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Weltgeschehen und Politik / Brief des Islamischen Emirats an das amerikanische Volk
« Letzter Beitrag von Hans am 17. Feb. 2018 - 11:00:29 »
Brief des Islamischen Emirats an das amerikanische Volk

Islamisches Emirat Afghanistan

An das amerikanische Volk, an die Vertreter von unabhängigen Nichtregierungsorganisationen und an die friedliebenden Kongressabgeordneten!

Mit der Hoffnung, dass Sie diesen Brief mit Bedacht lesen und die Zukunft der amerikanischen Streitkräfte und Ihre Gewinne und Verluste innerhalb Afghanistans im Lichte der vorherrschenden Realitäten, die in den folgenden Zeilen beschrieben werden, bewerten werden!

Amerikanisches Volk!

Ihnen ist klar, dass Ihre politische Führung vor 17 Jahren eine militärische Invasion unseres Landes begonnen hat. Diese Invasion stand nicht nur im Widerspruch zu den rechtlichen und nationalen Normen unseres eigenen souveränen Landes, sondern stellt auch eine Verletzung aller internationalen Regeln und Vorschriften dar. Trotzdem wurden von Ihren Verantwortlichen die folgenden drei Hauptpunkte vorgebracht, um diese illegitime Invasion zu rechtfertigen:

    1. die Schaffung von Sicherheit durch die Beseitigung der sogenannten Terroristen innerhalb Afghanistans.

    2. die Wiederherstellung von Recht und Ordnung durch die Bildung einer rechtmäßigen Regierung.

    3. Die Ausrottung von Betäubungsmitteln.

Lassen Sie uns analysieren, wie erfolgreich Ihre kriegerischen Führer waren und ob sie die oben genannten drei Werbesprüche in diesem verbrecherischen Krieg erfüllen konnten?

Verstärkte Unsicherheit und Kämpfe:

Als Ihr Ex-Präsident George W. Bush 2001 die Invasion Afghanistans anordnete, war seine Rechtfertigung für diese verbrecherische Tat die Eliminierung des islamischen Emirats (Taliban) und der Al-Qaeda.

Aber trotz der Fortsetzung dieses blutigen Krieges für siebzehn Jahre und trotz riesiger Verluste von Menschen und Geld bestätigte Ihr derzeitiger Präsident Donald Trump die zunehmende Unsicherheit und das Auftauchen mehrerer Gruppen anstelle des Vereinigten Islamischen Emirats (Taliban), um den illegalen 17-jährigen Krieg in Afghanistan fortzusetzen.

Dies erklärte Trump bei der Erklärung seiner neuen Kriegsstrategie für Afghanistan und Südasien am 23. August 2017, siebzehn Jahre danach, und ordnete erneut die Aufrechterhaltung derselben unrechtmäßigen Besetzung und des Krieges gegen das afghanische Volk an. Da Ihre Regierung die Anwesenheit mehrerer kriegerischer Gruppen innerhalb Afghanistans zugibt, bestätigt sie unsere Behauptung, dass die Amerikaner durch die Invasion Afghanistans und den Sturz einer einheitlichen verantwortlichen Regierung der Taliban lediglich den Weg für die Anarchie in dem Land geebnet haben.

Ganz gleich, welchen Titel oder welche Rechtfertigung Ihre uneinsichtigen Verantwortlichen für den Krieg in Afghanistan vorlegen, die Realität sieht so aus, dass Zehntausende von hilflosen Afghanen, darunter Frauen und Kinder, von Ihren Streitkräften gequält wurden, Hunderttausende verletzt wurden und Tausende weitere in Guantanamo, Bagram und in verschiedenen anderen Geheimgefängnissen inhaftiert und in einer so erniedrigenden Weise behandelt wurden, dass das nicht nur Schande über die Menschheit gebracht hat, sondern auch eine Verletzung all dessen darstellt, was über amerikanische Kultur und Zivilisation behauptet wird.

In diesem einseitigen Krieg und wie von Ihren eigenen Militärbehörden bestätigt, wurden 3546 amerikanische und ausländische Soldaten getötet, mehr als 20.000 amerikanische Streitkräfte verletzt und weitere Zehntausende leiden seelisch, aber in Wirklichkeit ist die Zahl Ihrer Opfer um ein Vielfaches höher und wird von Ihren Führern absichtlich verschleiert. Desgleichen hat dieser Krieg Sie Billionen von Dollar gekostet, was ihn zu einem der blutigsten, längsten und teuersten Kriege in der zeitgenössischen Geschichte Ihres Landes macht.

Chaos und das korrupteste Regime:

Auch wenn es nicht Sache Amerikas ist, Gesetze zu entwerfen und Systeme für andere Länder vorzuschlagen, so war es doch der zweite Vorwand von George W. Bush für die Invasion Afghanistans, eine angeblich legitime Regierung zu bilden. Aber trotz siebzehn Jahren Krieg, der Tausende Leben von Amerikanern und der Koalition und Milliarden von Dollar gekostet hat, hat ein System in Afghanistan Wurzeln geschlagen, das die folgenden administrativen, rechtlichen, militärischen und politischen Erfolge erreicht hat:

    International die Nummer eins bei der Korruption im Verwaltungs- und Finanzbereich.

    International die Nummer eins bei der Verletzung von Menschenrechten.

    Nummer eins international bei der Inbesitznahme von Land und der Unterschlagung internationaler Hilfe.

    Internationale Nummer eins bei Gewalt gegen Frauen, etc. etc. etc.

Das jüngste Beispiel für das korrupte Regime, das nach der amerikanischen Invasion gebildet wurde, ist das Vorhandensein eines zweiköpfigen Systems, das in den etablierten Rechtsvorschriften zur Bildung einer Regierung auf der ganzen Welt seinesgleichen sucht.

Produktion und Ausweitung von Betäubungsmitteln:

Die dritte Rechtfertigung von George W. Bush für die Invasion Afghanistans war die Prävention und Ausrottung von Betäubungsmitteln. Lassen Sie uns die Menge und das Ausmaß der Produktion und der Ausweitung des Drogenhandels in Afghanistan nach siebzehn Jahren Kriegsanstrengungen untersuchen.

Nach Angaben des UNODC (United Nations Office on Drugs and Crimes - UNO-Drogenbehörde) - vor der amerikanischen Invasion - wurde Mohn nur auf 185 Hektar Land in Afghanistan und nur in Gebieten angebaut, die von Anti-Taliban-Streitkräften kontrolliert werden, während die Heroinabhängigkeit unter den Afghanen nahezu gleich Null war. Doch nach der amerikanischen Invasion Afghanistans schoss der Mohnanbau von 185 Hektar auf 328.000 Hektar in die Höhe, während im Schatten der siebzehnjährigen Besatzung die Zahl der Drogenabhängigen 3 Millionen Menschen erreicht hat.

Am 21. Dezember 2017 berichtete das UNODC (United Nations Office on Drugs and Crimes), dass die Drogenproduktion im Jahr 2017 um 87% und der Mohnanbau um 63% zunahm und damit die Gesamtproduktion an Betäubungsmitteln auf 9000 Tonnen anstieg.

Amerikanisches Volk!

Sie verkünden, eine entwickelte und zivilisierte Nation der Welt zu sein. Nachdem die Afghanistan auferlegte Regierung von Ihnen eingesetzt wird, überlassen wir es daher Ihrem Urteil, Ihrer Logik und Ihrem Gewissen zu entscheiden, ob das gegenwärtige System und seine dazugehörigen Veränderungen - die Unsicherheit, das Chaos und die 87%ige Zunahme der Betäubungsmittel - Reformen oder Verbrechen gegen die Menschlichkeit sind?

Ihre Regierung verkündet, dass Dutzende Milliarden Dollar für verschiedene Wiederaufbauprojekte in Afghanistan ausgegeben wurden. Natürlich ist das das gleiche Geld, das von Ihnen als Steuern und Einnahmen eingesammelt wird, aber hier wurde es unter Dieben und Mördern verteilt.

Stimmen Sie zu, dass das hart verdiente Geld Ihrer Arbeit auf solch ein korruptes System verschwendet werden sollte, in dem in nur einem Kriminalfall 900 Millionen Dollar von korrupten Beamten aus der Kabul Bank gestohlen wurden?

Halten Sie das für die Rechtsstaatlichkeit im Sinne der amerikanischen Kultur und im Lexikon, wo der erste Repräsentant einer Regierung eine Person ist, die an dem verbrecherischen Akt sexueller Gewalt gegen einen 70-jährigen Mann beteiligt ist, neben Hunderten anderer Verbrechen gegen die Menschlichkeit?

Ist das die Zivilisation, die Moderne und die Rechtsstaatlichkeit, die von Ihnen in der Welt verkündet wird?

Wurden Ihre 3546 Soldaten in Afghanistan getötet, um ein solches System aufzubauen und zu stärken?

Können Ihre Gelehrten, Intellektuellen und unvoreingenommenen Analysten eine Antwort auf unsere Fragen geben?

Sie müssen verstehen, dass unser Volk all diese Katastrophen durchlebt, beobachtet und genau analysiert, und deshalb wird das Regime, das unter dem Schatten Ihrer militärischen Unterstützung arbeitet, und die darin versammelten korrupten Elemente nicht als rechtmäßige Regierung betrachtet, sondern als eine Gruppe von Usurpatoren, Plündern, Mafia-Warlords und Drogendealern, während gleichzeitig der Widerstand gegen sie als rechtliche, moralische und nationale Verpflichtung betrachtet wird. Die Menschen, die an Ihrer Seite arbeiten, um dieses System durchzusetzen, begehen Verrat an unseren nationalen und nationalen Interessen. Andererseits sind die Menschen, die bewaffneten Widerstand gegen Ihr korruptes Regime leisten, die Verteidiger ihrer Heimat, ihrer nationalen Interessen, ihrer Souveränität sowie ihrer Würde und werden von den afghanischen Massen als ihre Helden verehrt.

Dass die amerikanischen Medien Propaganda machen gegen den afghanischen Widerstand und diesen als ausländische Terroristen und nicht als afghanische Freiheitskämpfer bezeichnen, all das entbehrt jeglicher Grundlage und zielt darauf ab, ihre eigene demütigende Niederlage zu verbergen. Um diese Propaganda zurückzuweisen, wollen wir nur sagen, dass wenn es die leiseste Chance auf Erfolg in Afghanistan mit ausländischer Unterstützung gegeben hätte, die amerikanischen Invasoren und ihre Koalitionstruppen definitiv Erfolg gehabt hätten, weil sie die politische und militärische Unterstützung eines mächtigen Landes wie der Vereinigten Staaten von Amerika sowie die Unterstützung eines gut ausgerüsteten Militärbündnisses wie der NATO genossen hatten.

Volk von Amerika!

Wir möchten unsere Botschaft an Sie in den folgenden Worten zusammenfassen:

Die Afghanen, die heute gegen Ihre Streitkräfte und andere Eindringlinge kämpfen, sehen das als rechtliche, religiöse und nationale Verpflichtung an. So mächtig und gut ausgerüstet Ihre Streitkräfte auch sein mögen, und selbst wenn sie von der ganzen Welt unterstützt werden, wird dieser Widerstand vom afghanischen Volk aufgrund seiner religiösen, rechtlichen und nationalen Verpflichtung aufrechterhalten werden. Dieser Widerstand wird von den afghanischen Massen als eine heilige Pflicht zur Verteidigung ihres Glaubensbekenntnisses und Landes angesehen. Diese heilige Verpflichtung aufzugeben, wird von ihnen als Verzicht auf den Islam und alle menschlichen Werte angesehen, und diese Schande ist für jeden couragierten muslimischen Afghanen niemals akzeptabel.

Die Afghanen haben in den letzten vier Jahrzehnten ständig im Feuer der aufgezwungenen Kriege gebrannt. Sie sehnen sich nach Frieden und nach einem gerechten System, aber sie werden nie müde werden, aufgrund ihres gerechten Anliegens ihr Glaubensbekenntnis, ihr Land und ihre Nation gegen die eindringenden Kräfte Ihrer kriegshetzerischen Regierung zu verteidigen, weil sie alle bisherigen und gegenwärtigen historischen Opfer gebracht haben, um ihre religiösen Werte und ihre nationale Souveränität zu schützen. Wenn sie sich jetzt über ihre Souveränität verhandeln würden, wäre das eine unvergessliche Treulosigkeit gegenüber ihrer stolzen Geschichte und ihren Vorfahren.

Afghanistan ist ein Land, das seine Unabhängigkeit seine mehrere tausend Jahre alte Geschichte hindurch bewahrt hat. Selbst im 19. und 20. Jahrhundert, als die meisten muslimischen Länder von den damaligen europäischen imperialen Mächten besetzt waren, war Afghanistan das einzige Land in der Region, das seine Unabhängigkeit bewahrt hat, und trotz 80 Jahren imperialistischer Bemühungen haben die Briten es nicht geschafft, dem Land die Besatzung aufs Auge zu drücken. Es ist der gleiche inhärente Eifer und die gleiche historische Hinterlassenschaft in den Herzen und Köpfen der afghanischen Massen, die diese mit leeren Händen geführte Nation gegenwärtig dazu inspiriert, den langwierigen Widerstand gegen Ihre Besatzungstruppen fortzusetzen. Es ist keine Übertreibung, sondern eine unumstößliche Realität, dass die tapferen afghanischen sich selbst opfernden Kämpfer heute untereinander wetteifern, sich als Märtyrer aufzuopfern, indem sie Angriffe gegen Ihre Invasionskräfte führen.

Dieser nationale religiöse Widerstand der Afghanen ist kein sinnloser Krieg, sondern schreitet jeden Tag voran, wenn verschiedene Teile des Landes befreit werden. In diesem Moment bestätigte der Chef von SIGAR (Special Inspector General for Afghanistan Reconstruction), dass sechzig Prozent des afghanischen Territoriums unter der Kontrolle der Taliban (Islamisches Emirat) stehen.

Während der amerikanischen Invasion Afghanistans im Jahr 2001 gerieten einige Länder der Welt unter den Einfluss irreführender Propaganda Ihrer Amtsträger und unterstützten die Kriegsstrategie des damaligen Präsidenten George W. Bush. Aber heute stellen wir fest, dass Ihre Regierung diese internationale Unterstützung verloren hat, da einige Ihrer Koalitionspartner ihre Kräfte aus unserem Land abgezogen haben, nachdem sie die vorherrschenden Realitäten erkannten, und sie suchen derzeit nach einer politischen Lösung. Die internationale Gemeinschaft insgesamt unterstützt nun unseren gerechtfertigten Widerstand gegen die illegitime amerikanische Besetzung. Wenn Ihre Regierung immer noch darauf besteht, den Krieg in Afghanistan mit Ausreden fortzusetzen, wird sie das amerikanische Ansehen in der Welt weiter untergraben.

Amerikanisches Volk!

In der amerikanischen Gesellschaft, in der die Hauptquelle der Macht die Massen sind und die Autoritäten durch öffentliche Stimmen gewählt werden, bittet das islamische Emirat Afghanistan - als Vertreter des Willens der afghanischen Nation - das amerikanische Volk und die friedliebenden Kongressabgeordneten, Druck auf Ihre Autoritäten auszuüben und ein Ende der Besetzung Afghanistans zu fordern, weil die hartnäckige Suche nach der Verschleppung dieses Krieges und die Existenz eines korrupten und ineffektiven Regimes hier in Kabul negative Folgen für die Stabilität der Vereinigten Staaten von Amerika selbst haben wird.

Die afghanischen Massen empfinden Mitleid mit der gesamten amerikanischen Nation, weil diese geopfert wird und mit jedem Tag, der vergeht, allein aufgrund der kriegshetzerischen Politik einiger weniger kriegsgeiler Amtsträger den Respekt der gesamten Weltöffentlichkeit verliert.

Ihre Intellektuellen, friedliebenden Kongressabgeordneten und unabhängigen Leiter ziviler Organisationen sollten Ihre Autoritäten fragen, warum das amerikanische Volk so unsicher ist und im In- und Ausland trotz seines internationalen Ansehens verabscheut wird?

Wie lange werden Ihr modernes Land und Ihre Kinder weiterhin für die kriegshetzerische Politik einiger weniger kriegstreiberischer Amtsträger geopfert?

Und welchen Nutzen wird diese kriegerische Politik letztendlich Ihrem Land bringen?

Amerikanisches Volk!

Ihr Präsident und seine militärischen und politischen Amtsträger, die seiner Kriegspolitik folgen, sprechen noch immer die Sprache des Krieges gegen Afghanistan. Sie veröffentlichen absichtlich gefälschte Statistiken zu Gunsten ihrer eigenen Interessen und führen Sie und die Welt in die Irre, indem sie Sand in Ihre Augen werfen. Die Realität sieht so aus, dass in der heutigen Welt die Anwendung von Gewalt und Waffen durch den friedlichen Dialog ersetzt worden ist und Kriege nicht mit Lügen gewonnen werden können.

Allein im vergangenen September - entsprechend der neuen Strategie von Trump - nutzten die amerikanischen Streitkräfte all ihre neuen Kräfte und führten 751 Luftangriffe durch. Sie sollten Ihre Generäle fragen, ob Sie trotz der Anwendung solcher Gewalt auch nur einen Zentimeter Land von den Taliban zurückerobert haben oder ob sie vielleicht sogar noch mächtiger geworden sind.

Wenn Sie die unerfahrene Politik von Präsident Trump und seinen Beratern nicht verstehen, dann schauen Sie sich nur einmal seine irrationale Entscheidung an, die amerikanische Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen, welche Amerika in Opposition zu 128 Ländern der Welt brachte.

Es ist wirklich demütigend für ein zivilisiertes Volk wie Sie, mit einer solch überwältigenden internationalen Mehrheit konfrontiert zu werden. Es war nur die Verfolgung einer Politik der Gewalt, die die Mehrheit der Länder der Welt gegen Amerika aufgebracht hat, und Ihre Amtsträger beharren immer noch auf dieser lächerlichen Politik!

Das Islamische Emirat hatte Amerika von Anfang an gebeten, seine Probleme mit dem Islamischen Emirat durch Gespräche und im Dialog zu lösen. Die Anwendung von Gewalt hat nachteilige Folgen, und vielleicht haben Sie jetzt die bitteren Folgen der amerikanischen Aggression gegen Afghanistan bemerkt. Wenn die Politik der Anwendung von Gewalt noch hundert Jahre lang betrieben wird und wenn hundert neue Strategien angenommen werden, wird das Ergebnis all dieser Maßnahmen das gleiche sein, das Sie in den letzten sechs Monaten nach der Einführung der neuen Strategie Trumps beobachtet haben.

Nach wie vor glauben wir, dass es für das amerikanische Volk noch nicht zu spät ist, zu verstehen, dass das Islamische Emirat als Vertreter seines Volkes dessen Probleme mit allen Seiten durch gesunde Politik und Dialog lösen kann. Unnötige Gewaltanwendung erschwert die Probleme nur, indem sie neue Dimensionen schafft, die sich allmählich aus dem Bereich der Kontrolle herausbewegen. Das islamische Emirat ist eine Regionalmacht mit tiefen Wurzeln, die sich nicht mit Gewalt unterdrücken lässt. Die Chancen des Dialogs sind jedoch noch nicht ausgeschöpft. Das amerikanische Volk muss verstehen, dass das islamische Emirat sich seiner Verantwortung bewusst ist und eine konstruktive Rolle bei der Suche nach einer friedlichen Lösung der Probleme spielen kann, aber das kann niemals bedeuten, dass wir erschöpft sind oder dass unser Wille untergraben wurde. Es ist unsere Politik, der Logik eine Chance vor der Anwendung von Gewalt zu geben. Was auch immer durch Logik erreicht werden kann, sollte nicht durch Gewaltanwendung aufgegeben werden. Es ist die moralische Verpflichtung des Islamischen Emirats Afghanistan, Sie, die amerikanischen Massen, über diese Gegebenheiten zu informieren.

Wir müssen feststellen, dass das Islamische Emirat Afghanistan legitime Anstrengungen für die Unabhängigkeit unseres Heimatlandes unternimmt. Ein souveränes Land, frei von jeglicher ausländischer Besatzung, ist unser natürliches und menschliches Recht. Die Suche nach der Freiheit unseres Heimatlandes und die Errichtung eines islamischen Systems, das dem Glaubensbekenntnis unseres Volkes entspricht, kann von keinem Gesetz der Welt als Terrorismus bezeichnet werden. Es ist erwähnenswert, dass wir nicht die Absicht haben, in irgendeinem anderen Land eine destruktive Rolle zu spielen, und wir haben in den letzten siebzehn Jahren praktisch bewiesen, dass wir uns in kein anderes Land eingemischt haben. Ebenso werden wir niemandem erlauben, afghanisches Territorium gegen irgendein anderes Land zu benützen.

Der Krieg wird uns aufgezwungen, er ist nicht unsere Entscheidung. Wir ziehen es vor, die afghanische Frage durch friedliche Dialoge zu lösen. Amerika muss seine Besatzung beenden und alle unsere legitimen Rechte anerkennen, einschließlich des Rechts, eine Regierung zu bilden, die den Überzeugungen unseres Volkes entspricht. Nach der Erlangung der Unabhängigkeit wünschen wir uns positive und konstruktive Beziehungen zu allen Ländern der Welt, auch zu unseren Nachbarländern. Wir begrüßen ihre Hilfe und Unterstützung beim Wiederaufbau und der Rehabilitation unseres Landes. Wir wollen eine nützliche Rolle für den Frieden und die Stabilität in der Region und in der Welt spielen, unseren Bürgern hochwertige Bildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten bieten und alle Menschenrechte und gesetzlichen Rechte jedes Kindes, jeder Frau und jedes Mannes garantieren, unsere Jugend vor Drogen und allen anderen moralischen Unanständigkeiten schützen, jedem Einzelnen Beschäftigungsmöglichkeiten bieten, damit er nicht seine Heimat verlässt oder ins Ausland flüchtet.

Kurz gesagt, das Beharren auf der Verlängerung des Krieges in Afghanistan und die Aufrechterhaltung der amerikanischen Truppenpräsenz ist weder für Amerika noch für irgendjemand anderen von Vorteil, sondern gefährdet vielmehr die Stabilität der gesamten Welt. Das ist eine unwiderlegbare Realität, die nur von Ihren arroganten Autoritäten abgelehnt wird. Wenn Sie einen friedlichen Dialog mit den Afghanen im Besonderen und mit der Welt im Allgemeinen wollen, dann lassen Sie Ihren Präsidenten und die kriegshetzenden Kongressabgeordneten und Beamten des Pentagon diese Realität verstehen und zwingen Sie sie zu einer rationalen Politik gegenüber Afghanistan!

Dies wird der konstruktivste Schritt für die Stabilität Ihres Volkes, der Afghanen und der ganzen Welt sein.

Unsere einzige Verpflichtung ist es, Ihnen diese Botschaft zu übermitteln!

Islamisches Emirat Afghanistan
http://antikrieg.com/aktuell/2018_02_17_brief.htm
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Weltgeschehen und Politik / Antw:Niederländer räumen Konten leer
« Letzter Beitrag von Hans am 17. Feb. 2018 - 10:56:04 »
PeinlichNiederländischer Außenminister tritt nach Putin-Lüge zurück

Nach nur vier Monaten im Amt ist der niederländische Außenminister Halbe Zijlstra wegen einer Lüge über ein angebliches Treffen mit Russlands Präsident Wladimir Putin zurückgetreten.
00.49 Uhr, 14. Februar 2018
"Ich sehe heute keine andere Möglichkeit, als meinen Rücktritt einzureichen", sagte der niederländische Außenminister Halbe Zijlstra am Dienstag in Den Haag. Er hatte behauptet, eine Äußerung des russischen Präsidenten Vladimir Putin über "Groß-Russland" mit angehört zu haben.

Der Politiker der rechtsliberalen Volkspartei für Freiheit und Demokratie (VVD) gab seine Entscheidung während einer Parlamentssitzung vor den Abgeordneten bekannt. Zijlstra hatte jahrelang fälschlicherweise erklärt, er sei 2006 Gast im Ferienhaus von Putin gewesen und habe dort mitbekommen, wie dieser seine Pläne eines "Groß-Russlands" darlegte.

Auf Grundlage der vermeintlichen Äußerungen Putins hatte Zijlstra vor der Aggression Russlands auch gegenüber der Ukraine, der baltischen Staaten und Kasachstan gewarnt. Am Montag musste Zijlstra gegenüber der Tageszeitung "De Volkskrant" zugegeben, dass er über das Treffen mit Putin gelogen hatte. Zugleich hielt er daran fest, dass er Putins Worte im Großen und Ganzen richtig wiedergegeben habe.
"Falsch zitiert"

Zijlstra hatte gesagt, mit der Lüge habe er denjenigen schützen wollen, der ihm von dem Gespräch erzählt habe. Die Äußerungen Putins seien aber geopolitisch so wichtig, dass er darüber nicht habe schweigen wollen. Über das Treffen mit Putin 2006 hatte der damalige Chef des Ölkonzerns Shell, Jeroen van der Veer, Zijlstra berichtet. Er widersprach dem Politiker freilich. Zijlstra habe Putins Worte falsch zitiert, sagte van der Veer der "Volkskrant". Putin habe nur im historischen Sinne über ein "Groß-Russland" gesprochen.

Zuvor hatte er stets angegeben, er habe auf der Datscha klar Putins Antwort auf die Frage gehört, was er unter "Groß-Russland" verstehe. Putin habe gesagt, dass er zu "Groß-Russland" zurück wolle und dass dazu gehöre: "Russland, Weißrussland, die Ukraine und die baltischen Staaten".
Moskau-Besuch abgesagt

Die Affäre kam zu einem peinlichen Zeitpunkt. Er sollte am Dienstag nach Moskau reisen. Dort war ein Treffen mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow geplant. Das Verhältnis der Niederlande zu Russland ist durch den Abschuss von Passagierflug MH17 2014 angespannt. Die Maschine war von einer russischen Buk-Rakete über der Ost-Ukraine abgeschlossen worden. Die meisten Opfer waren Niederländer. Die Niederlande werfen Russland vor, Lügen über die Katastrophe zu verbreiten. Der Moskau-Besuch wurde abgesagt.

Die Glaubwürdigkeit des Außenministers müsse über jeden Zweifel erhaben sein, sagte der Politiker jetzt im Parlament. "Um das Amt des Außenministers nicht zu belasten, sehe ich keine andere Option, als heute dem König meine Kündigung anzubieten."

Ministerpräsident Mark Rutte tadelte die Lüge seines Parteifreunds und Ministers, wandte sich aber nicht von ihm ab. Zijlstra "hätte nicht behaupten sollen, irgendwo gewesen zu sein, wo er nicht war", sagte Rutte am Montag. Er halte seinen Minister dennoch für glaubwürdig, weil "der Kern der Geschichte wahr war".

An der Eignung des ehemaligen Shell-Mitarbeiters als Außenminister in der Vier-Parteien-Koalition von Rutte war schon zuvor gezweifelt worden. Zijlstra fehle die Erfahrung, hieß es bei dessen Ernennung zum Minister im Oktober. Laut dem "Volkskrant" hatte er die Geschichte mit Putin auch erzählt, "um Kritik an seiner fehlenden außenpolitischen Erfahrung abzuwehren".
Misstrauensvotum im Parlament

Nach dem Rücktritt Zijlstras musste sich Regierungschef Mark Rutte einem Misstrauensvotum im Parlament stellen. Der Misstrauensantrag des rechtspopulistischen Politikers Geert Wilders wurde am Dienstagabend in Den Haag aber mit großer Mehrheit zurückgewiesen. 101 Abgeordnete stimmten dagegen, nur 43 Parlamentarier votierten gegen den Regierungschef.

Ruttes Vier-Parteien-Koalition hat nur eine Ein-Stimmen-Mehrheit im Parlament. Niederländische Medien hatten aber bereits vorab mit einem Scheitern des Misstrauensvotums gerechnet.
http://www.kleinezeitung.at/politik/aussenpolitik/5371436/Peinlich_NiederlaendischerAussenminister-tritt-nach-PutinLuege-zurueck
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Datenschutz: Facebook darf keine Klarnamen fordern
von JasminTeam صفاقس‎

Endlich ist die Kritik an Zuckerbergs Datenkrake Facebook auch bis zu dt. Amtsrichtern vorgedrungen! Das Asoziale Netzwerk muss wenigstens seine Voreinstellungen in Deutschland ändern und darf seine Anwender nicht länger zwingen, sich mit Klarnamen anzumelden. So ein Urteil des Landgerichts Berlin, das sich leider nur zu minimalem Datenschutz durchringen konnte. Datenschutz? Sogar in den USA wird Facebook heute von den Behörden zur Verfolgung politischer Äußerungen genutzt.

Der US-Mega-Netzkonzern war vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) verklagt worden. In dem Urteil wurden Teile der Nutzungs- und Datenschutzbedingungen für unzulässig erklärt. Die nötigen Einwilligungen zur Datennutzung, die sich das Unternehmen einholt, seien teilweise unwirksam, so das Urteil vom 16. Januar (Az. 16 O 341/15). Die Justiziare von Facebook legten gegen das Urteil Berufung ein. Der Konzern behauptet in einer Stellungnahme seiner Rechtsabteilung, dass sich die Angebote und Richtlinien von Facebook seit Beginn des Verfahrens im Jahr 2015 verändert hätten. Außerdem plane man 2018 angesichts bevorstehender Gesetzesänderungen weitere Änderungen an den Geschäftsbedingungen und Datenschutzrichtlinien, so das Handelsblatt.
Facebook vs. Datenschutz

Facebook ist seit langem als Datenschutz-Missachter bekannt. Schon der heroisierte Nerd-Milliardär Zuckerberg denkt nicht daran, die Menschen vor den Gefahren der Massen-Überwachung zu warnen. Seine Ausrede: Die Leute wollen es ja nicht anders, keiner sei schließlich gezwungen, bei seiner Firma sein Online-Leben zu verbringen. Der 18fache Milliardär hat scheinbar noch nie etwas von Gruppenzwang gehört -und inzwischen wurden Fälle bekannt, wo Arbeitgeber Bewerber ablehnten, weil sie nicht auf Facebook zu finden waren (so wüsste man ja gar nichts über ihr Vorleben). Kinder und Jugendliche sind schon Gruppenzwängen weit harmloserer Art nahezu hilflos ausgeliefert, obwohl Fälle von Facebook-Mobbing sich häufen. Soziale Zwänge zum Konformismus machen Facebook zum Motor eines digitalen „friendly fascism“, dem man sich nur zum Preis sozialer Ausgrenzung entziehen kann. Wikipedia verharmlost Zuckerbergs brandgefährliche Ideologie so:

„Anfang des Jahres 2010 nannte Zuckerberg in einem Interview mit Mike Arrington von TechCrunch als BegründungZuckerberg_1984_Berlin_Graffiti für lascheren Datenschutz den Umstand, dass Nutzer freiwillig immer mehr Daten im Internet von sich preisgeben würden und Facebook sich lediglich den gesellschaftlichen Realitäten anpasse. Der Umgang der Menschen mit ihren Daten habe sich stark geändert. Die Menschen würden sich wohl fühlen, ihre persönlichen Informationen mit vielen Menschen zu teilen…“ Wikipedia zu Mark Zuckerberg

Danach bejubelt Wikipedia ausgiebig Zuckerbergs karitative Spendentätigkeit, mit der er zu einer besseren Gesellschaft beitragen wolle (also einer Gesellschaft, in der alle Menschen bespitzelt und Milliardäre nicht mit Steuern belästigt werden vermutlich). Von Zuckerbergs Sympathien für die Waffenlobby weiß man dort aber nichts. Zur Firma weiß wikipedia: „

„Facebook (Eigenschreibweise facebook) ist ein soziales Netzwerk, das vom gleichnamigen US-amerikanischen Unternehmen Facebook Inc. betrieben wird. Der Name bezieht sich auf die sogenannten Facebooks (Englisch wörtlich: „Gesichtsbuch“, sinngemäß: „Jahrbuch“) mit Abbildungen von Studenten, die an manchen US-amerikanischen Colleges verteilt werden. Das soziale Netzwerk wurde am 4. Februar 2004 von Dustin Moskovitz, Chris Hughes, Eduardo Saverin und Mark Zuckerberg veröffentlicht und zählt nach eigenen Angaben rund 1,44 Milliarden Mitglieder, welche die Seite zumindest ein Mal pro Monat besuchen (Stand: März 2015). Facebook gehört nach unterschiedlichen Statistiken zu den fünf am häufigsten besuchten Websites der Welt, in Deutschland liegt es auf dem zweiten Rang hinter Google.“

In einem Vergleich sozialer Netze im Internet in der Stiftung Warentest belegte Facebook zusammen mit LinkedIn Fuck_Facebookund Myspace die hintersten Plätze aufgrund „erheblicher Mängel“ beim Datenschutz. Andere soziale Netzwerke wie studiVZ und schülerVZ zeigen laut dem Test, dass ein deutlich besserer Umgang mit Nutzerdaten durchaus möglich ist. Im Januar 2012 nahm Facebook dann am eingangs erwähnten Psychologie-Experiment teil, für das insgesamt 689.000 Nutzer ohne ihr Wissen missbraucht wurden. Im Rahmen des sogar bei britischen (!) Datenschützern umstrittenen Experiments wurde die zentrale Neuigkeiten-Seite bei Facebook manipuliert, so dass die User ein verzerrtes Bild der Stimmung ihrer Facebook-Freunde vorgespiegelt bekamen. Die Ergebnisse der Studie wurden im Juni 2014 zum Ärger von Facebook publik und zeigten eine hohe Manipulierbarkeit der Nutzer.
Hinter Facebook: NSA, CIA & Co.

Zu den Gründerfiguren der Firma gehört ein recht schillernder Kapitalgeber: Der deutschstämmige Milliardär Peter Thiel, der mit Netzfirmen und Geheimdiensten reich geworden ist. Er investierte als erster bei Zuckerberg und wurde später Großaktionär von Facebook. Thiel wurde zunächst beim Verkauf von Paypal an eBay Multimillionär und kooperierte mit der CIA bei seiner Firmengründung Palantir Technologies. Die Hauptprodukte von Palantir finden sich in den Sparten Security (Palantir Gotham, zuvor Palantir Government -Thiel scheint sich möglicherweise für eine Art Batman zu halten, der „das Böse“ bekämpft, also Einbrecher mit Strumpfmaske, die reichen Leuten Silberlöffel klauen wollen) und Finanzen (Palantir Metropolis, zuvor Palantir Finance). Palantir Gotham ist Dienstleister für NSA, CIA & Co. Im Jahr 2010 war Palantir eine von drei Firmen, die beauftragt wurden, eine Strategie gegen WikiLeaks zu erarbeiten, die in etwa so aussieht, wie unsere Medien Putins Umgang mit Kritikern beschreiben:

„…data intelligence firms, worked to develop a strategic plan of attack against WikiLeaks. The plan included pressing a journalist in order to disrupt his support of the organization, cyber attacks, disinformation, and other potential proactive tactics.“ TechHerald

trump

Peter Thiel sponserte Donald Trump

Palantirs Software sollte dabei als Basis zur Datensammlung und Analyse dienen. Nach Enthüllung der Pläne durch die Hackergruppe Anonymous beendete Vorstandschef Karp (angeblich) die Teilnahme seiner Firma an der lukrativen Hetzjagd auf einen politischen Oppositionellen. Peter Thiel unterstützt den Fed-Gegner Ron Paul (Republikaner) und die neoreaktionäre Tea-Party-Bewegung in den USA. Im Kampf Überwachungsstaat gegen Wikileaks hat der angebliche Libertäre aber die andere Seite gewählt: Den Staatsapparat.  2016 engagierte Thiel sich gegen das Republican-Establichment und für den Milliardär-Republikaner Donald Trump. Ist dies ein Hinweis darauf, dass Teile der NSA-Klüngel Trump wollten, statt eines neuen -womöglich noch degenerierteren Sprösslings des Bush-Oligarchenclans? Wir wissen bislang noch nicht, ob etwa Facebook pro- oder contra-Clinton manipuliert war. So einfach wie bei den ersten Anwendungen in Ferguson wird die Intrige wohl auch nicht wieder aufzudecken sein. Wir wissen nur sicher, dass wir in der Postdemokratie leben: Demokratische Verfahren sind nur bedingt demokratisch.
https://jasminrevolution.wordpress.com/2018/02/16/datenschutz-facebook-darf-keine-klarnamen-fordern/
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Weltgeschehen und Politik / Antw: Das elfte Gebot: Israel darf alles
« Letzter Beitrag von Hans am 16. Feb. 2018 - 17:59:04 »
 Auflistung: Israelische Militäraggressionen gegen Syrien von 2012 bis 2018
16.02.2018 • 13:03 Uhr
Rainer Rupp listet in seinem Beitrag alle inzwischen bekannt gewordenen völkerrechtswidrigen militärischen Aggressionen Israels gegen Syrien seit Beginn des Krieges auf. Die Liste mit über 40 Eintragungen erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

von Rainer Rupp

Die Liste beginnt mit dem ersten direkten Eingriff Israels in den Krieg in Syrien, der in westlichen Medien fälschlicherweise als "Bürgerkrieg" bezeichnet wird. Tatsächlich wurde dieser Krieg von den USA und ihren NATO-Vasallen sowie den verbündeten Golf-Feudalstaaten konzipiert, geschürt und finanziert und von islamistischen Halsabschneidern unterschiedlicher Provenienz durchgeführt. Ziel war und ist, die rechtmäßige und international anerkannte Assad-Regierung in Damaskus zu stürzen.

17. November 2012: Israel eröffnet Artilleriefeuer gegen Positionen der syrischen Armee entlang der Demarkationslinie auf den sogenannten Golanhöhen, einer wasserreichen und sehr fruchtbaren Region, die sich Israel im Sechstagekrieg angeeignet hat und nicht mehr zurückgeben will. Zur Rechtfertigung der Artillerieangriffe behauptet Israel, diese seien die Vergeltung für einen Angriff auf eine israelische Patrouille in der Nähe der entmilitarisierten Zone.

Da die Syrisch-Arabische Armee zu dieser Zeit bereits an vielen Fronten gegen die islamistischen Gewaltextremisten vom Typ al-Qaida kämpfte, ist es unwahrscheinlich, dass Damaskus in dieser Situation mit Angriffen auf eine israelische Patrouille eine weitere Front mit Israel aufmachen wollte. Vielmehr kann in dem Artilleriebombardement der syrischen Stellungen der erste direkte militärische Eingriff Israels zur Unterstützung der al-Qaida-Terroristen gesehen werden, die den israelisch besetzten Golan bis heute als sicheren Rückzugsort benutzen dürfen.

30. Januar 2013: Israelische Kampfflugzeuge zerstören auf syrischem Territorium einen Fahrzeugkonvoi, von dem Tel Aviv behauptet, dass er Waffen an die Hisbollah beförderte.

24. März 2013: Auf dem Golan zerstört das israelische Militär mit einer Lenkrakete eine syrische Grabenstellung mit etlichen Maschinengewehrnestern. Die israelische Seite behauptet, dass das eine Vergeltung für den Beschuss israelischer Truppen gewesen sei, die von diesen Maschinengewehren ausgegangen sei. Zugleich bestätigte der israelische Militärsprecher, dass kein einziger Israeli durch den Beschuss verwundet worden war.

3. und 5. Mai 2013: Israelische Kampfflugzeuge attackieren Ziele in Syrien, angeblich, um die Lieferung iranischer Waffen an die Hisbollah zu verhindern.

21. Mai 2013: Israelische Truppen greifen eine syrische Position an, von der aus angeblich ein israelisches Fahrzeug auf den Golanhöhen unter Beschuss genommen worden war.

5. Juli 2013: Israel greift aus der Luft Lagerhallen in der syrischen Hafenstadt Latakia an, die laut israelischen Quellen angeblich russische Antischiffsraketen vom Typ Jachont beherbergten.

17. Juli 2013: Das israelische Militär feuert an der syrischen Grenze auf dem Golan auf eine Gruppe nicht identifizierter Personen, nachdem eine israelische Patrouille in der Nähe der entmilitarisierten Zone angeblich unter Feuer geraten war.

17. August 2013: Israelische Truppen zerstören mit einer Lenkrakete einen Außenposten der syrischen Armee und behaupten, dass von diesem Mörsergranaten auf israelische Positionen abgeschossen worden seien.

30. Oktober 2013: Israel führt Luftschläge gegen die syrische Luftabwehrbasis bei Snawbar durch.

26. Januar 2014: Israel führt Luftangriffe gegen ein syrisches Warenhaus durch, in dem angeblich russische Luftabwehrraketen vom Typ S-300 gelagert waren.

18. März 2014: Israel trifft syrische Militärziele, einschließlich eines militärischen Hauptquartiers und einer Armeebasis, mit Artillerie- und Luftangriffen. Die Angriffe bezeichnet Tel Aviv als Vergeltung für eine angebliche Sprengstoffexplosion in der Nähe eines israelischen Militärfahrzeugs an der Grenze zu Syrien. Ein israelischer Soldat soll bei dem Vorfall getötet worden sein.

28. März 2014: Israelisches Militär nimmt eine syrische Position an der Grenze unter Gewehrfeuer, weil von dort angeblich Mörsergranaten abgeschossen worden waren.

23. Juni 2014: Die israelische Luftwaffe bombardiert mehrmals Ziele der syrischen Armee und tötet mindestens 10 syrische Soldaten. Laut dem israelischen Regime war das die Vergeltung für einen Angriff auf einen Wassertanklaster in der Nähe des Grenzzauns.

15. Juli 2014: Das israelische Militär tötet 18 Syrer, darunter acht Zivilisten, bei Angriffen auf drei Ortschaften auf syrischem Territorium. Das Massaker rechtfertigt das zionistische Regime mit einem angeblichen Raketenangriff der Syrer auf nicht näher definierte Ziele in Israel.

23. September 2014: Israel schießt ein syrisches Kampflugzeug im syrischen Luftraum ab, das sich angeblich über den besetzten Golanhöhen befunden habe.

7. Dezember 2014: Erneut greifen israelische Kampfflugzeuge ein syrisches Warenhaus an, das angeblich russische Luftabwehrraketen vom Typ S-300 enthielt.

18. Januar 2015: Israel führt bei Mazraat Amal in der Provinz Quneitra auf dem Golan Luftangriffe durch, angeblich gegen den Iran und die Hisbollah.

25. April 2015: Israelische Kampfflieger greifen in der syrischen Region Qalamoun angebliche Hisbollah-Militärcamps und Waffentransporte an.

20. August 2015: Israels Luftwaffe fliegt sukzessive Luftangriffe gegen Militärposten und Soldaten in Quneitra, der größten syrischen Stadt auf dem Golan, und gegen die Nachbarprovinz Rif Dimashq. Das Regime in Tel Aviv behauptet, es sei zuvor in den besetzten Golanhöhen und im oberen Galiläa-Gebiet von syrischer Seite aus mit Raketen beschossen worden.

21. August 2015: Bei einem Angriff auf ein ziviles syrisches Fahrzeug tötet Israel fünf Zivilisten und behauptet als Rechtfertigung für die Untat, es habe diejenigen ausgeschaltet, die angeblich hinter den Raketenangriffen vom Tag zuvor gesteckt hätten.

11. November 2015: Die israelische Luftwaffe greift in der Nähe des internationalen Flughafens von Damaskus angebliche Hisbollah-Waffenlager an.

28. November 2016: Israel zerstört ein verlassenes UNO-Gebäude auf den besetzten Golanhöhen. Begründet wurde dies mit dem Verdacht, das Gebäude sei von Militanten benutzt worden.

30. November 2016: Israelische Kampfflugzeuge attackieren eine syrische Militärinstallation in Damaskus und einen angeblichen Waffenkonvoi der Hisbollah auf der Autobahn Damaskus-Beirut.

7. Dezember 2016: Die israelische Luftwaffe greift die syrische Luftwaffenbasis Mezzeh bei Damaskus an.

12. Januar 2017: Israel führt einen weiteren Luftangriff auf die Luftwaffenbasis Mezzeh durch. Diesmal war ein Munitionslager das Ziel.

22. Februar 2017: Israelische Kampfflugzeuge greifen einen angeblichen Hisbollah-Waffentransport in der Nähe von Damaskus an.

16./17. März 2017: Israel bestätigt zum ersten Mal offiziell, dass es einen Konvoi der Hisbollah angegriffen hat, diesmal in der Nähe der antiken syrischen Stadt Palmyra. Der Angriff markierte den bis dahin tiefsten Vorstoß der israelischen Luftwaffe auf syrisches Territorium.

23. April 2017: Israels Militär zerstört syrische Stellungen am Stadtrand von Quneitra und tötet drei mit der syrischen Regierung verbündete Milizionäre.

27. April 2017: Ein weiteres Mal greift die israelische Luftwaffe den internationalen Flughafen von Damaskus an. Die Explosionen waren noch in 15 Kilometern Entfernung zu spüren.

24. Juni 2017: Israelische Kampfflugzeuge zerstören zwei syrische Panzer und eine MG-Stellung auf dem Golan. Dabei wurden mehrere syrische Soldaten und Zivilisten getötet. Die Israelis stellten den Angriff als "Reaktion" auf angeblichen syrischen Granatbeschuss am Vortag dar.

24. bis 26. Juni 2017: Israel tötet 13 syrische Soldaten bei wiederholten Angriffen auf syrische Militärziele in Quneitra.

7. und 21. September 2017: Die israelische Luftwaffe greift chemische Fabriken an der Mittelmeerküste und ein Waffendepot bei Damaskus an.

16. Oktober 2017: Die israelische Luftwaffe behauptet, dass ihre Kampfflugzeuge eine syrische Flugabwehrbatterie bombardiert haben. Die Batterie habe angeblich zuvor eine Rakete auf ein israelisches Kampfflugzeug abgefeuert, das sich (illegal) im libanesischen Luftraum befunden habe. Bei dem Vergeltungsangriff auf die syrische Batterie sei jedoch laut syrischem Verteidigungsministerium ein israelischer Jet von einer Abwehrrakete getroffen und zum Rückzug gezwungen worden. Dem widersprach die israelische Luftwaffe. Aber wenige Stunden nach dem Angriff auf die Raketenbatterie in Syrien berichteten die israelischen Medien, dass eines der modernsten Flugzeug im israelischen Arsenal, der 100 Millionen Dollar teure F-35 Tarnkappen-Mehrzweckjäger, wegen einer angeblichen Kollision mit einem Vogel während eines Trainingsfluges fluguntauglich gemacht worden sei.

21. Oktober 2017: Israel trifft syrische Artilleriepositionen, nachdem fünf Mörsergranaten in einem offenen Gebiet auf den besetzten Golanhöhen explodiert sind, ohne Schaden anzurichten. Quellen aus der syrischen Regierung sagen später, das Mörserfeuer sei auf israelische Anweisung von "mit Israel verbündeten Terroristen" inszeniert worden, um einen Vorwand für weitere Aggressionen zu liefern.

1. November 2017: Israelische Luftangriffe auf Ziele im Süden der syrischen Stadt Homs.

3. und 4. Dezember 2017: Israel führt Luftangriffe auf ein Militärlager und auf ein wissenschaftliches Forschungszentrum in der Nähe von Damaskus durch.

10. Februar 2018: Die israelische Luftwaffe führt mehrere Angriffe gegen syrische Luftabwehrstellungen durch. Das syrische Militär schießt während der Angriffe mindestens ein israelisches F-16-Kampfflugzeug ab und meldet weitere drei beschädigte Jets der Angreifer. Das israelische Militär bestätigt den Abschuss der F-16, bestreitet jedoch weitere Treffer der Syrer.

RT Deutsch bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.
https://deutsch.rt.com/meinung/65271-liste-israelische-militaeraggressionen-gegen-syrien-von-2012-bis-2018/
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Weltgeschehen und Politik / Antw: Der Krieg der USA gegen die ganze Welt
« Letzter Beitrag von Hans am 16. Feb. 2018 - 16:43:07 »
David Petraeus: Goldmedaille in Schönreden

William J. Astore

Ich habe mir die Olympischen Winterspiele im Fernsehen angesehen, wo die Kommentatoren der Wahl für NBC typischerweise Athleten sind, die in der Vergangenheit Goldmedaillen gewonnen haben, wie Tara Lipinski im Eiskunstlauf oder Bode Miller im Skifahren. Warum ist es dann so, dass NBC und andere Netzwerke sich auf der Suche nach Expertenkommentar zu Amerikas Kriegen an pensionierte Generäle wie David Petraeus wenden, der nichts gewonnen hat?

Ich werde Petraeus hier nicht beleidigen. Er selbst gab zu, dass seine "Errungenschaften" im Irak und in Afghanistan "sowohl zerbrechlich als auch reversibel" waren. Und als das haben sie sich herausgestellt. Die USA kämpften im Irak und in Afghanistan und verloren Tausende von Soldaten und Billionen von Dollar für Gewinne, die wirklich kurzlebig waren. Trotz dieser katastrophalen und tragischen Realität bleibt Petraeus der Weise auf der Bühne, der Mann für die Analyse unserer endlosen Kriege auf PBS, Fox News und anderswo.

Aber dann begann ich nachzudenken. Sicher, Petraeus hat noch keine Kriege gewonnen. Aber er hat sich eine Goldmedaille in der Öffentlichkeitsarbeit verdient. In Schönreden. Im Jahr 2007 drehte er die Truppenaufstockung als großen US-Sieg im Irak hin. (Die temporäre Stabilität, die zu einem so hohen Preis gekauft wurde, erwies sich in der Tat als zerbrechlich und reversibel.) Eine spätere Aufstockung in Afghanistan ließ sich nicht so gut präsentieren, aber auf merkwürdige Weise schaffte es seine ehebrecherische Affäre, ein persönliches Versagen, sein militärisches zu übertünchen. Jetzt erscheint er regelmäßig als Experte, als Stimme der Vernunft und Erfahrung, die zum Beispiel den afghanischen Krieg als gewinnbar hindreht, solange die Amerikaner dem Pentagon weiterhin einen Blankoscheck geben, um einen Krieg über Generationen zu führen.

Indem er das Wachstum des nationalen Sicherheitsstaates erleichtert und sicherstellt, dass er niemals die Schuld für seine militärischen Niederlagen auf sich nimmt, hat Petraeus in der Tat in den Augen derer, die in Washington eine Rolle spielen, eine herausragende Stellung eingenommen. Er ist kein Tara Lipinski auf dem Eis oder Bode Miller auf dem Schnee, aber wenn es darum geht, Kriege schönzureden und über die Fakten zu gleiten, ist ihm das Gold sicher.
http://antikrieg.com/aktuell/2018_02_16_david.htm


Krieg und Armut: ein Kompromiss mit der Hölle

Robert C. Koehler

 Es ist so einfach, die wirkliche amerikanische Sicherheitslücke mit Worten über Stärke vs. Schwäche und die endlose Notwendigkeit, das Militär aufzurüsten, zuzukleistern.

Hier ist zum Beispiel Verteidigungsminister Jim Mattis, der neulich in The Guardian zitiert wurde: "Es obliegt uns, eine tödlichere Kraft aufzustellen, wenn unsere Nation die Fähigkeit behalten soll, uns selbst zu verteidigen und das, wofür wir stehen".

Dies ist der Eckpfeiler der Großen Lüge, der Grundlage des globalen Leidens und der Unordnung: dass alle glorreichen Abstraktionen, für die wir stehen - Freiheit, Demokratie usw. - durch Gewalt und Androhung von Gewalt aufrechterhalten werden. Die Kraft des Bösen, siehe, ist fast unendlich, und sie lauert ungebrochen außerhalb unserer Grenzen, aber sie bleibt uns fern, solange sie uns fürchtet. Stellen Sie daher unter keinen Umständen die Höhe unseres Militärhaushalts in Frage.

Dies ist die Richtlinie, die von vielen US-Medien befolgt wird, auch wenn dieser Haushalt weiter anschwillt und die Kriege, die wir führen, immer hartnäckiger werden. Tatsächlich enthält der kürzlich veröffentlichte Haushaltsvorschlag der Trump-Administration für 2019 716 Milliarden Dollar für das Militär. Betrachten Sie es als ein stilles Ausbluten. Mattis, diesmal von der Associated Press erwähnt, sagt, dass es notwendig ist, "das Militär aus einem Einbruch in der Kampfbereitschaft herauszuziehen, in einer Zeit, in der der Fokus wieder auf den festgefahrenen Konflikt in Afghanistan und die Gefahr eines Krieges auf der koreanischen Halbinsel gerichtet ist".

Stellen Sie keine weiteren Fragen. Schuld am Staatsdefizit sind die Ausgaben im Inland - für Schulen, Gesundheitsfürsorge, Autobahnen, Lebensmittelmarken, Umweltsanierung. Und vor allem - schauen Sie nicht zu genau auf das sterbende Imperium, das das US-Militär weiterhin "verteidigt". Wenn Sie das tun, dann könnten Sie draufkommen, dass es keine so großartige Arbeit leistet, um die Sicherheit des Landes zu gewährleisten.

"Die Vereinigten Staaten von Amerika sind eines der reichsten und mächtigsten und technologisch innovativsten Länder der Welt, aber weder ihr Reichtum noch ihre Macht noch ihre Technologie werden genutzt, um die Situation zu bewältigen, in der 40 Millionen Menschen hier weiterhin in Armut leben."

So schrieb Philip Alston, der Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen für extreme Armut und Menschenrechte, im Dezember nach einer zehntägigen Tour durch die Armutszonen in weiten Teilen der Vereinigten Staaten von Amerika, von Kalifornien bis Puerto Rico. Die Punkte, die er in seinem U.N.-Bericht anführt, sind unerträglich zu lesen und erhellen, wie sie es tun, die Vierte-Welt-Armut in diesem Land, die vor den Augen der Öffentlichkeit verborgen ist. Das heißt:

Die US-Gesundheitsausgaben pro Kopf sind doppelt so hoch wie der Durchschnitt der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) und viel höher als in allen anderen Ländern. Aber es gibt viel weniger Ärzte und Krankenhausbetten pro Person als im OECD-Durchschnitt.

Die Kindersterblichkeitsrate in den USA war 2013 die höchste in den Industrieländern.

"Amerika hat die höchste Inhaftierungsrate der Welt, vor Turkmenistan, El Salvador, Kuba, Thailand und der Russischen Föderation. Seine Rate ist fast fünfmal so hoch wie der OECD-Durchschnitt."

Das ist nur ein kleiner Teil von Alstons Beobachtungen, die solche Schrecken wie unsicheres Trinkwasser umfassten, unzureichende sanitäre Einrichtungen ("Ich sah abwassergefüllte Höfe in Staaten, in denen die Regierungen die sanitären Einrichtungen nicht als ihre Verantwortung betrachten"), verzweifelte bankrotte Kommunalregierungen, die ihre Budgets erfüllen, indem sie arme Menschen in endlosen Schuldenfallen durch die Verdoppelung und nochmalige Verdoppelung von Bußgeldern für kleinere Verstöße gefangen halten.

In Amerika gehen die Schrecken der Armut immer weiter. Die Lösung für einige - vor allem für diejenigen, die sich in Machtpositionen befinden - ist einfach, die Augen davor zu verschließen. Wie schnell verschwindet sie doch, wenn sie einem nichts ausmacht.

"Wenn unsere Nation es nicht schaffen kann, die Lichter für die Menschen in Puerto Rico einzuschalten, wenn wir denen, die an Opioidabhängigkeit leiden, nicht helfen können, eine Behandlung zu bekommen, und wenn wir nicht für Bildung und Gesundheitsfürsorge für alle unsere Bürger sorgen können, wie ist es dann möglich, dass wir es rechtfertigen können, Milliarden mehr für Waffen auszugeben, die nicht funktionieren, um Feinde zu bekämpfen, die nicht existieren?" fragte Stephen Miles von Win Without War (Siegen ohne Krieg).

Die Fragen, die von Amerikas Vierter-Welt-Armut aufgeworfen werden, sollten niemals von der Diskussion über Krieg und Militärhaushalt getrennt werden. Und hochrangige Politiker sollten in der freien Presse niemals in abstrakter Rhetorik über "unsere Werte" schwelgen dürfen, wenn sie versuchen, den Krieg zu rechtfertigen - vor allem die aktuellen, endlosen Kriege, die, während sie Ressourcen von der Heimatfront abziehen, die Sümpfe auf dem ganzen Planeten weiter verschlimmern, die sie selbst geschaffen haben.

In unserer Furcht davor, mit dem konfrontiert zu werden, was wir angerichtet haben, oh Gott, machen wir die Dinge immer noch schlimmer. Das nennt man parteiübergreifendes Verhalten. Im gegenwärtigen Zustand der amerikanischen Politik ist das Beste, was wir von unserer angeblich demokratischen Regierung bekommen können, ein Kompromiss mit der Hölle: soziale Bandagen plus Atomwaffen.

Ich gebe die Schuld daran den Medien, denn die einzige Möglichkeit, über Illusion und Angst hinauszugehen, besteht darin, sich auf eine Reise des komplexen Bewusstseins zu begeben. Stattdessen erhalten Amerikaner vereinfachende Analysen, die es nicht schaffen, in die Große Lüge einzudringen, dass das Böse irgendwie unamerikanisch ist, eine Macht, die von Ausländern ausgeübt wird. Zum Beispiel lag in einer anderen vor kurzem erschienenen AP-Geschichte, die sich mit dem Trump-Haushaltsvorschlag befasste, das Augenmerk darauf, dass die Defizitausgaben sein größtes Problem waren und einige Republikaner entsetzt waren, aber nicht alle.

"Aber viele andere Republikaner wiesen auf Gelder hin, die sie lange Zeit für das Pentagon gesucht haben, von dem sie sagen, dass es riesige Summen für Bereitschaft, Ausbildung und Waffenmodernisierung braucht", erzählt uns die Geschichte.

Dann wird Paul Ryan zitiert: "Es (das Budget) beinhaltet das, was das Pentagon braucht, um den Zustand unseres Militärs für die nächsten Jahre wiederherzustellen."

Also entspannen Sie sich. Selbst wenn wir als Nation draufgehen, sind wir immer noch härter als alle anderen.
http://antikrieg.com/aktuell/2018_02_15_krieg.htm
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Weltgeschehen und Politik / Antw:Die wirklichen Ursachen der Finanzkrise
« Letzter Beitrag von Hans am 15. Feb. 2018 - 12:21:02 »
Börsencrash & systemische Risiken – Laut Whistleblower durch Manipulation
Feb 14, 2018
Börsencrash – reine Manipulation?

Laut einem Whistleblower war der letzte Börsen-Crash manipuliert. Zumindest wird diese Meinung vom US-Anwalt Zuckerman in einem offiziellen Schreiben an die CFTC, die US-amerikanische Finanzregulierungsbehörde, kundgetan.

Jason Zuckerman vertritt Whistleblower; dieses Mal einen hochrangigen, der schon in vielen großen Investmentfirmen angestellt war.
Börsencrash durch Manipulation des VIX-Index 

Der VIX-Index oder kurz VIX (CBOE Volatility Index) ist ein Volatilitätsindex, der Kursschwankungen wiedergibt. Ein Konstruktionsfehler des VIX und präzise programmierte Algorithmen hätten diesen Index nach Whistleblower-Angaben ohne wirklich ausgeführte Transaktionen bewegt.

Vielmehr hätten reine Scheingebote auf Optionsgeschäfte ausgereicht, um zahlreiche Investoren und Kleinanleger um etliche Milliarden zu prellen. Der tatsächlich entstandene Schaden ist noch zu ermitteln.
Systemische Risiken durch Börsencrash inbegriffen

Dabei seien systemische Risiken und zwar für die komplette Bandbreite an den Finanzmärkten eingegangen worden. Unrealistisch gepreiste Optionen fanden bei diesen Scheingeschäften offensichtlich keine Abnehmer, spielten jedoch bei der Preisung des VIX mit.

Zuckerman habe die Behörden nach Presseangaben bereits früher auf potentielle Manipulationen hingewiesen. Die bewussten Manipulationen gefährden sowohl die Realgüterwirtschaft als auch die Finanzmarktstabilität. In der letzten Woche waren zahlreiche Börsen nach unten gerauscht.
CBOE weist Vorwürfe von Whistleblower zurück

CBOE, die Börse in Chicago, bezeichnete den Brief Zuckermans als unglaubhaft. Sie wirft Zuckerman in einer offiziellen Stellungnahme sachliche Fehler vor.

Andere Kapitalmarktexperten verweisen auf die hohen Volumina bei ETPs (Exchange Traded Products).

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http://www.smartestfinance.com/heavy-fx-forex-trading-trader-blog/2018/02/boersencrash-2018-vix-manipulation-whistleblower-cboe-systemische-risiken-algorithmus-finanzmarkt-krise-crash/
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Weltgeschehen und Politik / Antw:Frankreich kommt als nächster dran
« Letzter Beitrag von Hans am 15. Feb. 2018 - 12:17:56 »
Assad bereitet Giftgaseinsatz für Macron vor
14. Februar 2018 WiKa Krieg, kurz✤krass, Medizin, Politik, Utopia 8

Damn-Asskiss: Es hat lange genug gedauert, bis der französische Nachwuchs-Bonaparte endlich die Levante für sich entdeckte. Innenpolitisch fährt er die Karre zusehends an die Wand, da ist es hilfreich wenn man außerhalb der eigenen, guten Wohnstube Bomben fürs präsidiale Image werfen kann. Das ist in Frankreich nicht anders als in den USA, einfach eine tolle Tradition. Dieser Tage war es soweit, wie hier nachzulesen ist: Macron droht im Fall von Giftgaseinsatz in Syrien mit Angriffen … [WELT]. EmmaNull Macron bekräftigte, eigenständig die Massentötung von Syrern vornehmen zu wollen, soweit Baschar al-Assad diesbezüglich mal wieder mit Giftgas vorausgeht.

Logik, Sinn und Verstand braucht es für derlei martialische Heldentaten lange nicht mehr und das Völkerrecht schon gar nicht. Die (westliche) Fachwelt ist sich absolut darüber einig, dass Baschar al-Assad solche Giftgaseinsätze regelmäßig aus purer Verzweiflung heraus inszeniert. Ausschließlich mit dem Ziel, Nationen wie Frankreich, England und die USA (eigentlich die ganze Weltgemeinschaft), abseits des Völkerrechts dazu zu animieren, sich weiterhin an seiner Seite um die Vernichtung Syriens und aller Syrer zu bemühen. Übrigens ist Syrien derzeit der multinationalste Truppenübungsplatz den man auf diesem Planeten finden kann. Allein für diese Meisterleistung verdiente doch Assad schon irgendeinen Preis.

Die andere Fachwelt, die feindliche oder auch östliche, schüttelt regelmäßig den Kopf wegen solcher Anwürfe. Sie versteht die Welt nicht mehr. Aber auch das verwundert niemanden, denn die östliche Fachwelt versucht immer noch verzweifelt an Logik, Sinn und Verstand festzuhalten. Ein aussichtsloses Unterfangen, denn genau das sind die Werte, die das westliche Imperium auf dem Weg in seine nächste Phase längst überwunden hat. Exakt aus dem Grunde sollte man “die feindlichen Ansichten” auch nicht an sein Hirn lassen. Wer wollte sich denn hier bei uns noch mit überkommenen Wertvorstellungen auseinandersetzen.

Assad bereitet Giftgaseinsatz für Macron vorSollten also die ehrenhaften Weißhelme irgendwann (sicher recht bald) “Gas, Gas, Gas” schreien, könnte es soweit sein und auch Frankreich dem Assad bei der Vernichtung von noch mehr Syrern assistieren. Es ist ja hinlänglich bekannt, dass die Russen dort eigene Interessen verfolgen und deshalb verwerflich lügen, dass sich die Balken biegen. Die Franzosen, unter EmmaNull Macron hingegen, haben keinerlei eigene Interessen. Abgesehen davon möchte Macron wohl doch gerne den Obama-Part in der legendären Männerfreundschaft zu Assad übernehmen. Frankreich würde tatsächlich nur im Wege der “humanitären Vergeltung” Syrer töten, also ganz uneigennützig. Letzteres, um Assad schulbuchmäßig vorzuführen … dass man so nicht mit syrischen Menschenleben umgeht. Vor allem aber um vorzuführen, dass das mit konventionellen Sprengstoffen viel mehr bringt als die bislang improvisierten Toten durch Giftgas. Oftmals muss das Giftgas dafür erst aufwendig aus dem Ausland herangeschafft werden. Der pädagogische Hintergrund eines französischen Bombardement in Syrien ist dennoch kaum zu übersehen.
Mit den richtigen Mitteln geht noch mehr

Assad bereitet Giftgaseinsatz für Macron vorNoch eines muss der hochgewachsene Zauberlehrling und Augenarzt Assad klar erkennen, und dabei kann ihm der kleine Napoleon behilflich sein. Wenn man effektiv und nachhaltig ein Volk ausradieren will, dann ballert man mit Uranmunition! Neben den Leuten, die man direkt damit töten kann, tötet man ganz unauffällig über Generationen. Die Missbildungen beim Nachwuchs der be- und getroffenen Menschen sorgen dafür, dass von dort aus nie wieder eine Gefahr für das Imperium heranwächst. Das ist aus Sicht der westlichen Militärstrategen ein angenehmer Nebeneffekt, wenn man die richtigen Panzerknacker auffährt. Anders als Assads Giftgaseinsätze, können die Folgen der DU-Munition allerdings weder auf dem Balkan, noch im Irak oder andernorts nachgewiesen werden. Da ist die Weltgemeinschaft, unter der Führung der selbstlosen USA noch davor. Auch die Weißhelme fühlen sich seltsamerweise zu der Thematik gar nicht kompetent. Die haben nur Riecher für schnell verfliegendes Giftgas.

Fazit: Wenn also EmmaNull Macron nunmehr sein Syrien-Engagement schon so inhaltsstark ankündigt, ist das ein untrügliches Zeichen dafür, dass Assad gerade sein nächstes Giftfass in Stellung bringt. Assad würde sowas ineffektives unterlassen, hätte nicht Frankreich jetzt so ein massives Interesse geäußert in Syrien mitspielen zu wollen. Aber nach dieser öffentlichkeitswirksam angekündigten blutroten französischen Linie, scheinen sich die Interessen in wundersamer Weise wieder zu einen, sodass Frankreich recht bald seine Eintrittskarte für den multinationalen Truppenübungsplatz in Syrien bekommt. Egal wer da im Zweifel in Assads Namen ein wenig nachhelfen muss. Schade, das diese Aufführungen immer billiger werden.
https://qpress.de/2018/02/14/assad-bereitet-giftgaseinsatz-fuer-macron-vor/
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Weltgeschehen und Politik / Antw:Wird der europäische Polizeistaat weltweit eingeführt?
« Letzter Beitrag von Hans am 15. Feb. 2018 - 12:13:10 »
Polizeiaufrüstung nach sächsischer Art?

Über Polizeipanzer mit Gefechtstürmen, rechte Stickereien und den Einsatz militarisierter Polizeieinheiten gegen Demonstrationen
von: Martin Kirsch | Veröffentlicht am: 12. Februar 2018

In der zweiten Jahreshälfte 2017 schaffte es das Spezialeinsatzkommando (SEK) Sachsen mehrfach in die bundesweiten Schlagzeilen. Während die sächsischen Polizeikrieger für ihren Einsatz im Hamburger Schanzenviertel während des G20 kaum Kritik einstecken mussten, schlugen die Wellen in zwei Skandalen um die Verwendung rechter Symbole in der Truppe im September und Dezember umso höher. Die Gemeinsamkeiten der drei betreffenden Einsätze, die Militarisierung der Polizei, die Verwendung der neuen Rüstungsgüter zur Demonstrations- und Aufstandsbekämpfung und eine zunehmend autoritäre Stimmung im gesamten Sicherheitsapparat werden allerdings weitestgehend ausgeblendet.

Militarisierte Vollausstattung

Seit den Terroranschlägen in Paris und Brüssel befinden sich die deutschen Polizeien in einer Aufrüstungsspirale.[1] Die Polizei Sachsen kann in dieser Entwicklung als Vorreiter betrachtet werden. Grund dafür sind bis jetzt weniger einzelne Projekte, die besonders hervorstechen, sondern vielmehr die Konsequenz, mit der fast alle aktuellen Aufrüstungsschritte mitgegangen wurden.

So flossen seit 2015 mindestens 21,5 Millionen Euro in Sturmgewehre für SEK und Beweissicherungs- und Festnahmeeinheiten (BFE), neue Ausrüstung für die Spezialeinheiten in Anlehnung an Elitesoldaten, Titanhelme und schwere Körperschutzwesten für Streifenwagenbesatzungen und Bereitschaftspolizei, neue Dienstpistolen und sieben gepanzerte Geländewagen.

Zu diesem Aufgebot kommen seit dem 15.12.2017 zwei Radpanzer des Rüstungskonzerns Rheinmetall mit dem bezeichnenden Namen „Survivor R“.[2] Bei der für Medienvertreter inszenierten Vorstellung des Panzers in Leipzig zeigte sich, dass die sächsischen Modelle – anders als die Bestellungen in anderen Bundesländern – mit einem aus dem Innenraum steuerbaren Gefechtsturm ausgestattet sind. Auf diesem befinden sich neben Kameras, einem Scheinwerfer und einer Abschussvorrichtung für Gas- und Nebelgranaten auch ein Munitionskasten und ein Zuführgurt für ein noch nicht installiertes Waffensystem.

Ein Polizeisprecher gab dazu gegenüber der Leipziger Volkszeitung wenig beruhigend an:  „Ein Maschinengewehr kommt nicht drauf, das gibt das Polizeigesetz nicht her“.[3] Während also die Möglichkeit besteht – Rheinmetall vertreibt den Survivor R auch in einer rein militärischen Variante, steht der Installation bei der Polizei nur das aktuelle Gesetz im Weg. Vorerst wird die Polizei Sachsen aber wohl mit einem System zum Verschießen von Gummigeschossen vorlieb nehmen müssen, auch wenn das laut Pressesprecher „noch nicht ganz spruchreif“[4] sei.

Diese Ausrüstung des Panzers, der offiziell für Terror- und Amoklagen angeschafft wurde, zeigt, dass auch Einsätze bei Demonstrationen und Unruhen vorbereitet werden. So ging es bereits in einem Artikel der Lokalzeitung[5] zur Leipziger Silvesternacht primär um erwartete Straßenschlachten im Stadtteil Connewitz; am Ende des Artikels tauchte aber auch der neue Radpanzer auf, der für den Fall der Fälle in Bereitschaft gehalten würde.

Kriegsgerät gegen Demonstrant_innen

Im Bereich der Militarisierung des Protest Policing,[6] sprich der Bekämpfung von Unruhen und Demonstrationen, hat Sachsen im bundesweiten Vergleich aktuell die Nase vorn. Bereits 2011 im Rahmen der Proteste gegen den jährlichen Naziaufmarsch zur Bombardierung Dresdens brach Sachsen den bis dahin bestehenden stillen Konsens und setzte sein SEK zur Räumung einer Blockade ein. In diesem Fall noch in demonstrationstypischer Körperschutzausrüstung, aber neben gängigen Schlagstöcken auch mit langen Holzknüppeln und sogenannten Pepperballpistolen zum Verschießen von Reizstoffkapseln ausgestattet.[7]

In dieser Tradition war es dann auch 2017 beim G20-Gipfel das SEK-Sachsen, das die Speerspitze der „Intervention“ ins Schanzenviertel bildete.[8] Diesmal in der im Rahmen der Anti-Terror-Pakete neu angeschafften sandfarbenen Uniform, die optisch und technisch an die Ausrüstung von Militärs im Auslandseinsatz angelehnt ist. Vor der Erstürmung des Hauses am Schulterblatt 1, mit Sturmgewehren im Anschlag, wurden Gummigeschosse in Richtung der Personen auf dem Dach verschossen.[9] Im Inneren des Hauses kamen Schrotgewehre mit Spezialmunition zum Einsatz, um Türen zu öffnen. An der umfassenden Drohung mit Schusswaffen als autoritäre Abschreckungsstrategie wurde nicht gespart.

Mit diesen Erfahrungen einer militarisierten polizeilichen Aufstandsbekämpfung in Hamburg im Gepäck machte die sächsische Polizeiführung zwei Monate später gleich munter weiter: Bei einer angemeldeten Demonstration in Wurzen marschierten rund 30 SEK-Beamte am Auftaktkundgebungsort auf.[10] Ein klares Signal an die Antifaschist_innen, die angereist waren, um gegen rassistische Übergriffe und ein rechtes Klima in der Kleinstadt zu demonstrieren.

In der Nachbereitung stellte sich in einer kleinen Anfrage[11]  im Landtag heraus, dass das SEK Sachsen bereits seit Ende 2014 in 25 Fällen mit Demonstrationsbezug im Hintergrund aktiv war. Der Einsatz des SEK bei Demonstrationen wurde in Sachsen also schon seit mehreren Jahren geprobt und vorbereitet. In sechs Fällen galt die Bereitschaft nicht dem Schutz von Politiker_innen oder der „Terrorabwehr“, sondern der „Intervention im Falle gewalttätiger Auseinandersetzungen“. Dass es sich dabei genau um die Veranstaltungen von Pegida und Legida mit großen antifaschistischen Gegenmobilisierungen handelte, scheint kein Zufall zu sein.

Die Anschaffung des Panzerwagens mit Geschützturm und der SEK-Einsatz in Wurzen allein schafften es allerdings nicht in die bundesweite Presse. Dafür sorgte erst die Verwendung rechter Symbole in den Reihen des SEK.

Odins Rabe auf der Uniform

Während des Einsatzes in Wurzen trug ein SEK-Beamter einen Aufnäher auf der Uniform, auf dem das Rabenbanner mit einem der zwei Raben Odins zu sehen war.[12] Wenn man nicht davon ausgeht, dass es sich bei dem SEK-Beamten um einen Fan aktueller heidnischer TV-Serien oder dänischer Armeeeinheiten, die das Rabenbannner als Abzeichen nutzen, handelt, gibt es nur eine Erklärung: Odin, auch bekannt als Wotan, steht neben allgemeinen Bezügen zur nordischen Mythologie in der Naziszene auch als Akronym für „Will Of The Arian Nation“ (dt.: Wille der arischen Nation).[13] In eben diesem und weiteren eindeutig neonazistischen Bezügen ist das Rabenbanner in der deutschen Rechtsrockszene, besonders in Sachsen, beliebt und wird deswegen in diversen Naziläden in der Region verkauft.[14]

Die Annahme, es handele sich um eine gezielte Provokation gegen die antifaschistische Demonstration, scheint sich allerdings nicht zu bestätigen. So legen im Internet kursierende Bilder[15] nah, dass das Rabenbanner und sein Träger bereits beim Einsatz des SEK Sachsen beim G20-Gipfel in Hamburg anwesend waren. Auf dieser Grundlage ist davon auszugehen, dass es sich um ein allgemeines rechtes Bekenntnis eines Spezialpolizisten handelt, der vermehrt auch gegen Linke auf der Straße zum Einsatz kommt.

Angesprochen auf dieses Bekenntnis eines Beamten der Spezialeinheit antwortete die Polizei Sachsen via Twitter: „Die ersten Überprüfungen haben gegenwertig [sic!] keinen Anhaltspunkt für eine bewusste politische Aussage oder gar eine Sympathiebekundung mit der rechten Szene ergeben.“ Allerdings sei das Befestigen „privater Abzeichen und Symbole an der Uniform“ untersagt. Alle Einsatzkräfte seien dementsprechend „sensibilisiert“ worden.[16] Anders gelesen kann diese Aussage auch als Statement gewertet werden, demzufolge die Polizist_innen ihre rechte Gesinnung zwar für sich behalten sollen, aber sicher nicht mit ernsthaften Nachforschungen rechnen müssen.

Während der Aufnäher eines Beamten in Wurzen als individuelles Fehlverhalten interpretiert werden könnte, sprechen die abwiegelnden Reaktionen des Dienstherren bereits eine andere Sprache. So werden der rechte Ungeist, das Wegschauen und Leugnen im sächsischen SEK dem Landeskriminalamt und dem Innenministerium drei Monate später erneut verdeutlicht.

Sitzbezüge im Polizeipanzer – Ein ganz normales „identitätsstiftendes Logo“

Eines der Fotos der Leipziger Volkszeitung von der bereits erwähnten Vorführung des neuen Panzerwagens zeigt die Sitze im Innenraum des Fahrzeuges. Darauf zu sehen ist eine Stickerei[17] mit dem sächsischen Wappen, erweitert durch eine Krone und zwei Löwen an den Seiten. Umrandet wird es von einem Eichenlaubkranz und Adlerschwingen. Gerahmt ist das Logo mit einem Schriftzug „Spezialeinsatzkommando Sachsen“ in Frakturschrift. Von der Lokalzeitung unkritisch abgebildet, löste das Foto über das folgende Wochenende einen Shitstorm auf Twitter aus. Während das erweiterte Wappen an Darstellungen aus der Zeit der sächsischen Monarchie erinnert, kann bei der Verbindung von Eichenlaub, Adlerschwingen und Frakturschrift eine Nähe zur NS-Ästhetik kaum abgestritten werden.

Über das Wochenende versuchte das Innenministerium via Twitter mit der abstrusen Ausrede, der Hersteller sei für das Design verantwortlich, auszuweichen. Im Verlauf der Debatte rückte ein Sprecher des LKA später mit der ganzen Wahrheit heraus. Das in dieser Form auch bestellte Logo sei ein „identitätsstiftendes“[18] intern verwendetes Logo des SEK Sachsen. Eingeführt wurde es bereits 1991 durch Beamte des SEK Baden-Württemberg, die den Aufbau des SEK-Sachsen unterstützten. Ein ähnliches Wappen hatte es beim SEK Baden-Württemberg in den 90ern auch gegeben. „Da hat sich 26 Jahre lang keiner dran gestört“, gab LKA-Sprecher Bernhardt zum besten und macht damit deutlich, warum das Logo auch bei der Auftragsvergabe für den neuen Panzer, der durch die höchsten Stellen des Innenministeriums gegangen sein muss, nicht negativ auffiel. Ein rechter Mainstream in Sachsens Sicherheitsbehörden ist anscheinend seit den 1990er Jahren völlig normal.

Mittlerweile ist die Debatte so weit, dass das Logo auf den Sitzbezügen entfernt werden soll. Als Eingeständnis von Schuld seitens der Polizei soll das aber nicht verstanden werden. Offiziell heißt es dazu: „Auch wenn das Logo weder Ausdruck einer rechten Gesinnung ist, noch anderweitige ideologische Attitüden erkennen lassen soll, ist der in Teilen der Öffentlichkeit wahrgenommene Kontext unter allen Umständen zu korrigieren.“[19]

In Biedenkopfscher Logik – der erste Ministerpräsident des Bundeslandes wusste, dass „die Sachsen immun sind gegenüber Rechtsradikalismus“ – werden alle Bezüge geleugnet.

Die direkte Bezugnahme findet aber statt. Weiterverwendet wird das Logo von einem rechten Versand[20] für Militär- und Polizeimerchandise, der mittlerweile T-Shirts und Tassen mit dem Logo verkauft. Und auch die Solidarität des AFD-Jugendverbands hat das SEK Sachsen mit seinem Logo sicher.[21]

Für den verhältnismäßig einfachen Ausweg der Polizei Sachsen, mit dem Logo auch die kritische Debatte loszuwerden, ist die Skandalberichterstattung allerdings mitverantwortlich. Einen Teil der Schieflage der Debatte macht Sascha Lobo in seiner Spiegel-Online Kolumne an der Aufmerksamkeitslogik der sozialen Medien fest. So wird „der Fall ‚Survivor R‘ – leider auch durch Entlarvungslust, Symbolwut und Bewältigungshumor der digitalen Öffentlichkeit – wahrscheinlich davon zeugen, wie sich trotz maximaler Aufmerksamkeit exakt nichts ändert. Außer einer Stickerei.“[22]

Symbolsprache der Spezialeinheiten

Mit der Verwendung fragwürdiger Symbole ist das SEK Sachsen nicht allein. Auch das SEK der Polizei Brandenburg und die dem stumpfen Vorwurf des rechten Ostdeutschland eher unverdächtigen Spezialeinheiten des Polizeipräsidiums Düsseldorf und Essen nutzen Frakturschrift für „interne“ Logos, die z.T. offen auf der Uniform getragen werden.[23] So z.B. während des Einsatzes des SEK Brandenburg in der Nacht von Samstag auf Sonntag während des G20-Gipfels.[24]

Zudem sind stilisierte Adlerschwingen mit dem Landeswappen bzw. Bundesadler in der Mitte bundesweit das Erkennungszeichen der Spezialeinsatzkommandos der Länder und der GSG 9 der Bundespolizei. Viele der „internen“ Logos der polizeilichen Spezialeinheiten nutzen Raubtiere, Greifvögel und Fabelwesen und lehnen sich damit ästhetisch an die Abzeichen militärischer Einheiten an. Die Kombination von alledem – Frakturschrift, Schwingen, Eichenlaub und eine denkwürdige Version des Landeswappens – geben dem sächsischen Logo allerdings einen besonderen Eigengeschmack. In der Auseinandersetzung kann es aber auch nicht das Ziel sein, nachzuweisen, dass es sich beim SEK Sachsen eigentlich um eine Nazikameradschaft handelt. Vielmehr stellt sich die Frage nach einem identitätsstiftenden rechten bzw. autoritären Denkhorizont, der durch ein Logo als Gruppenkonsens nach außen getragenen wird. Die Verwendung von Frakturschrift in Brandenburg und NRW macht die Problematik der rechten Symbolik in Sachsen dabei nicht kleiner, wirft aber die generelle Frage auf, warum solche Bezüge in den SEK angesagt sind. Wer oder was ist identitäts- bzw. traditionsstiftend und welche Bezüge und Vorbilder werden von den Polizeikriegern gesucht?

Die Polizei für Recht(s) und Ordnung

Rassistische Übergriffe durch Polizist_innen und rechte Aussagen von Beamt_innen, die an die Öffentlichkeit kommen, werden seit langem gerne als „bedauerliche Einzelfälle“ dargestellt oder verharmlost. Dabei liegt eine Tendenz der Einstellung von Polizist_innen nach rechts schon aus strukturellen Gründen auf der Hand.[25]

Aus der persönlichen Perspektive eines Polizisten aus Süddeutschland, der anonym gegenüber jetzt.de über Rassismus und Korpsgeist in der Polizei berichtete, hört sich das so an: „Die Feinde sind immer die Linken und die Ausländer. Ich habe über die Jahre immer wieder gehört, dass Kollegen gesagt haben: ‚Mit den Rechten hat man nie Schwierigkeiten. Die schmeißen ja keine Pflastersteine.‘“[26]

Seit dem Aufkommen von Pegida und AfD ist eine Zunahme rechter Vorfälle in der Polizei zu beobachten. Diese Tendenz fiel auch dem stellvertretenden Ministerpräsidenten der letzten Landesregierung von Sachsen, Martin Dulig (SPD), auf. So stellte er im März 2016 die Frage, „ob die Sympathien für Pegida und die AfD innerhalb der sächsischen Polizei größer sind als im Bevölkerungsdurchschnitt“?[27]

Während sich diese Frage statistisch kaum beantworten lässt – dafür fehlen Untersuchungen über die politische Einstellung von Polizeibeamt_innen, spricht der Blick auf die sichtbaren Beispiele eine klare Sprache. So kam es während diverser Pegida- und Legida-Demonstrationen zu Sympathiebekundungen von Polizeikräften und dem großflächigen Wegschauen bei Propagandadelikten oder Übergriffen aus dem rechten Lager einerseits und zu einer rigiden Verfolgung von antifaschistischen Gegendemonstrant_innen andererseits.

Bei der Eröffnung einer Notunterkunft für Geflüchtete im sächsischen Heidenau im August 2015 verlief ein mehrtägiger Großeinsatz nach diesem Muster. Über zwei Tage ließ sich die Polizei vom rechten Mob durch die Stadt treiben und nahm diverse Verletzungen von Polizeikräften in Kauf. Als am dritten Tag der Auseinandersetzungen allerdings Antifaschist_innen anreisten, um sich schützend vor die Unterkunft zu stellen, wurden diese von der Polizei angegriffen und laut einem Bericht „regelrecht zum Bahnhof gejagt“.[28]

Zudem werden in den letzten Jahren immer wieder direkte Kontakte von aktiven Polizist_innen zu Rechten bekannt. Im Mai 2016 öffentlich gewordene Chatprotokolle eines führenden Leipziger Neonazis legen den intensiven Kontakt zu drei Polizisten nahe.[29] Im August 2015 wurde bekannt, dass Polizeibeamt_innen aus Dresden interne Ermittlungsakten an Pegida-Gründer Bachmann durchgestochen hatten[30] und bereits im Januar tauchten Polizeiinterna zu Ermittlungen gegen Antifaschist_innen auf Internetseiten von Legida und NPD auf.[31] In den Ermittlungen gegen die „Gruppe Freital“, die aufgrund diverser Anschläge aktuell als terroristische Vereinigung vor Gericht steht, kam ebenfalls der Kontakt zu mehreren Polizist_innen zu Tage.[32] Dabei ist der Fall der Gruppe Freital besonders brisant, weil er als eine Art Warnschuss der Bundespolizei und der Bundesanwaltschaft gegenüber den Behörden in Sachsen gehandelt wird. Im Raum steht die Vermutung, dass die Bundesbehörden wegen der Untätigkeit ihrer sächsischen Kolleg_innen die Terrorermittlungen und Razzien an sich gezogen hatten.[33]

Die Großwetterlage in der sächsischen Polizei zeigt sich aber auch in der Führungsebene der Polizei – nicht nur in der Reaktion auf das SEK-Logo im Polizeipanzer und den Aufnäher eines Elitepolizisten. Während der Polizeipräsident von Chemnitz auf einer Pressekonferenz den Einsatz in Clausnitz rechtfertigte,[34] bei dem Polizist_innen nicht gegen den rechten Mob, sondern gegen eingeschüchterte Geflüchtete vorgingen, sucht sich die Deutsche Polizeigewerkschaft in Sachsen gleich rechte Medien für ihre Stellungnahmen. Die DpolG-Landesvorsitzende Martin gab der neurechten Tageszeitung Junge Freiheit ein Interview, in dem sie Minister Dulig aufforderte, sich zu entschuldigen, weil der sich wie bereits erwähnt Fragen über die Nähe der Polizei zu Pegida und AfD gestellt hatte.[35]

Ergänzend lohnt sich ein Blick auf das Personal der AfD, die mit einer Law-and-Order-Politik aktiv um Polizist_innen wirbt und dabei in den Positionen teils deckungsgleich mit den Polizeigewerkschaften ist. So befinden sich unter den zehn Abgeordneten, die auf der  AfD-Landesliste Sachsen in den Bundestag einzogen, vier ehemalige Ordnungshüter_innen.[36] Beispiele, die dieser unvollständigen Auflistung aus Sachsen ähneln, finden sich allerdings im gesamten Bundesgebiet.

„Sächsische Zustände“ oder bundesweite Trendsetter?

In welchem Verhältnis stehen also die drei dargestellten Elemente Militarisierung der Polizei, rechte Tendenzen in derselben und deren Eifer im Einsatz gegen Linke?

Dass in Sachsen, wo die Pegida-Bewegung ihren Anfang nahm und die AfD bei der letzten Bundestagswahl mit 27% der Stimmen stärkste Partei im Land wurde, auch die Polizei Teil dieser gesellschaftlichen Entwicklungen ist, sollte nicht verwundern. Eine spezifisch sächsische Grundlage für diesen rechten Trend in Politik und Behörden hat die Landes-CDU gelegt, die in Sachsen seit 1990 – phasenweise mit absoluter Mehrheit – mit rechten Positionen regiert.

Da alle drei Elemente aber auch in anderen Bundesländern auftauchen, lohnt es sich über den sächsischen Tellerrand hinaus zu blicken. Zum Verhältnis von „sächsischen Zuständen“ und globalen Entwicklungen stellt Tino Heim, Soziologe an der TU Dresden, fest:  „Die Krise der Repräsentativdemokratie und der politischen, ökonomischen, sozialen und kulturellen Partizipation, die Projektion der Krisenursachen auf zu bekämpfende ‚Andere‘ in multiplen Diskursen oder die Ausbildung einer zunehmend autoritären, sicherheitspolitisch legitimierten Variante der Postdemokratie bleiben aber allgemeine Tendenzen. Ihre Ursachen liegen nicht in Sachsen, sondern in globalen gesellschaftlichen Konstellationen der Gegenwart. Die bloße Skandalisierung ‚sächsischer Verhältnisse‘ wird, wo sie die Analyse dieser Konstellationen überlagert, zum Teil des Problems.“[37]

Um also das Verhältnis zwischen sächsischer und bundesweiter Politik zu klären, lohnt es sich, die Aussagen des neuen sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer von 2015 ernst zu nehmen: „Ich sehe die Ostdeutschen als Seismografen. […] Hier formt sich eine öffentliche Meinung, die sich später oft bundesweit durchsetzt.“[38] Mit Blick auf die Asylrechtsverschärfungen äußerte er weiter: „Was gestern als Unverschämtheit galt, ist heute Gesetz“.[39] So könne man der bundesweiten Debatte voraus sein, wenn man den Menschen in Ostdeutschland zuhören würde.

Folgt man dieser Argumentation, lohnt es sich, die Entwicklungen in Sachsen noch genauer zu verfolgen. Nicht um mit dem Finger auf „die Sachsen“ zu zeigen, sondern um die dortigen Entwicklungen als eine Art Testfeld für autoritäre Vorstöße wie die Aufrüstung der Polizei und die Verwendung der neuen Rüstungsgüter gegen Demonstrationen im gesamten Bundesgebiet zu begreifen.
http://www.imi-online.de/2018/02/12/polizeiaufruestung-nach-saechsischer-art/
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 Die jüdische Geschichte – von Moses bis zu Bibi
Von Gilad Atzmon
Übersetzt von wunderhaft / mit freundlicher Genehmigung des Autors
12. Februar, Veterans Today
Die jüdische Geschichte ist eine befremdlich einseitige, antihistorische Darstellung, die zwangsläufig zu dem Zeitpunkt beginnt, an dem sich das Leid der Juden nachweisen läßt und und die die vorherigen Umstände, die zu diesem Leid geführt haben mögen, außer Acht läßt. In der jüdischen Geschichte sind die Mitglieder des auserwählten Stammes niemals die Aggressoren noch tragen sie irgendeine Verantwortung für ihre eigene Notlage. Im Gegenteil, sie sind stets die Opfer des ´irrationalen´ und ´unerbittlichen Judenhasses´ der Goyim.

Gestern hat der israelischen Premierminister, Benjamin Netanjahu, einen außergewöhnlichen Einblick in die trügerische Natur der jüdischen Geschichte gegeben.

https://www.youtube.com/watch?v=v7HsY5w6U08

In seiner, nach dem Abschuß einer israelischen F-16 in syrischem Luftraum gehaltenen, Rede konzentrierte sich Netanjahu mit der Behauptung auf die iranische Aggression , daß der Iran mit einer Drohne in israelichen Luftraum eingedrungen sei. Selbstverständlich ist beim besten Willen nicht klar, ob eine solche Drohne tatsächlich existiert hat und ob sie vom Iran betrieben worden ist. Allerdings verleitete der israelische Premierminister dazu zu übersehen, daß er selbst sowie seine militaristische Regierung und deren von ihr abhängigen Lobbyorganisationen (wie AIPAC*, CRIFF*, CFI*, LFI* etc.) es waren, die seit mindestens einem Jahrzehnt für Militäreinsätze und Sanktionen gegen den die Islamische Republik kämpfen.

Wie oft haben wir israelische Politiker geloben hören den Iran anzugreifen? Im Jahr 2012 hat The Time of Israel berichtet, daß "Premierminister Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Ehud Barak ihren Sicherheitschefs im Jahr 2010 befohlen haben das Militär darauf vorzubereiten die Nuklearanlagen des Iran, falls nötig, innerhalb von Stunden angreifen zu können, was diese brüskiert zurückgewiesen haben". Trotz alledem, ist mit der von Bibi präsentierten Zeitachse das Jahrzehnt der israelischen Kriegslust gegenüber dem Iran ausgelöscht worden. Bibis Chronik des Konflikts begann 48 Stunden vorher, als er erklärt hat, daß eine vermeintlich iranische Drohne in den israelischen Luftraum eingedrungen sei.

Diese einzigartige Form wahnhaften und/oder heuchlerischen Realitästsverlustes ist nicht von den Zionisten oder den Israelis erfunden worden. Er ist ist tief eingebettet in die jüdische Kultur, die jüdische Ideologie und sogar in das Alte Testament. Der Holocaust, beispielsweise, wird als "die systematische, bürokratische, staatlich finanzierte Verfolgung und Vernichtung von sechs Millionen Juden durch das Nazi-Regime und seine Kollaborateure" gelehrt (VSA, Holocaust Museum). Diese Darstellung ist ihres gesamten geschichtlichen Zusammenhangs entleert. Die Geschichte des Holocaust ist ein judäozentrisches Konstrukt, das mit dem Nachweis des jüdischen Leidens (1933) beginnt. Um aus dem Holocaust ein einwandfreies Kapitel der Geschichte zu machen, wird es notwendig sein zu fragen, ´was waren die Umstände, die zu dem starken Anstieg judenfeindlicher Gefühle in Europa und darüber hinaus geführt haben?´*

Noch einmal, wenn wir die jüdische Geschichte der osteuropäischen Progrome im 19. Jahrhundert oder die spanische Inquisition untersuchen, finden wir eine Chronik, der eine ähnliche Zurückweisung geschichtlicher Fakten zugrunde liegt. Wie in der jüdischen Geschichte des Holocaust oder in Bibis gestriger Rede, beginnen diese Chroniken zu dem Zeitpunkt, an dem das jüdische Leid nachgewiesen wird, ohne die Umstände zu berücksichtigen, die zu solchen Entwicklungen geführt haben. Wir haben es hier mit Erzählungen zu tun, die ihres wichtigsten Elements entbehren, ihrer Begründung. Wir erleben einen ewigen Kampf um zur Unterdrückung der Selbstreflektion.

All das mag die jüdische Furcht vor Antisemitismus erklären. Bei dieser jüdischen Sorge handelt es sich nicht notwendigerweise um die Furcht vor den "gnadenlosen und haßerfüllten Goyim", sondern wahrscheinlich eher um die Angst vor Selbstreflektion – dem Blick in den Spiegel – der endgültigen Übernahme der Verantwortung für die eigenen Taten.

Die jüdische Geschichte in Form selbst verursachter Trennung ist so alt wie die Juden selbst. Lassen Sie uns untersuchen in welcher Weise die Pharaos in den biblischen Exodus* eingeführt worden sind:

" 8 Da kam ein neuer König auf über Ägypten, der nichts von Joseph wußte. 9 Der sprach zu seinem Volk: Siehe, das Volk der Kinder Israel ist zahlreicher und stärker [mächtiger] als wir. 10 Wohlan, laßt uns kluge Maßnahmen gegen sie ergreifen, daß ihrer nicht zu viele werden; sie könnten sonst, falls sich ein Krieg wider uns erhöbe, zu unsern Feinden übergehen und wider uns kämpfen und aus dem Lande ziehen." (Exodus 1: 8-10)

Während der König Pharao deutlich anti-jüdische Gefühle äußert, besteht ein bemerkenswerter Mangel jedweder Zusammenhänge, welche diese Darstellung wirklich sinnvoll erscheinen ließen. Inwiefern waren die Juden mächtiger? Wurden sie des Verrats verdächtigt, besaßen sie eine doppelte Staatsbürgerschaft? Haben sie die Stadt oder ihre Kultur beherrscht? Oder war es die frühe ägyptische Filmindustrie, die sie beherrscht haben? Die Bibel behält diese Informationen für sich.

Ich lege nahe die jüdische Geschichte als ausgeklügeltes, Augen verschließendes Instrument zu betrachten, das den Juden die Fähigkeit zur Selbsreflektion vorenthält, die Wirklichkeit so zu betrachten, wie sie ist, in anderen gleichwertige Menschen mit denselben Bedürfnissen zu zu sehen.

Das jüdische Denken war sich gelegentlich seiner selbst als Kastrationsmechanismus bewußt. Die biblischen Propheten, beispielsweise, hatten Blitze einer solchen Selbstreflektion. Sie haben eine Geschichte eingeführt, eine Begründung, ein rationales Prinzip oder sollten wir sagen ein Grundprinzip, mit dem sie jedoch immer wieder gescheitert sind. Dasselbe kann über Jesus, Spinoza und Marx gesagt werden.

Das macht es so erstaunlich, daß es sich bei dem frühen Zionismus tatsächlich um einen verzweifelten jüdischen Versuch gehandelt hat, die jüdische Geschichtsleugnung anzugehen. Bernard Lazares Werk, Anti-Semitism its History and Causes, präsentierte eine profunde zionistische Studie über die Rolle der Juden und ihrer Kultur innerhalb ihres eigenen Leidens. Lazare war mit dieser Untersuchung nicht allein. Ber Borochov*, Max Nordau* und sogar Herzl selbst haben versucht die jüdische Frage innerhalb eines korrekten historischen Kontextes zu verstehen. Ihre Diagnose der jüdischen Diaspora-Kultur war scharfsinnig, obwohl ihr Heilmittel, wie Israels entsetzliche Politik der letzten siebzig Jahre gezeigt hat, sich als ziemlich katastrophal erwies.

Während der frühe Zionismis großteils anti-jüdisch gewesen ist, ist der Zionismus schon bald vom Judentum gekapert worden – die Form von wahnhaftem Judäozentrismus, die das Anderssein ablehnt und die geschichtliche Wirklichkeit leugnet. Die Rede von Premierminister Netanjahu illustriert diese einzigartige Unfähigkeit zur Selbstreflektion. Netanjahus Chronik beginnt mit einer vermeintlichen iranischen Aggression, ´vergißt´ jedoch, daß Israel über Jahre Syrien bombardiert und ein Jahrzehnt lang damit gedroht hat den Iran anzugreifen. Leidet Netanjahu unter Wahnstörungen? Ist er doppelzüngig? Es ist nicht an mir zu urteilen, und tatsächlich kümmert es mich nicht. Meine Aufgabe besteht in der Entschlüsselung der Botschaft und nicht in der Analyse ihres Überbringers.

Wenn der Zionismus erschaffen wurde, um die Juden Selbstreflektion zu lehren, hätten sie zu ´Menschen wie alle anderen´ werden können. Netahjahu, Israel und heutige Zionisten sind der Beweis dafür, daß das zionistische Projekt aussichtslos war. Solange der jüdische Staat sich selbst mit immer mehr Mauern der Trennung umgibt, solange die zionistischen Lobbies und Zio-Konservative auf weitere globale Konflikte für Israel drängen, wird deutlich, daß Zionisten Menschen wie keine anderen sind – Menschen, die unfähig zur Selbstreflektion oder zur Übernahme der Verantwortung für ihr eigenes Handeln sind.

*Der jüdische Historiker, David Cesarini*, hat in seinem letzten Buch,´Endlösung´,  eine solche Anstrengung unternommen und eingeräumt, daß die Geschichte des Holocausts problematisch und mangelhaft war.

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Gilad Atzmon ist ein in Israel geborener britischer Jazz-Saxophonist, Romancier, politischer Aktivist und Schriftsteller.

Atzmons Album, Exile, wurde im Jahr 2003 von der BBC zum Jazz-Album des Jahres gekürt.  Mit jährlich über 100 Auftritten ist er als der "sicherlich am häufigsten auftretende Mann des britischen Jazz" bezeichnet worden. In seinen bisher neun aufgenommenen Alben erkundet er die Musik des Mittleren Ostens und politische Themen.  Er hat sich selbst als "hingebungsvollen politischen Künstler" bezeichnet. Er unterstützt das Rückkehrrecht der Palästinenser und die Einstaatenlösung in dem israelisch-palästinensischen Konflikt.

Seine Kritik am Zionismus, der jüdischen Identität und dem Judaismus haben ebenso wie seine kontroversen Ansichten über den Holocaust und die jüdische Geschichte, zu Vorwürfen des Antisemitismus geführt. Ein Profil des Guardian aus dem Jahr 2009, das ihn als "einen der besten Saxophonisten Londons" bezeichnet wird wird erklärt: "Es ist vielmehr Atzmons ungeschminkter Antisemitismus als seine Musik, der ihm, besonders in der arabischen Welt, wo seine Essays weit verbreitet sind, ein internationales Profil gegeben hat.

Quelle: https://www.veteranstoday.com/2018/02/12/the-jewish-timeline-from-moses-to-bibi/

Alle mit einem * gekennzeichneten Links wurden zusätzlich eingefügt.

https://wunderhaft.blogspot.com.es/2018/02/die-judische-geschichte-von-moses-bis.html
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Widersprüche in der Matrix
Veröffentlicht am 9. Februar 2018 von Analitik

Die virtuelle Realität in der Matrix wird gebogen, bis die Gehirne bluten. Die Quälitätspresse ist sich dabei für nichts zu schade. Man könnte mit Leichtigkeit ein Tagesblatt mit Berichten darüber füllen. Aber zur Veranschaulichung reichen gelegentliche Beispiele. Zuletzt hat die Süddeutsche geglänzt. Putin säubert die Rattennester und bei den Rattenherren knirschen vor Zorn die Zähne. Diesmal hat es dagestanische Ratten erwischt und so berichtet die Süddeutsche:

    Seitdem in der Nachbarrepublik Tschetschenien Ramsan Kadyrow mit rücksichtsloser Gewalt herrscht, ist Dagestan zum neuen Zentrum islamistischer Extremisten im Kaukasus geworden. Immer wieder werden bei Anti-Terror-Operationen Extremisten und Angehörige der Sicherheitskräfte getötet. In der Vergangenheit hatte die Zentralmacht in Moskau die Herrschaft mafiöser Klans in der Republik in Kauf genommen, solange diese die Terroristen in Schach hielten. Das ist nun offenbar vorbei.

So viel widersprüchliche Scheiße in so wenigen Worten ist eine matriziöse Kunst, die zu sezieren sich wirklich lohnt. Schauen Sie, seitdem der böse böse Kadyrow in Tschetschenien “herrscht” (in Russland regiert man nicht…), ist Dagestan zum neuen Zentrum des Islamismus geworden. Verstehen Sie? Tschetschenien war das Zentrum des Islamismus, aber seitdem der böse Kadyrow da herrscht, ist der Islamismus in Tschetschenien zurückgedrängt worden. Verstehen Sie, warum Kadyrow der böse Herrscher ist? Genau darum. Denn Kadyrow prügelt ja keine Kinder und Hausfrauen auf der Straße, richtig? Richtig, er prügelt Islamisten und räuchert deren Nester aus. Sonst hätte der Islamismus ja keinen Grund, sein Zentrum aus Tschetschenien zu verlegen, richtig? Richtig, denn die Islamisten würden wohl kaum abhauen, wenn Kadyrow rücksichtslos über Frauen und Kinder herrschen würde. Haben Sie ausgekostet, wie die westliche Gesellschaft diejenigen beschimpft, die Terrorismus wirkungsvoll bekämpfen? Ohje, unsere Terroristen, unsere Investitionen…

Gehen wir weiter. In Dagestan finden Terroristen Unterschlupf und dort müssen “immer wieder” auch Sicherheitsbeamte ihr Leben lassen im Kampf gegen den Terrorismus. Haben Sie sich die armen unterdrückten Hausfrauen und Bauern ausgemalt, die immer wieder Spezialkräfte bei Sondereinsätzen zu töten vermögen? Da sitzen sie, die armen Unschuldigen, und plötzlich kracht und wummt es, die Tür fliegt durch das Zimmer, Rauch überall, Geschrei, Befehle, kräftige Arme, die einen auf den Boden drücken. Können Sie sich vorstellen, wie speziell ausgebildete Sondereinsatzkräfte (denken Sie an GSG 9) Opfer beklagen müssen, wenn sie die Wohnungen unschuldig unterdrückter Bauer stürmen? Der Agent der Matrix schwafelt von “rücksichtsloser Gewalt” und gibt im nächsten Satz an, dass immer wieder Spezialkräfte bei Einsätzen sterben. Die stolpern doch nicht zu Tode, nicht wahr? Der Agent der Matrix gibt mit seiner Scheiße eine bestimmte Denkrichtung vor, aber wenn wir ihm den Gefallen nicht tun und ihn fragen würden, was er denn vorschlagen würde im Kampf gegen Terroristen, die selbst Spezialkräften trotzen? Wer bildet diese Arschlöcher denn aus, dass sie Spezialkräften strotzen können? Wir reden hier nicht von Straßengangstern, wir reden von Terroristen mit Spezialkräfte-Ausbildung. Man kann Spezialkräfte nur dann immer wieder überwinden, wenn man selbst Spezialkraft ist. Wäre denn mehr Rücksicht geboten? “Klopf klopf, meine Herren, hätten Sie die Güte, ihre Waffen nicht zu gebrauchen und uns auf das Revier zu folgen, damit wir euch in die Zelle stecken können? Nein? Ok, verzeihen Sie die Störung, aber bitte, denkt noch einmal über unsere Bitte nach, hier ist meine Visitenkarte, ruft mich an, wenn ihr es euch anders überlegt habt…” Aber nein, der rücksichtslose Kadyrow…

Und wie haben die mafiösen Klans denn die Terroristen in Schach gehalten, wenn “immer wieder” Sondereinsatzkräfte bei Anti-Terror-Einsätzen ums Leben kommen? Wo Terrorismus eingedämmt wurde, sieht der Agent der Matrix Rücksichtslosigkeit walten. Wo das Zentrum des Terrorismus ist, sieht der Agent die Terroristen in Schach gehalten. Matrix-Logik.

Hier noch mehr davon:

    Jahrelang hat der Kreml die Verantwortlichen in der Region gewähren lassen. Im Gegenzug lieferten sie bei Wahlen – ähnlich wie Tschetschenien – stets fantastische Resultate für den Präsidenten und die Regierungspartei, mit über einhundert Prozent Wahlbeteiligung in eigenen Bezirken.

Wir haben den Kreml und die Verantwortlichen der Region. Der Kreml lässt den Verantwortlichen freie Hand. Die Verantwortlichen schreiben im Gegenzug in den eigenen Wahlbezirken eine Wahlbeteiligung von über 100 %. Lassen wir den Wahrheitsgrad der Behauptungen außen vor, denn in diesem Beitrag interessieren uns nur die inneren Widersprüche der Lügengebilde. Was ist denn das für ein beschissener Deal für den Kreml, wenn die Vasallen eine Wahlbeteiligung von über 100 % generieren? Für wie blöd muss man die Leser halten, um ihnen den beschrieben Deal zu verkaufen? Unregelmäßigkeiten bei der Wahl torpedieren die Wahlergebnisse und liefern Futter für sämtliche Feinde Russlands. In wessen Interesse handeln die Verantwortlichen der Republik Dagestan, wenn sie eine Wahlbeteiligung von über 100 % hinkritzeln? Das ist offene Sabotage gegen den Kreml, zugunsten der westlichen Rattenherren, damit die ihren Lesern Scheiße in die Gehirne schaufeln können. Wer dem Kreml dienen will, sorgt für Ordnung in der Region, so wie Kadyrow. Und wenn schon Fälschungen in Auftrag gegeben werden, dann natürlich nicht solche, wie sie der Agent der Matrix beschreibt. Es sei denn, die Fälschung wurde von Betreibern der Matrix bestellt, dann macht alles Sinn. Das kapiert doch jedes Schulkind, dass eine Fälschung echt aussehen muss, um unerkannt zu bleiben. Wer eine Fälschung macht, die zu 100 % als Fälschung auffliegt, ist offensichtlich daran interessiert, dass die Fälschung auffliegt. Der böse Kreml bestellt Wahlfälschungen, die zu 100 % als Fälschungen enttarnt werden können – mit so einem Müll werden Sie in der Matrix gefüttert. Auf so einer Scheiße basiert das Russland-Bild der Deutschen. Es ist abartig.

Was sehen wir? Der Agent der Matrix nimmt die Klanführer Dagestans in Schutz, attestiert ihnen, die Terroristen in Schach gehalten zu haben, obwohl doch gerade in ihrer Republik die Terroristen Unterschlupf finden und kaum auszuräuchern sind. Der Agent der Matrix stellt diese Klanführer als Putins Handlanger dar, die Putin auch mit Wahlfälschungen dienen sollen. Dabei können die behaupteten Wahlfälschungen unmöglich Putin dienen, sondern nur dem Westen. Die Agenten des Westen, die in Russland Terrorismus unterstützen und Wahlen sabotieren, werden als Putins Agenten verkauft. Merken Sie sich dieses Muster. Die Arschlöcher, die Ihre Gesellschaft von innen heraus zersetzen und zerstören, werden als Ihre Freunde und Gönner vermarktet. Der Virus, der Sie zerstören soll, wird als Ihr Heilmittel verkauft, damit Sie sich nicht wehren. Und die Abwehrkräfte, die den Virus bekämpfen, werden verunglimpft, als “rücksichtslos”, “herrschend”, “unterdrückerisch”, “undemokratisch”, “korrupt” und was Ihnen sonst noch an emotionalen negativen Begriffen ins Unterbewusste geschrieben worden ist. In der Matrix stellt man alles auf den Kopf, vertauscht die Rollen von Virus und Immunsystem, damit Sie den Virus unterstützen und das Immunsystem bekämpfen.
http://analitik.de/2018/02/09/widersprueche-in-der-matrix/
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