aussage?

Merkel steht für eine Bundesrepublik, die unter ihrer Führung mehr exportiert hat als je zuvor (unter anderem sehr viele Waffen, Panzer, mit denen auch völkerrechtswidrige Angriffskriege geführt werden, wie jetzt von der Türkei), und für eine Bundeswehr, die noch nie an so vielen Orten der Welt stationiert war. Wie schafft es diese meistens ebenso bescheiden wie harmlos auftretende Kanzlerin, die in der Mehrzahl pazifistisch gesinnten Bürger wie selbstverständlich wiederum auf die neue, expansive Politik Deutschlands einzustellen? Den Eigenanteil der Bundesrepublik an der Produktion oder Reproduktion fragwürdiger Zustände im In- und Ausland maskiert sie mit geschickter Rhetorik. Dabei setzt sie alles ein, selbst die Empathie.

In einem Sommerinterview der ARD zum Konflikt mit Griechenland befragt, bemerkte sie, dass die griechische Regierung inzwischen eingesehen habe, dass das Land nur auf die Beine kommen könne, wenn es auch die notwendigen Reformen realisiere und sie fügte folgenden Satz hinzu: “Wo immer wir helfen können, mit Logistik, mit Menschen, mit Ideen, wollen wir den Griechen beiseite stehen, denn es geht um viel, wenn wir über Griechenland sprechen”. Eine junge Zuschauerin, die sich als Halbgriechin vorstellte, fragte: „Geht es Ihnen wirklich um die Menschen in Griechenland?” Und Merkel antwortete ohne Initialpause: “Mir geht es immer um die Menschen. Mir geht es um die Menschen hier bei uns zu Hause und mir geht es auch um die Menschen in Griechenland. Aber wir müssen auf der anderen Seite uns natürlich auch aufeinander verlassen können. Und deshalb sage ich der Zuschauerin, dass ich ihre Sorgen verstehe, dass ich auch weiß, was in Griechenland viele zu erleiden haben. Das Ungerechte ist ja auch, dass die, die viel Geld haben, längst über alle Berge sind und ihr Geld ganz woanders angelegt haben”. Aus der Kontextanalyse zu dieser Aussage geht hervor, dass die Bundeskanzlerin in diesem Zusammenhang von der Notwendigkeit einer Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit in der EU unter anderem durch Strukturreformen spricht, scheinbar ohne zu reflektieren, wie sehr in der Vergangenheit solche Reformen der Bundesrepublik zum wirtschaftlichen Ungleichgewicht innnerhalb der EU beigetragen haben.

Sie fragen in Ihrer Studie, wie Merkel „gesellschaftliche und soziale Ungleichheiten in den Medien“ darstellt.

Ja, mit gesellschaftlichen Ungleichheiten sind die größer werdenden Unterschiede zwischen Deutschland und anderen EU-Ländern gemeint und mit sozialen Ungleichheiten die Unterschiede zwischen den verschiedenen sozialen Gruppierungen und ökonomischen Schichten und Klassen innerhalb der Bundesrepublik. Merkel trägt mit ihren politischen Tätigkeiten dazu bei, diese Unterschiede zu verstärken, doch zugleich versteht sie es ausgezeichnet, dieselben rhetorisch zu nivellieren.

Wie macht Merkel das?

Dies geschieht durch sprachliche Verschiebungen, Verstellungen, Verneinungen, eigentliche Verwerfungen, verbales Ungeschehenmachen und nicht zuletzt auch durch Projektionen. Ein Beispiel für Projektionen ist, wenn alles Böse Russland untergeschoben wird, unter anderem völkerrechtswidrige Aktionen nur beim erneut als Gegner aufgebauten Konkurrenten wahrgenommen werden (z.B. Krim-Übernahme durch Russland) und nicht auch bei der BRD (u.a. Beteiligung am völkerrechtswidrigen NATO-Krieg gegen Serbien, am völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran und am Krieg gegen Libyen u.a. mit dem Ziel, die Regierung zu stürzen). Die Bundeskanzlerin pflegt ein schwarz-weiß gemaltes Outgroup-Ingroup-Bild. Der Kreml ist mächtig und böse, die Bundesregierung ist es nicht, ist gut, ja vorbildlich und dafür geschätzt in aller Welt! Welch verhängnisvolle Konsequenzen diese verantwortungslosen Zuschreibungen haben können, hat die Geschichte zur Genüge aufgezeigt. Ein Außenstehender müsste mit Merkel den Eindruck gewinnen, dass im 20. Jahrhundert Russland zweimal Deutschland und nicht umgekehrt Deutschland zweimal Russland angegriffen hat.

Zu was führen psychische Mechanismen wie zum Beispiel die von Ihnen angeführte Projektion?

Da gibt es verschiedene Möglichkeiten, je nachdem, welchem seelischen Ablauf sich Merkel überlässt. Beim Beispiel der Projektion wird Hass gegenüber einem vermeintlichen Gegner konstituiert, was als Kriegsvorbereitung interpretierbar ist und letztlich nur der Waffenindustrie dient. Jeder Historiker kann erkennen, dass vor dem 1. und 2. Weltkrieg medial ganz ähnlich vorgegangen wurde wie heute.

Sie haben auch die Verneinung im Zusammenhang mit Merkel erwähnt.

Ja, die Verneinung ist ebenfalls so ein gefährlicher Vorgang, auch wenn er auf den ersten Blick harmloser erscheint, denn vorerst werden „nur“ Bestandteile realer Zusammenhänge und Sachverhalte aus dem Verkehr gezogen, sodass vor allem Verwirrung gestiftet wird.

Haben Sie ein Beispiel?

Beim verbalen Schlagabtausch zwischen der amerikanischen und der nordkoreanischen Regierung stellte Merkel fest: „Ich sehe für Nordkorea keine militärische Lösung“ (Handelsblatt, 23.7. 17). Das ist sicherlich begrüßenswert, dass Merkel in dieser Frage Trump nicht unterstützte und darauf hinwies, dass die diplomatischen Mittel bei weitem nicht ausgeschöpft sind. Die Verneinung bedeutet psychoanalytisch betrachtet aber auch, dass der Gedanke an ein mögliches militärisches Vorgehen vor seiner Abwehr im Bewusstsein schon vorhanden war, wenngleich hier neben anderen Gedanken. Nach Merkel führte die USA neben dem militärischen Drohen auch „eine Vielzahl diplomatischer Aktivitäten“ durch, womit sie diesem Land einen Plus-Punkt in der Auseinandersetzung zurechnete.

Auf die Frage, ob die BRD im Kriegsfall automatisch an der Seite der USA kämpfen würde, antwortete sie „Nein, nicht automatisch“. Im Anschluss daran hinderte dies Merkel indes nicht, ihre Loyalität zu den USA zu bekräftigen. Heißt dies, dass sie also trotz allem an der Seite der USA kämpfen würde, wenngleich nicht automatisch? Jedenfalls stellte Merkel mit dem Fokus auf die Weltregion fest, „Wir könnten und sollten uns noch mehr einbringen“. Dabei wies sie die Hauptschuld am Konflikt eindeutig Nordkorea zu, ungeachtet der Geschichte und all dem, was die sogenannten führenden Industrienationen dort in der Vergangenheit schon kriegerisch angerichtet hatten. Hier kann quasi live verfolgt werden, nicht nur wie sich eine Negation in eine Affirmation verwandelt, sondern auch, wie es zu einer in sich inkongruenten Argumentation kommt, wenn die grundlegenden gesellschaftlichen und internationalen Widersprüche nicht wahrgenommen werden.

Wie sind Sie überhaupt darauf gekommen, das Verhalten von Merkel auf einer psychoanalytischen Ebene zu analysieren?

Im analytischen Teil meiner Untersuchung spielt die Psychoanalyse tatsächlich eine gewisse Rolle; im synthetischen Teil handelt es sich eher um eine politökonomische Zusammenfassung der zuvor untersuchten verbalen Manöver. Meistens werden die sogenannten kleinen Leute psychologisch analysiert, sehr selten die großen, die mit ihrem Verhalten viel mehr Schaden anrichten können als die machtlosen.

Und warum gerade die Konzentration auf die „soziale Frage“?

Neben der gesellschaftlichen Frage berücksichtigten wir tatsächlich auch die soziale Frage. Merkel machte bisher praktisch nichts für die sozial benachteiligten Menschen, aber schürte deren Ressentiments gegen noch mehr benachteiligte Personen, insbesondere gegen Flüchtlinge. Gleichzeitig verneinte sie dies aber immer wieder. Sie arbeitete hier vor allem mit impliziten sprachlichen Diskriminierungen von Migranten, insbesondere, indem sie Dieselben mit „islamistischen Terroristen“ kontextualisierte, ohne gleichzeitig auf die vielen rechtsradikalen Anschläge auf Flüchtlingsheime in der BRD hinzuweisen. Dabei verwarf sie das Befinden vieler Menschen, dass es ihnen heute schlechter geht als früher, indem sie auf die „mancherlei sozialen Verbesserungen“ in den letzten Jahren dank ihrer „verantwortungsvollen Haushaltspolitik“ hinwies. Vordergründig verneinte sie vehement die Gründe für „Neiddebatten“, hintergründig wurden sie aber gerade dadurch inauguriert oder verstärkt.

Können Sie unseren Lesern Ihre Untersuchung etwas weiter vorstellen? Wie sind Sie vorgegangen?

Das forschungsleitende Interesse bestand darin, das in einem Zeitrahmen von fünf Jahren (1. April 2012 bis 31. März 2017) von Merkel in Interviews und Reden verbal Vorgetragene medienpsychologisch zu untersuchen. Zunächst wurden die Interviews und Reden, wie sie in den ARD- und ZDF-Mediatheken sowie in einer eigens erstellten Sammlung von Zeitungsartikeln vorliegen, aussortiert und kategorisiert. Dann wurde das von der Kanzlerin unmittelbar abgerufene verbale Verhalten (Interviews) sowie die von ihr und/oder ihren Mitarbeitern vorbereiteten und von ihr jedenfalls vorgängig eingesehenen und genehmigten Sprachproduktionen (Reden) an ihrem eigenen Maßstab gemessen, den sie selbst an andere anlegt.

Was ist das für ein Maßstab, den Merkel selbst anlegt?

Merkel mahnte verschiedentlich, aber insbesondere am 23. November 2016 in der Generaldebatte des Bundestages zum Bundeshaushalt 2017 an, die journalistische Sorgfaltspflicht wieder herzustellen, kursierten doch in den Medien, besonders in den neuen (unter anderem Fake-Seiten im Internet), häufig die Realität verzerrende Darstellungen. Auch dem Populismus und der durch ihn verursachten Verunsicherung der gemeinsamen Wertebasis sei entgegenzuwirken und dieselbe wieder sicherzustellen.

Was haben Sie dann gemacht?

Zunächst haben wir aus der Fülle des Materials die wiederkehrenden Bestandteile, sozusagen die Zelle, ihres verbalen Verhaltens, herausgelöst. Diese Destillation ließ schon bald ein allgemeines verbales Verhaltensmuster erkennen, das sich als solches als durchgängig erwies, insofern es immer wieder auftauchte, wenngleich in jeweils mehr oder weniger ausdifferenzierter Form.

Und was für ein spezielles Verhaltensmuster konnten Sie erkennen?

Die Formel für dieses Verhaltensmuster lautet wie folgt: „1. Ansprechen eines THEMAS – 2. Aussprechen einer PHRASE“. Bei einer Thematisierung wird die unbequeme Realität so wenig wie möglich berührt, geschweige denn konkret behandelt. Im Gegenteil: Sie wird so schnell wie möglich ausgeblendet und durch eine abstrakte Phrase, die nicht nur wohlklingend ist, sondern auch unverfänglich und unverbindlich bleibt. Meistens handelt es sich bei diesen Phrasen um schöne und/oder gute allgemeine Sätze über den Rechtsstaat, die Demokratie, die Menschenrechte usw., wobei in jedem Fall ebenso stillschweigend wie selbstverständlich vorausgesetzt wird, dass diese Ideale in der BRD bisher für sämtliche Bürger Bestand hatten und von der deutschen Regierung für alle Menschen gleichermaßen verteidigt werden. Manchmal versucht die Kanzlerin die Bürger auch zu belehren, doch diese Form der Lehre verkommt zur ideellen Leerformel, weil ja zuvor mit der Ausblendung der Realität auch die Gleichheit der Menschen, ihre Rechte und demokratischen Ansprüche in einen reellen und allenfalls politisch umsetzbaren Sinne verabschiedet wurden.

Haben Sie ein Beispiel, an dem man das Verhalten von Merkel besonders deutlich erkennen kann?

Wenn die angesprochene Formel in ihrer einfachsten Form verwirklicht wird, kann man die Zelle ihres Verhaltens in sämtlichen Beispielen gleich deutlich erkennen. Nachdem Trump erklärt hatte, dass die USA aus dem Klimaabkommen austreten würden, sah sich Merkel gezwungen, dieses THEMA zu berücksichtigen. Sie gab zu verstehen, dass trotz diesem Entscheid die Erde zu schützen sei und holte dabei zu folgender Phrase aus: „Entschlossener denn je werden wir in Deutschland, in Europa und in der Welt alle Kräfte bündeln, Menschheitsherausforderungen wie die des Klimawandels aufzunehmen und erfolgreich die Herausforderung zu bewältigen. Wir brauchen dieses Pariser Abkommen, um unsere Schöpfung zu bewahren.“. Doch im Vertrag der neuen Großen Koalition reduzierte sich der Umweltschutz der ehemaligen Umweltministerin und heutigen Kooperationspartnerin der Autoindustrie auf ein Nischenthema, was die Kanzlerin am 21. 3. 2018 im Bundestag in der Regierungserklärung ihrer vierten Amtszeit nicht davon abhielt, wiederum von ihren „Anstrengungen hinsichtlich einer besseren Luft“ zu sprechen.

In Ihrer Arbeit schreiben Sie, dass die „kürzeste Antwort auf die Ausgangsfrage lautet, dass Merkel gesellschaftliche und soziale Ungleichheiten in den Medien meistens nicht darstellt oder ausblendet.“

In der Tat lautet die kürzeste Antwort auf die Frage, wie Merkel diese Ungleichheiten in den Medien darstellt, dass sie dieselben meistens nicht wahrhaben kann oder will und abwehrt. Ihre Realpolitik findet kaum je Eingang in den Diskurs. Merkel ist auch eine Meisterin der Auslassungen. Zuweilen mag es sich um eine eher »passive« Verschwiegenheit oder auch um sogenanntes Nichtwissen (-Wollen) handeln, beispielsweise, wenn sie lange Zeit ausdrücklich nichts von der Tatsache wissen wollte, dass US-Drohneneinsatze vom deutschen Ramstein aus gesteuert werden. Oft handelt es sich indes um ein »aktives« Verschweigen durch Ungeschehenmachen.

Stichwort „Ungeschehenmachen“. Was hat das mit Merkel zu tun?

In der Psychoanalyse wird unter Ungeschehenmachen die Bemühung verstanden, so zu tun, als ob fragwürdige Entscheidungen oder Handlungen nicht erfolgt wären, indem Sätze produziert werden, die eine »entgegengesetzte« Bedeutung nahelegen. Das Ungeschehenmachen setzt sich aus Isolierung und Idealisierung zusammen: Durch die »Isolierung« wird die Politik nur als Abfolge von Einzelereignissen und nicht in ihrem Zusammenhang betrachtet (zum Beispiel Austeritätspolitik gegenüber Griechenland / Stagnierung der Löhne in der BRD / Forcierung des Exports), wodurch für Produzenten sowie Rezipienten der Sinnzusammenhang verloren geht. Durch die »Idealisierung« wird die Politik ins Vollkommene hinein aufgehoben, von wo aus die Menschen derart »über-schaut« werden, dass die »Wahr-nehmung« nicht durch aufkommende Differenzen zwischen denselben gestört wird.

Das ist eine ziemlich schwerwiegende Erkenntnis, oder?

Das ist zunächst mal nur ein wissenschaftlicher Begriff gewesen. In unserer Untersuchung weisen wir dann nach, dass zumindest für einen großen Teil des medialen Verhaltens der Bundeskanzlerin dieses Konzept empirisch zutreffend ist.

Mit anderen Worten: Merkel verschleiert die Realität?

Ja, das kann man so sagen. In der aktuellen Regierungserklärung (21. 3. 2018) benennt die Bundeskanzlerin die Kinderarmut zurecht als „Schande“, die indes mit der bisherigen Regierung nichts zu tun zu haben scheint, und stellt erstmals fest, „Unser Land ist heute gespalten und polarisiert“. Das hält sie aber nicht davon ab, die Sprechblase ins Leben zu rufen, „Deutschland, das sind wir alle“. Ja, da sind ja alle gesellschaftlichen Widersprüche, Klassenunterschiede, Ungerechtigkeiten und Konflikte rasch wieder überdeckt. Merkel verschleiert mit ihrem verbalen Verhalten die Realität, die sie mit ihrer Politik mitverursacht.

Das heißt?

So werden an vielen Stellen von Merkels medialen Präsentationen die Fluchtursachen primär mit den “Schleppern” in Verbindung gebracht, die zu Zeiten der DDR noch “Fluchthelfer” genannt wurden. Die Bürger sollen nicht erkennen, durch wen die wirklichen Fluchtursachen produziert werden. Auf die Bekämpfung der Fluchtursachen angesprochen, gibt Merkel den Lesern in einem umfangreichen Interview, das sie am 3. 9. 2016 einer großen Boulevard-Zeitung gewährte, zu verstehen, dass es mit der EU-Türkei-Vereinbarung gelungen sei, das „Schlepperwesen“ einzudämmen und Menschenleben zu retten, was das wichtigste Ziel sei. Die Bekämpfung der Fluchtursachen sei indes nicht allein Aufgabe von Europa, “sondern eine humanitäre Verantwortung der ganzen Welt”.

Auch hier setzt Merkel also auf eine Sprache, die verschleiert?

So ist es. Die Bundeskanzlerin setzt an die Stelle verräterischer Begriffe harmlosere oder sogar human oder sozial anmutende. Gegenüber einer sachlogischen Begrifflichkeit bevorzugt sie die Verklärung der Sachverhalte. So vertauscht Merkel ihre neoliberale Politik mit ihrem „überwältigenden Grundbekenntnis zur sozialen Marktwirtschaft“, einem Konzept, das sie fast durchgehend an die Stelle weniger schöner Begriffe stellt (wie z.B. „Sozialabbau“). „Auffanglager“ werden durch „Aufnahmezentren“, „Waffenlieferungen“ durch „Entwicklungshilfe“, „expansive Politik“ durch „Deutschlands Weltoffenheit“ und „Übernahme von Verantwortung in der Welt“ ersetzt.

Allerdings muss Merkel bei bestimmten medialen Textsorten die Realität gar nicht mehr verschleiern, berührt sie doch dieselbe von vornherein selten und schließlich kaum mehr, um auch noch auf ein quantitatives Ergebnis der Untersuchung hinzuweisen. Diese Abnahme des Realitätsgehalts trifft insbesondere für die Neujahrsreden der Bundeskanzlerin zu. Ihre letzte besteht fast nur noch aus Phrasen. Der Bundeskanzlerin kann man nur recht geben, wenn Sie in ihrer neuesten Regierungserklärung feststellt: „Zur ganzen Wahrheit gehört, dass wir zu lange weggesehen haben“. Nach zwölf Jahren Regierungszeit wiederholt sie dreimal in ihrer Rede „Seien wir ehrlich“.

Aber die Verschleierung der Realität findet auch auf gesellschaftlicher Ebene statt, oder?

Ja, dem kann ich zustimmen. Merkel korrespondiert gut mit vielen anderen Verantwortungsträgern und Bürgern in dieser Gesellschaft. Die meisten Menschen haben mittlerweile durch ihre auf Konkurrenz ausgerichteten, unsicheren, oft prekären Arbeitsbedingungen ein ökonomisches Menschenbild entwickelt, das heißt, sie sehen die Welt und die anderen Menschen gleichsam durch eine betriebswirtschaftliche Brille und betrachten alles als abwegig, was wenig oder keinen wirtschaftlichen Wert zu haben scheint und letztlich nicht auch den eigenen Nutzen und jenen durch die Mitmenschen maximiert. Damit werden nicht nur Menschen, die zumindest vordergründig und unmittelbar anstatt Nutzen Kosten bringen, ungleich behandelt und abgewertet. Nein, damit wird auch der Blick dafür verstellt, was die Mächtigen im Zentrum Europas, aber bis zu einem gewissen Grade auch die weniger Mächtigen und Ohnmächtigen, wir alle, mit dieser Art Haushaltung den Menschen in südlichen Ländern antun, nicht nur den Menschen in Griechenland, sondern auch jenen in afrikanischen Staaten.

Was bedeutet es denn für die Situation im Land, wenn die Bundeskanzlerin dieses Landes die Realität ausblendet?

Wenn afrikanische Landwirte und Fischer, denen durch Lebensmittelkonzerne und die Großfischerei die Lebensgrundlage entzogen wurde oder aufgrund des Klimawandels, der ihnen nicht mehr gestattet, so weiter zu wirtschaften wie bisher, nach Europa fliehen, werden sie als „Wirtschaftsflüchtlinge“ bezeichnet. Das ist nur ein Beispiel dafür, wie wir schließlich auf das reagieren, was wir selbst ausgelöst haben. Wir fühlen uns demjenigen ausgeliefert, was von uns und insbesondere den sogenannten Eliten in den Zentren, den Reichen, vielen Politikern, auch vielen Wissenschaftlern (unter anderem Ökonomen und Betriebswirtschaftlern) zumindest teilweise zuvor herbeigeführt wurde. In der Fachsprache spricht man in diesem Zusammenhang vom gesellschaftlichen Unbewussten.

Falls Merkel, die aus einem christlich-sozialen, ja christlich-sozialistischen Elternhaus kommt und daheim und während ihrer Schulzeit in der DDR sicherlich auch etwas von Gesellschaftslehre mitgekriegt hat und später Physik studiert hat, also eine Wissenschaft, die sich auf die Realität, auf Tatsachen, bezieht, diese Zusammenhänge nicht sieht, dann handelt sie gesellschaftlich unbewusst, mithin verantwortungslos. In der medienpsychologischen Untersuchung geht es indes nicht darum, aus der Idiomatik und den Ambitionen des Sprech im evangelischen Pfarrhaus mit seinen Deeskalations- und Harmoniebestrebungen den Subtext der Reden der Kanzlerin zu entschlüsseln, sondern ausschließlich darum, sich auf das zu beschränken, was in den Zeitungen und im TV zum Ausdruck kommt.

Wie fassen Sie das Ergebnis Ihrer Untersuchung zusammen?

Merkel betreibt eine inhumane Politik und verpackt sie in humane Worte. Sie vermag sich für viele glaubhaft als moralische Autorität zu inszenieren. Sie ist eine Verpackungskünstlerin. wobei ich nicht definitiv beurteilen kann, ob sie eher unbewusst oder vielmehr mit Absicht vorgeht, kalkuliert, die Menschen raffiniert fehlleitet, instrumentalisiert und manipuliert. Ich kann nur festhalten, dass Merkel zwar einen an sich richtigen Maßstab verwendet, diesem aber selbst nicht genügt, und sich dessen vielleicht auch nicht bewusst ist, wenn sie richtigerweise sagt: “Wenn wir anfangen, dabei mitzumachen, dass Fakten beiseitegewischt oder ignoriert werden können, dann sind verantwortbare und konstruktive Antworten in der Sache nicht mehr möglich” (Haushaltsdebatte im Deutschen Bundestag, 7.9.16).
https://www.nachdenkseiten.de/?p=43253
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« Antwort #211 am: 22. Apr. 2018 - 15:44:01 »
Giftsache: Merkel kann Bundestag nicht vertrauen
21. April 2018 WiKa

Giftsache: Merkel kann Bundestag nicht vertrauenMutti-Land: Die Wahrheit ist ein recht gebrechliches Gebilde, insoweit darf man da beileibe nicht jeden ranlassen. Die Opposition im Bundestag, das Volk und die Russen schon mal gar nicht, denn die könnten das ja allesamt gegen die Bundesregierung verwenden. Inzwischen scheint der OPCW-Bericht zur Causa Skripal auch in Berlin eingetroffen zu sein. Genau genommen besteht natürlich für den Bundestag auch gar kein Bedarf mehr dort überhaupt noch hineinzusehen. Die Schuldfrage war quasi schon am Tag des Anschlags geklärt und der Übeltäter in der Folge mit entsprechende Sanktionen überzogen worden.

Neben der fehlenden Notwendigkeit zur Einsicht dieses Berichts mangelt es natürlich auch an einer Vorstellungskraft, was dort noch schreckliches drin stehen kann. Nicht alle Parlamentarier wollen sich damit abfinden: Linkspartei ▶︎ Regierung verweigert Bundestag Einblick in OPCW-Bericht … [RT Deutsch]. Hilft aber alles nichts. Angela Merkel möchte dieses Betrübsgeheimnis offensichtlich für sich behalten. Das scheint ihr zu gelingen, denn in den hiesigen Medien findet man wenig dazu. Wieder einmal muss ein Feindsender herhalten. Womöglich sind in dem Bericht doch noch echte Geheimnisse enthalten, die, soweit sie verlautbart würden, dem Feind dienlich sein könnten. Das ist verständlicherweise Grund genug den gesamten Vorgang sorgsam unter Verschluss zu halten.

Die Linksfraktion hat dazu folgende Meldung herausgegeben: Salisbury – Zugang zu Fakten dem Parlament ermöglichen … [Linksfraktion]. In der Folge kann man noch gewahr werden, dass die britische Regierung wohl darum gebeten hat, die Vollversion des OPCW-Berichts unter Verschluss zu halten. Das erinnert ein wenig an die Verfahrensweise zur Untersuchung des Abschusses der Passagiermaschine MH17 über der Ukraine. Entgegen den Gepflogenheiten, alle Untersuchungsergebnisse bei Flugzeugunglücken öffentlich zu machen, hatte dort die Ukraine wohl ein Vetorecht. Es kann womöglich bis heute entscheiden welche Teile der Ermittlungen veröffentlicht werden und welche nicht. Das ist dann Transparenz der bösonderen Art. In dem Zusammenhang muss man natürlich erwähnen, dass auch dort die Schuldfrage längst geklärt war. Die Sanktionen gegen Russland waren also auch nur der Beweis für dessen Schuld.
Dient das vielleicht der Disziplin oder Staatsräson?

Vielleicht sieht die Bundesregierung unter Angela Merkel die gesamte Angelegenheit auch mehr unter dem Aspekt einer Disziplinarmaßnahme. Schließlich gab es bei der Kanzlerwahl einige Gestalten aus den eigenen Reihen, die sie nicht gewählt haben. Wenn das Parlament nun über etwas diskutiert, wozu ihm die Fakten fehlen und dennoch Entscheidungen treffen soll, ist das ein ganz normaler Vorgang. Vermutlich geht es darum den Fraktionszwang einmal mehr einzuüben. Das brauchen ganz besonders die Parlamentsneulinge. Dabei kann man die Opposition locker mal links liegen lassen. Schließlich müssen alle Abgeordneten wissen, wem sie ihr Gewissen unterzuordnen haben. Vor allem aber müssen sie lernen, wer ihnen all die ihnen zustehenden Vorzüge und Sonderrechte sichert.

Giftsache: Merkel kann Bundestag nicht vertrauenAlles in allem fehlt tatsächlich nicht mehr sonderlich viel daran, dass wir diese Rep(ub)lik zur ultimativen Bananenrepublik aufwerten können. Eine gute Demokratie lebt schließlich von der Geheimniskrämerei und den Schiebungen hinter den Kulissen. Zumindest dürfte es eine aktuellere Auslegung von „Scheindemokratie“ sein. Insoweit ist es immer wieder gut sich einmal zu vergegenwärtigen, wer in diesem Staate wen gewählt hat.
https://qpress.de/2018/04/21/giftsache-merkel-kann-dem-parlament-nicht-vertrauen/
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« Antwort #212 am: 17. Mai. 2018 - 17:33:58 »
Deutsche Welle: Angela Merkel lügt live im Bundestag
16. Mai 2018 BlauerBote 0

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat heute nachweisbar und mit voller Absicht den deutschen Bundestag belogen, wie beispielsweise der entsprechende Redeausschnitt in einem Tweet von Deutsche Welle zeigt. Natürlich erfolgte die Lüge für den „guten Zweck“: Propaganda und Kriegsvorbereitungen gegen den Russen.

In ihrer Rede behauptete die Bundeskanzlerin fälschlicherweise, Russland habe eine Doktrin der hybriden Kriegsführung und würde das auch offiziell so angeben. Das ist eine Lüge. Und Frau Merkel weiß, dass sie lügt. Sie ist nicht dumm wie Brot. Russland hat nie davon gesprochen, eine solche Doktrin zu haben, geschweige denn so etwas in einem offiziellen Dokument behauptet.

Wörtlich belog Angela Merkel den deutschen Bundestag in ihrer Rede wie folgt:

„(…) denn die hybride Kriegsführung ist Teil der Militärdoktrin zum Beispiel Russlands, ganz offiziell geschrieben. Und da sind die gut drin und da müssen wir natürlich wehrhaft sein, denn ansonsten werden wir keine Chance haben.“

Eine glatte Lüge, eine solche Doktrin gibt es nicht.

„Ganz offiziell gelogen“ hat die Bundeskanzlerin wieder Mal.
http://blauerbote.com/2018/05/16/deutsche-welle-angela-merkel-luegt-live-im-bundestag/
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« Antwort #213 am: 7. Jun. 2018 - 17:57:33 »
 RT Straßenumfrage: Was würden Sie Merkel fragen? (Video)
6.06.2018 • 18:09 Uhr
https://de.rt.com/1itm
Bundeskanzlerin Angela Merkel feierte heute eine Premiere. Sie musste im eigens dafür geschaffenen Format den Parlamentariern aller Fraktionen 60 Minuten lang Rede und Antwort stehen. RT Deutsch wollte wissen, was die Bürger fragen würden.

Die sogenannte direkte Fragestunde war von Union und SPD im Koalitionsvertrag festgehalten worden und soll mindestens drei Mal im Jahr stattfinden.

RT Deutsch hat sich auf den Straßen Berlins umgehört, was die Wähler die Kanzlerin gerne mal fragen würden.
https://www.youtube.com/watch?time_continue=58&v=1Vpcz5t_UbA

https://deutsch.rt.com/inland/71050-rt-wollte-es-genau-wissen-was-wuerden-sie-merkel-fragen/
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« Antwort #214 am: 15. Jun. 2018 - 18:20:57 »
Seehofers „Masterplan“ – Kanzlerin Merkel zeigt ihr wahres Gesicht

Juni 13, 2018

Von Peter Haisenko

Bereits Ende 2015 wurde Merkel gefragt, ob sie einen Plan hätte. Sie bejahte das, betonte aber, dass sie diesen geheim halten werde. Sie hat mehrfach auf dieselbe Frage in gleicher Art geantwortet. In einer rechtsstaatlichen Demokratie hätte das eigentlich ihren sofortigen Rücktritt verlangt. Es kann nicht sein, dass die Kanzlerin geheime Pläne hat, die sie vor ihrem Souverän, dem Wähler, verbirgt. Jetzt hat sie Seehofers Masterplan zur Migration einfach abgelehnt, natürlich wieder ohne eine Begründung zu liefern. Passt dieser Masterplan nicht zu ihrem geheimen Plan?

Als Merkel im Frühjahr 2016 ihren „Deal“ mit Erdogan gemacht hat, war dieser nicht nur überflüssig, sondern schädlich. Der große Flüchtlingsstrom über die Balkanroute war bereits versiegt, weil Mazedonien seine Grenze zu Griechenland geschlossen hatte. Merkel hatte im Vorfeld dieser Aktion die Schließung dieser Migrantenautobahn heftig kritisiert. Sie hat uns direkt belogen, als sie behauptete, der Deal mit Erdogan würde Migranten aus Deutschland und Europa fernhalten. Das Gegenteil ist die Wahrheit, weil sie Kontingente mit Erdogan abgesprochen hat, die weiterhin nach Deutschland kommen sollten. So musste die Regierung nach einer Anfrage der AfD zugeben, dass noch im Herbst 2017 jeden Monat 17.000 Migranten nachts per Flugzeug nach Deutschland geholt worden sind. Allein das ist ein Skandal, nicht nur weil diese regierungsamtliche Schleusung vor den Bürgern verheimlicht worden ist.

Seehofer will den Rechtsstaat wieder herstellen – Was will Merkel?

Seehofers Masterplan hätte dem ein Ende gesetzt, denn er sieht vor, dass Migranten und Asylbewerbern der Grenzübertritt nach Deutschland verwehrt wird, wenn sie aus einem sicheren Drittstaat kommen und dazu zählt die Türkei. Nicht nur das. Die „Ankerzentren“ werden Deutschland unattraktiv machen für Migranten, die kein Recht auf Asyl haben oder nicht der Genfer Konvention für Kriegsflüchtlinge entsprechen. Die weitere Zuführung von Migranten per Flugzeug wäre völlig ausgeschlossen. Umfrageergebnisse zeigen, dass etwa achtzig Prozent der Deutschen Seehofers Plan befürworten. Warum also legt Merkel hierzu ihr Veto ein?

Der Innenminister hat nach Merkels Veto seine Teilnahme am „Integrationsgipfel“ abgesagt. Er trifft sich lieber mit dem österreichischen Kanzler Kurz. Dazu soll er gesagt haben, dass auf diesen Integrationsgipfeln sowieso nur leeres Gelaber stattfindet, wofür seine Zeit zu schade ist. Wie Recht er hat! Es geht nicht darum, zum x-ten Male festzustellen, wie schwierig bis unmöglich es ist, Migranten mit kulturfremder Herkunft zu integrieren. Es geht darum, den deutschen Rechtsstaat wieder herzustellen. Mit dieser Absage hat Seehofer der Kanzlerin faktisch den Krieg erklärt, kurz vor der Schwelle eines Misstrauensvotums. Also nochmals: Warum hat Merkel ihr Veto gegen Seehofers Masterplan eingelegt?

Ich kann nicht in Merkels Kopf sehen, aber man darf Schlussfolgerungen ziehen. Ihr geheimer Plan läuft Seehofers Masterplan offensichtlich diametral entgegen und wenn dem so ist, drängt sich die Frage auf: Sieht Merkels geheimer Plan dann doch die endgültige Flutung Deutschlands mit kulturfremden Menschen vor? Die Zerstörung deutscher Kultur und Werte? Ja, die Zerstörung Deutschlands? Nicht umsonst gibt es die Videoaufzeichnung, wo Merkel mit angewidertem Gesicht eine deutsche Fahne in die Ecke wirft. Allein dieser Vorgang hätte in jedem anderen Land, das noch einen Rest an Selbstrespekt hat, die sofortige Forderung nach ihrem Rücktritt verlangt. In USA zum Beispiel steht Strafe darauf, die US-Flagge nicht mit dem gebotenen Respekt zu behandeln.

Merkel führt die Demokratie ad absurdum

Merkel hat in ihrem letzten Propagandaauftritt bei Anne Will gesagt: „Ich mache es mir nicht leicht. Ich bin für die Dinge politisch verantwortlich.“ Ja, wer denn sonst? muss man da fragen. Konsequenzen? Natürlich nicht. Im Gegenteil legt sie nach: Sie will sogar für das „Allermeiste“ in Deutschland die Verantwortung haben. Damit versteckt sie sich hinter einem Gemischtwarenladen, der Gutes und Schlechtes beinhaltet, und so sind ihr „kleine Pannen“, wie sie in einer der vielen Behörden passieren, nicht vorzuwerfen. Keinesfalls kann es für das Totalversagen des BAMF Konsequenzen geben, denn das „Allermeiste“ läuft doch super. – So war auch dieser Auftritt wieder eine unendliche Abfolge von nichtssagenden Konjunktiven wie man es von ihr seit jeher kennt.and eine große Nation führen kann, der nicht einmal seine Finger in akzeptablem Zustand halten kann?

Die Kanzlerin hat seit 13 Jahren die Verantwortung für unser schönes Land, in dem wir vor Merkel und Schröder gut und gerne lebten. Sie ist es, die die Verantwortung zu tragen hat für das sukzessive Auseinandergehen der sozialen Schere und somit für die zunehmende Spaltung der Gesellschaft. Sie ist es, die Deutschland mit Migranten geflutet hat mit der eigenmächtigen Öffnung der Grenzen. Sie ist es, die die verlogenen Sanktionen gegen Russland unbedingt weiterführen will, zum Schaden unserer Wirtschaft. Sie ist es, die Wut und Hass schürt, indem sie bedachte Mahner diffamiert und die „Antifa“ hofiert. Was also meint Merkel mit „Verantwortung übernehmen“? Offensichtlich nicht das, was jeder vernünftige Mensch darunter versteht! Weit entfernt davon zurückzutreten, will Merkel weiter machen wie bisher. Die unkontrollierte Einwanderung an den Grenzen soll nicht gestoppt werden. Alle, alle sollen ins Land gelassen werden, auch die bereits abgeschobenen Rückkehrer und Asylbewerber, die in einem anderen EU-Land einen Antrag gestellt haben, oder junge Männer ohne Papiere, aber bestens geladenen Smartphones.

Merkels rigorose Ablehnung von Seehofers Masterplan, nämlich die gesamte Migrationspolitik neu aufzustellen, ist vermutlich Bestandteil ihres geheimen Plans. Dass dieser so gar nicht von einer Mehrheit mitgetragen wird, kann ihr nicht entgangen sein. Merkel führt so die Demokratie ad absurdum, indem sie wie eine Diktatorin gute Ansätze torpediert. Wie verlogen ist es da, wenn sie immer wieder die Wahrung „westlicher Werte“ für sich und gegen andere instrumentalisiert, die sie selbst mit Füssen tritt. Mit dieser letzten Aktion gegen Seehofers Masterplan hat Merkel ihr wahres Gesicht gezeigt und das ist wohl nicht weniger unappetitlich, als ihre abgenagten Fingernägel.

 

Merkel muss weg, ist spätestens jetzt eine sehr berechtigte Forderung. Freiwillig wird sie ihr Zerstörungswerk nicht beenden. Was bleibt? Ein Staatsstreich! Dass dieser tatsächlich vom Grundgesetz abgedeckt ist, wissen die wenigsten. Dass es so ist, können sie im Werk von Robert B. Thiele und Peter Orzechowski „Der Staatsstreich“ erfahren. Natürlich ist das die „ultima ratio“, aber die Zeit scheint gekommen. Und selbst wenn es diesen Staatsstreich nicht geben wird, ist es für jeden, der Merkel so wenig mag wie ich, ein exquisites Lesevergnügen. Man wird ja noch träumen dürfen! „Der Staatsstreich“ ist erhältlich im Buchhandel oder direkt zu bestellen beim Verlag hier.
https://www.anderweltonline.com/klartext/klartext-20181/seehofers-masterplan-kanzlerin-merkel-zeigt-ihr-wahres-gesicht/
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Antw:Frau Merkel ist nicht meine Kanzlerin!
« Antwort #215 am: 28. Jun. 2018 - 17:42:35 »

„Wahre Welle TV“ – Jetzt schickt Merkel auch die steuerfinanzierte BPB in den Propagandakrieg

26 Dienstag Jun 2018

Posted by Dok in Allgemein   

Das letzte Aufgebot ist es sicher noch nicht, aber dass die Bundeskanzlerin nun auch die Bundeszentrale für politische Bildung mit Steuergeldern in den Propagandakrieg schickt, zeigt, dass die Autokratin und ihre Sippschaft zunehmend kalte Füße bekommen.

Weiter: https://propagandaschau.wordpress.com/2018/06/26/wahre-welle-tv-jetzt-schickt-merkel-auch-die-steuerfinanzierte-bpb-in-den-propagandakrieg/
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« Antwort #216 am: 11. Jul. 2018 - 16:54:46 »
 New-York-Times-Kommentator: Merkel muss abtreten
9.07.2018 • 21:49 Uhr
https://de.rt.com/1k3g
Quelle: Reuters
Zunehmend einsam: Bundeskanzlerin Angela Merkel
Noch im November 2016 adelte die New York Times Angela Merkel als Verteidigerin des freien Westens. Nun scheint der Kredit der Kanzlerin aufgebraucht zu sein: In einem Meinungsbeitrag fordert ein Kolumnist der Zeitung Merkels Rücktritt.

Nach der Wahl Donald Trumps im November 2016 erklärte die New York Times Bundeskanzlerin Angela Merkel zur "letzten Verteidigerin des liberalen Westens". Dieses Ansehen scheint nach Beginn ihrer vierten Amtszeit aufgebraucht zu sein. Bret Stephens, Kolumnist der Zeitung, fordert jetzt in einem Meinungsbeitrag den Rücktritt der Kanzlerin.

Mehr zum Thema: AfD auf Rekordhoch - CSU-Chef erklärt Streit mit Merkel für beendet

In seinem Beitrag kritisiert Stephens zunächst die Europäische Union. Diese sei auf einem schlechten Weg. Der Autor sieht eine ganze Reihe von Problemen: die europäische Flüchtlings- und Integrationspolitik, die wirtschaftliche Lage und hohe Arbeitslosigkeit, die außenpolitische Verwundbarkeit gegenüber Russland und die Abhängigkeit von den USA, schließlich die Geringschätzung für die Demokratie, die zu einer ablehnenden Haltung der Bevölkerung gegenüber der Politik geführt habe.

Dann wendet sich Stephens Deutschland zu. Das Land sei mittlerweile von der europäischen Krise angesteckt worden. Die Asyldebatte sieht Stephens dabei nur als Teil des Problems. Die tiefere Ursache sieht er in einer Verschiebung der CDU nach links, die auch die bayerische Schwesterpartei CSU unter Druck setze. Die Verantwortung dafür sieht er bei Merkel, ebenso die für die Flüchtlingskrise und den Brexit:

    Merkel hat die Bedingungen geschaffen, die für die Gegner des europäischen Ideals eine ideale Vorlage darstellten. Sie war dagegen, die Anzahl der Asylsuchenden in Deutschland zu begrenzen, und forderte dann von anderen europäischen Ländern, sie aufzunehmen. Dies bot den Brexit-Befürwortern mit fast absoluter Sicherheit genau die politischen Situation, die sie für das Referendum brauchten.

Merkels Versagen besteht für Stephens darin, dass sie aufgehört habe, konservativ zu sein. So wie die Dinge stünden, werde sie wahrscheinlich als unfreiwillige Zerstörerin der der EU in Erinnerung bleiben. 13 Jahre im Amt seien genug, so Stephens, der seine Abrechnung mit der Kanzlerin mit dem Urteil schließt:

    Es steht zu viel auf dem Spiel, um einen Wirrkopf wie Merkel weitermachen zu lassen.

https://deutsch.rt.com/europa/72700-new-york-times-kommentator-merkel-muss-abtreten/
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